Frage von scorpionking999, 90

Kann die AOK rückwirkend Geld verlangen, wenn ich als Student mehr verdient habe als angegeben, jedoch weiterhin unter dem Grundfreibetrag lag?

In meinem Fall handelte es sich um eine selbstständige Tätigkeit. Der Betrag lag weiterhin unter der Grundfreibetragsgrenze. Macht das dann einen Unterschied bezüglich des Krankenkassenbeitrages, oder ist das nicht weiter tragisch? Falls doch, wie viel muss ich zurückzahlen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Apolon, 71

Studenten sind doch in der KVdS krankenversichert, mtl. Beitrag von ca. 85 €. 

Maßgebend ist, dass sie nicht mehr als 20 Stunden die Woche arbeiten.

Wie hoch das Einkommen ist, spielt keine Rolle.

Daher verstehe ich deine Frage nicht.

Kommentar von sassenach4u ,

Aber nur, wenn sie keinen Anspruch auf kostenfreie Familienversicherung mehr haben- und genau darum geht es hier doch!

 

Kommentar von Apolon ,

Wie kommst du denn auf diese Idee.

Nein - denn der Student ist selbständig und hat Einkünfte, also kann er nicht mehr in der Familienversicherung der Eltern mitversichert sein.

Lies dir die Frage noch einmal durch.

Kommentar von scorpionking999 ,

Danke für die Antwort. Im Durchschnitt gerechnet habe ich nicht mehr als 20 Stunden pro Woche gearbeitet. Habe gelesen, dass ich nur nicht mehr als 26 Wochen im Beschäftigungsjahr mehr als 20 Stunden die Woche verdienen darf oder nur in der Vorlesungsfreien Zeit über die 20 Std. die Woche kommen darf. Ist das richtig? 

Kommentar von Apolon ,

Die Informationen die mir zu diesem Thema vorliegen, sind etwas widersprüchlich.

in der Vorlesungsfreien Zeit, wie z.B. Feiertage und Wochenende, bzw. Semesterferien darf man insgesamt die 20 Std. Woche überschreiten.

Allerdings finde ich noch eine weitere Information, dass man insgesamt 182 Kalendertage nicht überschreiten darf.

Du solltest dir vielleicht mal nachfolgende Broschüre bei der AOK bestellen - da sind einige Beispiele aufgeführt:

https://www.aok-business.de/rheinland-pfalz-saarland/medien/broschueren/brochure...

Antwort
von kevin1905, 54

Vielleicht erzählst du erstmal wie du aktuell krankenversichert bist:

  • Familienversicherung
  • KVdS
  • eine andere Form?

Der Grundfreibetrag ist ein Begriff aus dem Einkommensteuergesetz. Er findet im Bezug auf die Krankenversicherung keine Anwendung.

Ansonsten müsste ich hier einen 6 Seiten Roman abfassen, der jede Eventualität beinhaltet. Hab ich erhlich gesagt nicht so Bock zu.

Antwort
von sassenach4u, 40

Du hast über dem Freibetrag für die kostenfreie Familienversicherung von 405,--Euro verdient.

Damit bist du aus der Familienversicherung auch rückwirkend raus und musst dich, auch für die zurückliegende Zeit als Student selbst versichern. Beitrag für Studenten bei ca. 83,-- Euro/ Monat. Den Rest kannst du selbst ausrechnen.

Antwort
von Helmuthk, 54

Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer hat gar nichts mit den Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung zu tun.

Du kannst Dir die Mehrbeiträge doch ganz einfach selbst ausrechen:

Du kennst den Beitragsatz der AOK.

Den wendest Du auf Deine Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit an, und gut ist es.

Antwort
von wurzlsepp668, 59

Der Grundfreibetrag interessiert die Krankenkasse schon mal überhaupt nicht, da dieser Steuerrecht ist ....

ich gehe davon aus, dass Du bisher weiterhin Familienversichert warst. Bei Familienversicherung darf der Verdienst pro Monat 405 €  bzw. bei Minijob 450 € nicht übersteigen.

übersteigt der Verdienst diese Grenzen, dann fällt die kostenlose Familenversicherung weg und der Student "darf" sich selber versichern.

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