Frage von ghostgate, 51

Kann die Krankenkasse Säumnisgebühr bei einer rückwirkend abgeschlossener Versicherung verlangen?

Ich wurde für 4 Monate aus der Familienversicherung rückwirkend ausgeschlossen und studentisch versichert. Nach diesen 4 Monaten bin ich wieder familienversichert. Darf die Krankenkasse für diese 4 Monate Säumnisgebühr verlangen, wenn die studentische Versicherung rückwirkend getätigt wurde und ich somit nicht mal theoretisch eine Chance hatte, die Beiträge während der 4 Monate zu bezahlen. Außerdem verlangt die Krankenkasse eine Mahngebühr und möchte nach 7 Tagen, wenn ich nicht bezahle, ein Vollstreckungsverfahren einleiten. Vorher gab es keine Aufforderung zur Zahlung. Darf sie das?

Antwort
von DerHans, 36

Dass in Deutschland allgemeine Krankenversicherungspflicht besteht ist mittlerweile jedem bekannt.

Du warst selbst verpflichtet, dich um die ausreichende Versicherung zu bemühen.

Wenn du das nicht tust, sind Säumnisgebühren vollkommen in Ordnung. Wenn du dich gegen die Einziehung wehrst, wird das nur teurer.

Das einzige was du tun kannst, ist schnellst möglich eine Ratenzahlung zu vereinbaren, und diese dann auch einzuhalten.

Kommentar von ghostgate ,

Nja, sobald ich aus der Familienversicherung ausgeschlossen wurde, habe ich sofort mit der Bearbeiterin einen Antrag auf studentische Versicherung in dem Zeitraum gestellt, der gewilligt wurde. Mehr als das konnte ich nicht tun. Wenn ich erst Januar 2016 für Mai bis Oktober 2015 aus der Familienversicherung ausgeschlossen werde, wie kann man für Mai bis Januar Säumnisgebühr verlangen?

Kommentar von DerHans ,

Deswegen ist es ja wichtig, dich UMGEHEND mit dieser Sachbearbeiterin in Verbindung zu setzen. Der jetzige Bescheid ist sicher von einer ganz anderen Abteilung erlassen worden.

Kommentar von ghostgate ,

Das wurde er in der Tat. Vielen Dank für die Antwort, ich werde denn da anrufen oder selbst hingehen.

Antwort
von Kunterbunt23, 35

Ich wurde für 4 Monate aus der Familienversicherung rückwirkend ausgeschlossen und studentisch versichert.

Wenn Du das weißt, bist Du also darüber unterrichtet worden.

Darf die Krankenkasse für diese 4 Monate Säumnisgebühr verlangen, wenn die studentische Versicherung rückwirkend getätigt wurde

Ja, wenn die Beiträge dafür nicht oder verspätet, also nach 10 Tagen nach Beitragsbescheid, bezahlt wurden.

Außerdem verlangt die Krankenkasse eine Mahngebühr

Wenn Du eine Mahnung erhalten hast vollkommen normal, diese Gebühr zu erheben. Durch das Erstellen der Mahnung sind Arbeitzeit und Kosten für die KK entstanden, für die Du nun aufkommen musst.

und möchte nach 7 Tagen, wenn ich nicht bezahle, ein Vollstreckungsverfahren einleiten.

Gesetzliche Vorgabe. Die Fristen sind vollkommen in Ordnung. SV-Beiträge werden nun mal so schnell vollstreckt.

Vorher gab es keine Aufforderung zur Zahlung.

Siehe oben mein erstes Zitat von Dir. Gerne hier nochmal:

Ich wurde für 4 Monate aus der Familienversicherung rückwirkend ausgeschlossen und studentisch versichert.

Wenn Du das weißt, bist Du also darüber unterrichtet worden.

Darf sie das?

Das darf die KK nicht, das muss sie sogar. Steht im SGB V.

Kommentar von ghostgate ,

Danke für die Antwort. Zum Beispiel wurde ich am 10 Januar 2016 in dem Zeiraum Mai-September 2015 aus der Familienversicherung ausgeschlossen und studentisch versichert (ich musste rückwirkend einen Antrag stellen). Es kam ein Brief, ich soll ein SEPA-Lastschriftverfahren unterschreiben, eine konkrete Summe, die ich zahlen muss gab es nicht. Ich bat um eine konkrete Summe und eine Ratenzahlung per Überweisung. Am 18. Januar wurde der Brief geschrieben, in dem die Kosten standen. Ich wurde nach der Steuernummer und einem angemessenen Zahlungsvorschlag gebeten, was ich auch tat. Plötzlich, 26. Januar, der letzte Brief mit Mahngebühr und Säumnisgebühr für Mai 2015 bis jetzt. Ändert das deine Antwort? Vielen Dank

Kommentar von DerHans ,

vom 18. - 26. Januar haben sich offensichtlich die Informationen überkreuzt. Das kannst du in einem persönlichen Gespräch erledigen

Kommentar von Kunterbunt23 ,

In dem Schreiben, in dem das SEPA-Lastschriftmandat drinnen war, war da auch ein Schreiben, in dem drinnen stand, von wann (gegebenenfalls auch bis wann) Du als Student selbst versichert warst? Wenn ja, müsste da auch drinnen stehen, wie hoch ein Monatsbeitrag ist. Eine extra Rechnung gibt es nicht.

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