Kann die Veröffentlichung von Meinungsumfragen vor Bundes- und Landtagswahlen Wähler beeinflussen?

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5 Antworten

Beeinflussung: Ja klar.

Wähler wählt Partei nicht, da er weiß, dass 5%-Hürde nicht zu packen ist; Nichtwähler geht wählen, weil er Sorgen aufgrund der starken AfD hat; ...

Manipulation: Im Normalfall nicht.

Im Normalfall versuchen die Institute möglichst richtige Umfrageergebnisse herauszugeben, um so die Wirklichkeit nach bestem Wissen und Gewissen abzubilden. Die Darstellung der Realität ist keine Manipulation und darf auch nicht verboten werden. Inwieweit sich ein Wähler dann durch diese Wirklichkeit beeinflussen lässt, ist ihm selbst überlassen.

Es ist allerdings schon vorgekommen, dass Institute zugeben mussten, absichtlich unrealistische Ergebnisse veröffentlicht haben. (Beispiel: Allensbach vs. Republikaner). In dem Fall könnte man vielleicht von einem Versuch der Manipulation sprechen. 

Allerdings gibt es so viele weitestgehend unabhängige Institute (ja, manchmal gibt es schon eine gewisse Parteinähe, z.B. Insa: AfD, Forsa: SPD), dass eine unzulässige Beeinflussung durch die falschen Angaben eines einzelnen Instituts wohl eh nicht funktioniert. 

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Kommentar von Schnoofy
09.09.2016, 09:53

Im Normalfall versuchen die Institute möglichst richtige Umfrageergebnisse herauszugeben, um so die Wirklichkeit nach bestem Wissen und Gewissen abzubilden.

Das will ich auch nicht in Zweifel stellen, mir ging es nur allein um die Veröffentlichung.

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Das nennt sich Demoskopie, liegt mehrheitlich völlig daneben und hat keinen Einfluss auf die Wahleregbnisse.

Die Institute werden sogar für die Umfragen bezahlt.
Im Ergebnis kommt bei heraus, dass von allen 24-49 jährigen gar 30% "Lätta" kaufen, aber nicht SPD wählen.

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Nein, die Veröffentlichung Meinungsumfragen zur Wahl sind nicht verboten.

Nicht zulässig ist die Veröffentlichung von Prognosen während die Wahl noch läuft. Diese Prognosen werden durch Befragung der Wähler vor dem Wahllokal errechnet nachdem gewählt wurde. Erfahrungsgemäß sagen dabei die meisten Wähler tatsächlich die Wahrheit.

Die Prognosen sind bereits eine Minute nach Schließung der Wahllokale im Internet, bzw. in den Nachrichten, lange bevor die ersten Hochrechnungen vorliegen.

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Ich glaube nicht, dass das jemanden beeinflusst. 

Ich finde es aber immer wieder erschreckend, für wie blöd und beeinflussbar wir alle gehalten werden. 

Die Berichterstattung im TV ist lange nicht mehr neutral. 

Bin aber kein Profi,was deine Fragenbeschreibung angeht. 

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Kommentar von PatrickLassan
09.09.2016, 08:47

Die Berichterstattung im TV ist lange nicht mehr neutral.

Das war sie auch nie, da Berichterstattung nie neutral, sondern höchstens objektiv sein kann.

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Wahlen werden auch davon manipuliert, dass Politiker den Mund aufmachen. Das wird ja auch nicht verboten.

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