Kann die Krankenkasse verlangen, dass ich Erwerbsminderungrente beantrage?

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5 Antworten

Wenn die Krankenkasse vermuten muss, dass du auf Dauer arbeitsunfähig sein wirst, kann sie dich selbstverständlich an die Rentenversicherung verweisen. Dabei gilt wiederum Reha vor Rente.

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Kommentar von FrauStressfrei
24.12.2015, 20:03

Das heißt man könnte dann noch eine zweite Reha haben ( eine hatte ich schon)? Oder wie genau sieht das in der Praxis aus?

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Die Krankenkasse kann dich nicht zu einem Rentenantrag zwingen, jedoch zu einem RehaAntrag. Wenn dann der RehaAntrag abgelehnt wird oder die Reha nicht erfolgreich war, kann es sein, dass der RehaAntrag dann in einen Rentenantrag umgewandelt wird. Sofern der Versicherte hier dann nicht einverstanden wäre, kann die KK die Zahlung des Krankengeldes einstellen!

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Kommentar von FrauStressfrei
24.12.2015, 14:52

Der Rehaantrag wurde nicht abgelehnt

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Mich hat gerade jemand verunsichert. Der erzählte mir, dass die Krankenkasse meist schon nach 6 Monaten heutzutage verlangt, dass man Erwerbsminderung Rente beantragen soll, wenn es sich um eine voraussichtlich lange bzw dauerhafte Krankheit handelt .

Ich kann dir jetzt nur zu diesem Teil etwas sagen... ich war schonmal 13 Monate am Stück krankgeschrieben und von mir wurde nix dergleichen verlangt. Auch momentan wieder seit Juni krankgeschrieben :-/ ...aber nix dergleichen wurde verlangt. (beides chronische und dauerhafte Erkrankungen)
Gut...ich bin vielleicht ein schlechtes Bsp., da noch jünger.

Aber auch von meiner Mutter wurde es z.B. noch nie verlangt und sie ist momentan auch seit etwa 8 Monaten krankgeschrieben und mit Anfang 60 könnte man durchaus auf die Idee kommen. Ihr wurde es vor ein paar Jahren mal vorgeschlagen (da war sie aber nur 6 Wochen krank)...aber verlangt wurde es noch nie.

Man kann durchaus zu einem Rentenantrag "gezwungen" werden, dass dies regelmäßig nach schon 6 Monaten passiert, halte ich aber für einen Irrglaube. Auch in meiner Reha habe ich das von keinem so mitbekommen. Nach längerer Zeit ja...aber 6 Monate sind noch nicht wirklich lange.

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Ich gehe einmal davon aus , dass Sie gesetzlich versichert sind.  § 1 SGB V ist daher maßgeblich. Mit dieser Bestimmung  ist der Wunsch einer Kasse, den Kranken nach 42 Wochen in die Erwerbsunfähigkeitsrente abzudrängen, nicht vereinbar. Solange die Heilungschancen gegeben sind, muss Krankengeld gezahlt werden, längstens aber 78 Wochen (zusammen mit der Lohnfortzahlung also 84 Wochen). Danach kann es eine Sonderregelung geben.

Etwas Anderes gilt für freiwillig Versicherte. Diese beziehen im Krankheitsfalle ein Krankentagegeld einer Privatversicherung.In den meisten Bedingungswerken dieser Gesellschaften ist vorgesehen, dass bei einer Krankheitsdauer von 42 Wochen geprüft werden muss, ob eine Berufs- und/oder eine Erwerbsunfähigkeitsrente beantragt werden muss.

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Kommentar von wasserschlange
25.12.2015, 09:07

Hallo kurze Berichtigung, die Kasse zahlt längstens 78 Wochen inkl. Lohnfortzahlung. 

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Hallo Frau Stressfrei, turnmami hat vollkommen Recht mit ihrem Beitrag. Da das Widerspruchsrecht eingeschrängt ist, mußt du innerhalb einer Frist (ich glaube es waren acht Wochen ) einen Rentenantrag stellen. Dies kann auch die Agentur für Arbeit von dir verlangen.

Alles Gute


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Kommentar von FrauStressfrei
24.12.2015, 14:51

Ich will aber keinen Rentenantrag stellen! Ich will arbeiten! Ich habe auf keinen Fall das Gefühl, ich könne nicht ins Berufsleben zurück. Ich bin gerade mal 6 Monate krankgeschrieben!

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Kommentar von FrauStressfrei
24.12.2015, 15:17

Und mit der Agentur für Arbeit hab ich nichts zu tun. Ich habe einen Arbeitsplatz und mein Leben lang noch kein Arbeitslosengeld erhalten.

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