Kann die Pubertät, bei Hunden auch erst mit 2 Jahren eintreten?

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8 Antworten

Hallo Maxundkarl,

Leider schreibst Du nix darüber welchem Rassetypen oder Arbeitstyp dieser Hund entspricht. Also kann man Dir keine wirklich zutreffende Antwort auf diese Frage geben.

Es gibt gerade auch im Ausland häufig Herdenschutzhunde oder deren Mischungen und dieser Arbeitstyp Hirtenhund (nicht Hütehund!) ist mitnichten im Alter von 2 Jahren komplett ausgereift und "auspubertiert"

Solche Hunde reifen mitunter erst bis zum vierten bis fünften Lebensjahr aus und hinterfragen in Phasen wiederum wiederholt alles. Das hat mit Dominanzverhalten nichts zu tun, sondern ist Arbeitstyp -typisch. Es werden Erfahrungen gesammelt um dann später alles souverän selbst entscheiden zu können.

Herdenschutzhunde und deren Mischungen zeigen die typische Wesensveranlagung oft erst ab dem zweiten Lebensjahr und können Überraschungen bereiten, wenn der Mensch bislang nicht sachkundig mit diesen typischen Charaktereigenschaften umgegangen war.

Auf der anderen Seite kann es sich bei solchen Rückfällen in altes Verhalten auch um Flashbacks von traumatisierten Hunden handeln.

Also empfehle ich Dir in jedem Fall einen erfahrenen Hundetrainer zur Seite zu nehmen, welcher Dich und den Hund in Eurem Umfeld betrachtet. Nur so kannst Du eine wirklich notwendige Aufklärung und Beratung pro Hund erhalten!

Bitte IBH-hundeschulen auf die Suchmaschine eingeben mit Deiner Postleitzahl. So findest Du geeignete Trainer in Deinem Wohnbereich welche auch mit dem Umgang mit Herdenschutzhunden im Bereich Führung und Anleitung geschult sind.

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Kommentar von Maxundkarl
21.10.2016, 11:03

Vielen Dank für die hilfreiche Antwort.- Unser Hütehundmix, stand im Ausweis, ist ein sehr hochbeiniger und schneller Hund. Schulterhöhe 52cm und braun gestromt. Er umrundet uns beim Spaziergang, besonders bei Aufregung.- Bringt auch sein Spielzeug immer mit rein.Eine Hündin in Pflege, von 8-14Uhr.- Wie man sieht, reicht das aber nicht.- Wechselnde Spazierwege sind auch nicht genug.- Jetzt mache ich wieder mehr Denksport mit ihm. Die Hündin ist auch nur von 8-14 Uhr bei uns.-

Sonst ist er sehr anhänglich und kuschelt gerne. Er hat in dem einen Jahr auch schon gut gelernt.- Berührungsscheu ist er nicht, man darf ihn überall berühren.

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Hallo,

bis Auslandshunde, die ja häufig viele schreckliche Dinge erlebt haben, keine glückliche Bindung und kein Vertrauen zum Menschen aufbauen konnten, oft sehr sehr lange brauchen, bis sie alte Verhaltensweisen und Ängste ablegen, weiß ich aus eigener Erfahrung.

Zu Anfang ist man oft überrascht, wie problemlos sie sich in die Familie integrieren lassen - aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo der Hund ausreichend Selbstbewusstein entwickelt und diesen Entwicklungsschritt dann auch austestet.

Außerdem solltet ihr euch klar machen, dass ein Hund sich im eigenen Garten, alleine, niemals wirklich auslastet. Ein Garten ist bekannt, da passiert nicht Neues und Aufregendes und kein Hund rennt über einen längeren Zeitraum einfach mal so im Garten herum, ohne Grund. Warum sollte er auch?

Wenn ein Hund sich selbst überlassen ist, wie die Straßenhunde, dann ergibt sich seine Bewegung aus dem Bedürfnis nach Futterbeschaffung oder weil er eine läufige Hündin riecht. Ein Hund bewegt sich grundsätzlich eher selten aus dem Bedürfnis nach "Bewegung" - und das ist zuhause dann auch nicht anders. Natürlich rennt er mal im Garten hin und her, versucht vllt. einen Vogel zu erwischen - aber ausreichende Auslastung hat damit nichts zu tun. Dafür muss der Besitzer schon sorgen.

Training ist auch nichts, was man "abschließen" kann - also einmal erlernt, hält das für immer. Leider muss man an der dauerhaften Erziehung immer arbeiten und sie wiederholen. Hunde vergessen gerne - wenn es ihnen Vorteile verschafft.

Gutes Gelingen

Daniela

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Kommentar von Maxundkarl
21.10.2016, 11:17

Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Ja, dadurch dass in der Woche noch eine Hündin bei uns ist und wir beim Spaziergang immer neue Wege gehen konnte man denken, dass es gut ist.- Er braucht aber mehr.- Training bekommt er wieder mehr und auch Denk-und Suchaufgaben.- Er bringt sein Spielzeug, sofort nachdem ich es raus werfe wieder ins Haus. Aber er ist ein Balljunkie, sagte die Trainerin.- Das macht es natürlich nicht leichter.- Ängstlich ist er nicht, bei Berührung und auch bei keinem anderen Haus-oder Gartengerät.- Mit unseren 3 Katzen klappt es sehr gut. Hundebegegnung klappt noch überhaupt nicht. Auf dem Hundeplatz, ohne Leine ist das aber super. 

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Es kann immer mal zu Rückschritten im Training kommen, unabhängig von der Pubertät. Hunde sind keine Maschinen, die immer zuverlässig "funktionieren".

Hat sich im Leben deines Hundes oder in deinem etwas geändert oder hast du weniger trainiert weil "es lief ja"?

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Kommentar von Maxundkarl
17.10.2016, 11:04

Vielen Dank für die Antwort, ja ich habe nachmittags weniger Zeit gehabt und ihn nur im Garten laufen lassen.- Allerdings kann er sich auch im Garten voll auslassen, schnell laufen usw.Vielleicht fehlte die geistige Anregung?

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Kommentar von KIttyHR
17.10.2016, 15:15

Ich muss Flauschy recht geben . Wenn ein Hund nicht genügen ausgelastet wird - und dabei ist die geistige Auslastung genauso wichtig, wie die körperliche - kann er Vernaltensprobleme an den Tag legen.
Du solltest dir wieder mehr Zeit für deinen Hund nehmen, dann werden die Probleme auch bald wieder besser.

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Hi, 

ja es ist durchaus möglich, dass er in eine Trotzphase kommt. In der Regel passiert es zwischen dem 6. und 12. Lebensmonat, und ein zweites Mal in der Zeit 18.-24. Lebensmonat.

Die Phase solltest du mit einem Maß von hoher Konsequenz durchleben.

Gruß uwe4830

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Mit rund 18 Monaten ist die Pubertät des Hundes abgeschlossen.

Da Dein Hund bereits kastriert ist und damit keine Sexualhormone mehr produziert werden, ist eine pubertäre Phase ausgeschlossen.

Als Fundhund in Spanien hat der Hund sicher viel durchgemacht. Es ist gut möglich, dass Du deshalb ständig mit ihm immer wieder bestimmtes Verhalten trainieren musst.

Zieht er wieder an der Leine, war das Ergebnis des Trainings nicht ausreichend - Du musst da offensichtlich weiterhin am Ball bleiben.

 

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Kommentar von Maxundkarl
17.10.2016, 11:14

Vielen Dank für die Antwort, ich habe nachmittags weniger Zeit gehabt und ihn nur im Garten laufen lassen.- Allerdings kann er sich auch im Garten voll auslassen, schnell laufen usw.Vielleicht fehlte die geistige Anregung? Vielleicht auch die Konsequens beim Laufen mit ihm z.B. kurze Leine beim Training und lange Leine im Wald? 

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Genau wie beim Menschen ist das völlig unterschidlich. Kann mal früher oder auch später eintreten .

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Nein, die Pubertät ist mit dem körperlichen "Erwachsensein" abgeschlossen. Es ist aber schon noch ein junger Hund und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sie meist vom Verhalten her erst ab drei Jahren so wirklich erwachsen sind.

Was in diesem Fall aber wahrscheinlicher ist, dass er jetzt schön langsam eingewöhnt ist und wieder seine "alten Verhaltensmuster" an den Tag legt.

Dem kann man aber mit Konsequenz entgegenwirken.

Straßenhunden helfen, gut und schön, aber man braucht dafür schon einiges an Erfahrung.

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