Falls ja wie kann sowas funktionieren?

Nein, wenn die Tasche leer ist, ist sie leer, aber sie kann sich Geld leihen, um es weiterzuverleihen, über festverzinsliche Wertpapiere, Sparprodukte und von anderen Banken, sowie von der EZB.
Im Zahlungsverkehr und Liquiditätsmanagement der Banken gibt es dann sogar Kredite, die nur ein paar Stunden laufen.

wenn du ungedeckte Schecks verteilst, tust du nichts anderes. derjenige, der den Scheck als Betahlung annimmt, erfährt ja erst später von seiner Bank, dass du gar kein geld auf dem konto hast -und da die Banker ja alle höchst vertrauenswürdige leute sind, werden da luftnummern geschoben, die dann auch mal platzen können, da hat unsere bankenaufsicht ein nickerchen zu viel gehalten
die können noch ganz andere sachen! zum beispiel die weltwirtschaft ruinieren!
Ja - dies nennt sich Geldschöpfung.
Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Kunden einer Bank nur einen Teil ihrer Sichteinlagen verfügen - dieser Teil muss als Barreserve gehalten werden und ein zusätzlicher Teil bei der Notenbank entsprechend hinterlegt werden.
Den Rest - die sogenannte Überschussreserve - kann die Bank nutzen um weiter Kredite auszugeben. Je nach Rating des Kreditnehmers muss aber nur eine Teil der Kreditsumme auch wirklich vorhanden sein.

ich bin kein Banker deshalb beantworte ich Deine Frage zunächst mal mit einem klaren Nein! Ich kann doch nur Geld Verleihen das ich auch selber habe, das ist für mein Selbstverständnis gesundes Geschäftsgebaren! Die Banker leihen sich allerdings bei Aussichten auf gute Geschäfte ihre benötigten Gelder bei anderen Banken. Diese Praktiken führten aus meiner Sicht schließlich zur augenblicklichen, weltweiten Finanzkrise, weil Bankmanager bei erfolgversprechenden Geschäften zunehmend mit fiktiven Werten (mangelnde Übereinstimmung mit der Realität) handelten. Solche aus grenzenloser Habgier resultierenden Aktivitäten lösten auch schon 1929 die Weltwirtschaftskrise aus!
Die Banken können sich Geld bei der Zentralbank leihen und zwar in einem festen Verhältnis zu Eigenkapital und zu Einlagen. Eine Bank kann ein vielfaches des eigenen Eigenkapitals leihen.
Der Kurs, für den die Banken leihen können, wird als Leitzins bezeichnet und ist im Moment historisch tief. Die Zentralbank möchte damit Anreize für Verbraucher setzten, Geld auszugeben und Waren zu kaufen. Leider haben viele Banken diesen Vorteil nicht weitergegeben und mit der Zinsdifferenz die Kassen gefüllt.
Ja, weil das Bankensystem nur zu 10 % mit echtem Zentralbankgeld gesichert ist.
Alle Zentralbanken der Welt funktionieren nach dem selben Zinseszins Schema, wie dies funktioniert siehst du ganz untern:
Der Leitzins ist eine Richtlinie zu welchem Zinssatz echtes Geld, also Zentralbankgeld, den Geschäftsbanken zur Verfügung gestellt wird. Dazu brauchen sie refinanzierungsfähige Aktiva.
Das meiste Geld wird aber sowieso von den Geschäftsbanken herausgegenben und nicht von den Zentralbanken, Zentralbankgeld ist nur die Mindestreserve der Banken, 90 % ist ungedecktes Giralgeld.
Wie unser (Zentral-)Bankensystem funktioniert und wieso nur mehr 10 % echtes Geld im Umlauf ist, (der Rest ist Giralgeld (90%) welches von Geschäftsbanken wie Deutsche Bank, Uni Credit´, usw... herausgegeben wird, dieses virtuelle Geld kann nicht abgehoben werden und auch nicht zu einer anderen Bank transferiert werden!!!)
BERND SENF, geboren 1944, lehrte von 1973 bis März 2009 als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule für Wirtschaft (FHW) Berlin. Seit April 2009 ist er nur noch frei schaffend tätig – mit Vorträgen, Seminaren, Workshops, Veröffentlichungen und der Begleitung zukunftsweisender Projekte. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der allgemeinverständlichen Vermittlung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Zusammenhänge. Sein besonderes Interesse gilt einem tieferen Verständnis lebendiger Prozesse und ihrem Verhältnis zur herrschenden Wissenschaft, Ökonomie, Technologie und Moral.
Einfach auf Videos klicken und anschauen, ist ein einfacher und aufschlussreicher Vortrag:
Nun wenn die Bank von Kunda a 100 Euro Einnahmen hat und von Bank B 6 Mio Euro leiht. Kann die Bank dann wohl einen Kredit von 600 Euro geben obwohl sie nur 100 Euro Einnahmen hat?
Letztlich handelt es sich ja trotzdem um geliehenes Geld, egal ob es von einem Privatkunden oder von einer anderen Bank stammt. Entscheidend sind dann die Absicherungsregelungen, dass z.B. nur ein bestimmter niedriger Prozentsatz der Einlagen auf Tagesgeldkonten langfristig z.B. an Baufinanzierungs-Kunden verliehen werden darf. Und während der andere Teil aus langfristigen Einlagen stammt, z.B. Sparbriefen, muss die Bank immer auch ihre Liquidität im Blick haben, damit die Überweisungen ihrer Kunden und der eigene Schuldendienst auch abgedeckt sind.
dh wenn die Bank 1000 € bekommt muss sie zB 100€ als sicherheit behalten und darf 900€ weiterverleichen?