Frage von Jersey11, 159

Kann die Wahl einer bestimmten Partei berufliche Konsequenzen haben?

Mal angenommen mein Chef ist Mitglied der Linken, SPD oder Grünen, und ich wähle bei der nächsten Wahl die AfD, kann der Chef mich feuern, weil der Beruf mit meinen politischen Ansichten nicht übereinstimmen?

Antwort
von zehnvorzwei, 57

Hei, Jersey, nein, dein Chef erfährt nicht, wo du in der Wahlkabine dein Kreuzchen hinsetzt - es sei denn, du posaunst es hinaus, dann könnte er irgendwelche faulen Tricks erfinden, um dich loszuwerden.

Anders sieht es aus bei sogenannten Tendenzbetrieben: Ein Mitarbeiter der SPD, der lauthals die AfD propagiert, hat ja wohl den falschen Job (was er er wählt, weiß ja keiner). Besonders ärgerlich und in der Öffentlichkeit immer wieder zornig diskutiert, ist dieser Tendenzschutz-Paragraph bei den kirchlichen Arbeitstätten. Da wird schon mal jemanden gekündigt, weil er / sie sich in der Öffentlichkeit über die Regeln seines Arbeitgebers hinwegsetzt.

 Und so. Grüße! 

Antwort
von mojo47, 87

nein, es gibt in deutschland das wahlgeheimnis. du musst dich also niemals zu dem thema äußern. somit kommt es deinem beruf auch nicht in die quere.

 abgesehen davon, darf ein mensch in deutschland laut gesetz nicht wegen seiner herkunft, religion oder politischen einstellung diskriminiert werden.

Antwort
von MrHilfestellung, 65

Nein, zumindest nicht aus diesem Grund.

Wenn deine Äußerungen rassistisch und xenophob sind, dann schon, aber nicht weil du eine Partei wählst, die deinem Chef nicht passt.

Kommentar von liheido ,

Und ab wann eine Äußerung " rassistisch und xenophob " ist entscheiden natürlich ausschließlich die selbsternannten Fremdenfreunde mit der moralisch überlegenen Weltanschauung, nicht war....?

Kommentar von MrHilfestellung ,

Nö, der Chef und das StGB.

Kommentar von Bitterkraut ,

Im Zweifel entscheidet das ein Richter.

Antwort
von Becca22, 46

Was du wählst bekommt ja keiner mit, wenn du allerdings zB der AFD beitrittst könnte ich mir vorstellen dass manche dich nicht einstellen würden…
Ob das ein Kündigungsgrund ist, bezweifle ich allerdings…

Kommentar von Bitterkraut ,

Man muß einer Bewerbung ja nicht das Parteibuch beilegen.

Antwort
von Accountowner08, 31

Deshalb ist die Wahl ja geheim, damit man dir keinen Strick daraus drehen kann... Aber wenn du darüber redest,was du wählst, dann kann das ev. schon Nachteile für dich bringen...

Antwort
von Niklasdf, 47

Aufgrund deiner Wahl darfst du nicht entlassen werden. Du musst deinem Arbeitgeber auch nicht offen legen, was du wählst.

Jedoch solltest du  darauf achten, dass du deine politische Gesinnung und deinen Arbeitsalltag getrennt hältst. 

Falls du in deiner Arbeit öffentlich auftrittst, solltest du auch in deinem Privatleben Zurückhaltung üben.

Antwort
von Bitterkraut, 53

Nein, zum einen ist die Wahl ja geheim, du mußt ihm ja nicht auf die Nase binden, was du wählst, zum anderen wäre das natürlich kein Kündigungsgrund.

Antwort
von Micromanson, 38

Jede zugelassene Partei in Deutschland muss rechtlich im Beruf angenommen werden.
Anders ist es da mit den Äußerungen.
Bei Äußerungen im klar rechtsradikalen Spektrum zum Beispiel kann es ja durchaus in den Bereich Beleidigung oder sogar Volksverhetzung gehen - und dann könnte eine Kündigung tragen.

Aber nicht weil dein Chef beispielsweise CDU- Mitglied ist und du mehr Windkraftanlagen forderst.

Antwort
von H2Oaddicted, 65

Dein Chef hat es nicht zu interessieren, welche Partei du wählen würdest. Das ist meines Wissens nach sogar gesetzlich verboten.

Kommentar von Bitterkraut ,

Es ist nicht gesetzlich verboten, daß es den Chef interessiert. Der kann sich interessieren, für was er will. Aber man muß es ihm nicht sagen.

Antwort
von Wissensdurst84, 73

Können schon wenn er sie mit der Begründung feuert, jedoch nicht rechtens, da die Wahl der Partei kein Kündigungsgrund sein darf. Ist Diskriminierung und wurde schon einige Male vom Arbeitsgericht gekippt. Daher wird dir auch kein Chef offiziell mit dieser Begründung kündigen.

Antwort
von ilknau, 46

Hallo, Jersey11.

Normalerweise nicht, denn:

Das wäre fatal, denn es gäbe kein Wahlgeheimnis mehr, wie es doch eigentlich sein soll: anonym in freier Wahl, ohne Furcht vor Konsequenzen haben zu müssen eben zu wählen.

Grins, man darf nur seine Wahlentscheidung nicht in FB oder WA breit tragen:

schweig also still, mei Herze

so es auch schmerze,

hat man immern

was zu schwatzn, lG.

Kommentar von ilknau ,

Melde dich bitte per Wort, anonymer Feigling.

Antwort
von lupoklick, 37

Wahlen sind GEHEIM - Niemand weiß, was du wählst ...

Ich war in vielen Wahlvorständen - und bei Auszählungen dabei.

Als einmal Grüne ihre Leute veranlassen wollten, mit Kugelschreiber grüner Mine das Kreuz zu machen. wurden sie des Lokals verwiesen!

Kommentar von Bitterkraut ,

Die grünen Kreuzchen hätten aber nix daran geändert, daß die Wahl geheim ist. Blöd wärs gewesen, die hätten ihren Namen drunter geschrieben. Ob man mit grün grün wählt oder mit rot rot, das hätte nur die Auszählung erleichtert - gute Idee eigentlich.

Kommentar von lupoklick ,

es hat schon seinen Sinn, daß die Kreuze alle einander gleichen mössen - ohne Schnörkel etc .

Die Wahlvorstände werden in der Regel mit Vertretern aller demokratischen Parteien besetzt

In kleinen Wahlbezirken, wie Hallig Hooge, würde man bei bunten Stiften  sehr schnell wissen, was der neue Schulmeister angekreuzt hat...

Kommentar von Bitterkraut ,

Da weiß man das so oder so ;)

Kommentar von lupoklick ,

Dann darf ich an die geheime Nichtwahl von Heide Simonis erinnern, und an die Wahl Ernst Albrechts (CDU) gegen die Mehrheit der SPD zum MP Niedersachsens...

.... und da war noch eine Frau DILL (mit Y....)...

Der Mißtrauensantrag Rainer Barzels 1972 ist unvergessen,,,

Antwort
von ysSeven, 69

Nein da es in Deutschland freie und vor allem GEHEIME Wahlen gibt, somit weiß dein Chef überhaupt nicht wen du wählst, solange du es nicht überall rum erzählst... Und selbst dann dürfte er dich nicht aufgrund deiner politischen Orientierung solange sie nicht verfassungsfeindlich ist feuern... 

Kommentar von Jersey11 ,

Ah, ok. Ich dachte, Arbeitgeber haben Einblick auf politische Wahlen.

Kommentar von ysSeven ,

nein natürlich nicht!? Aber so oder so würde ich nicht empfehlen die AFD zu wählen, bzw sich wenigstens davor GRÜNDLICH mit der Pertei auseinander zu setzten, auch anhand von unabhängigen Quellen... Das sollte man eigentlich bei jeder Pertei machen und erst dann seine Wahl treffen

Kommentar von Bitterkraut ,

oder wenigstens das Parteiprogramm gründlich lesen.

Kommentar von Bitterkraut ,

Du meine Güte, nein, natürlich nicht. Niemand hat Einblick in dem Sinn, daß er Wahl/Kreuzchen und Namen zusammenbringen kann. Es sei denn durch persönliche Kenntnisse z.B. dein Papa ist Wahlhelfer und zählt aus und erkennt dein Kreuzchen, an der Art, wie du eben Kreuzchen machst ;)

Die politische Bildung in diesem Land scheint ja grottig zu sein. Und nein, das ist nicht persönlich gemeint. Aber daß politische Wahlen in DE geheim sind, ist einer der Grundpfeiler unserer Demokratie. Eine Voraussetzung. Sowas muß jeder Wahlbürger wissen!

Kommentar von ilknau ,

ysSeven.

Was DU wählst oder nicht, ist allein Ding, beschwatze andere nicht, in ihrem Entscheid, nur, weil du dumpfen Parolen wie Wutbürger, Pack etc. folgen magst.

Mal ein paar Fakten:

Freising- Attaching:1053 Einwohner werden auf 1553 EW. hoch geschraubt, weil in einem Ex- Baumarkt 500 Flüchtlinge platziert werden.

Freising Lerchenfeld bekommt 200 Zugeschobene - Rest hier, ist aber noch nicht alles: www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/zelt-und-containerdorf-auf-dem-schulsportp...  ere  -wahl-1.2513696

Nebendran ist ein Neubaugebiet, dessen Anwohner sich jetzt schon zu Tode freuen: die Preise stürzten bereits ins nächste Black Hole, nicht mehr nur zum Erdkern...

Kommentar von ilknau ,

Der Link funktioniert nicht: i-wo ein Fehler bei der SZ selbst, sorry.

Kommentar von Bitterkraut ,

Macht nix, ich weiß sowieso nicht, was du damit sagen willst.

Kommentar von ysSeven ,

Und was genau möchten Sie mir nun mit ihren Daten und Fakten sagen? :))

Antwort
von Schwertfisch18, 45

Ich würde nichts darüber erzählen, was ich wähle oder wählen werde. In Deutschland wurden Andersdenkende schon böse verfolgt. Ich denke nur an die Hitlerzeit. Aber auch in der jetzigen Merkelzeit kann es böse Konsequenzen haben, wenn man durchblicken läßt, daß man der AfD nahesteht.

Antwort
von Pestilenz2, 21

Offiziell nicht. Praktisch schon.

So du es im denn sagst (was du wählst)

Antwort
von archibaldesel, 37

Woher soll dein Chef denn wissen, was du wählst? Wählen in Deutschland sind geheim.

Antwort
von Bacaydee, 47

nein kann er nicht.eine meinung von dir kann er sich dennoch bilden

Antwort
von Zeitdieb, 12

Die Wahlen sind geheim, du musst ihm also nicht auf die Nase binden, bei welcher Partei du dein Kreuzchen machst :o)

Antwort
von ManuViernheim, 12

Nein kann er nicht.

Woher soll er wissen, welcher Partei Du Deine Stimme gibst?

Antwort
von Plokapier, 40

Nein, das kann er definitiv nicht. Es gibt nämlich so etwas wie Meinungsfreiheit.

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