Frage von krizzelol, 86

Kann der Vater in diesem Fall das Sorgerecht bekommen?

Mutter (M) Vater (V) Sohn, 8 (S) Tochter, 16 (T)

Also, V erfährt im Dezember 2013, dass ihn seine Frau mit einem anderen Mann betrügt. Da er noch Hoffnung hat, verlässt er sie nicht und versucht die Beziehung aufrecht zu erhalten. Die Frau munkelt eine Einverständnis und so geht es einige Jahre weiter. In diesen Jahren stellt sich heraus, dass die Frau das Verhältnis zu ihrem Freund nicht beendet hat und sich weiterhin mit ihm trifft. Der Mann will sich von seiner Frau trennen, schafft es aber nicht. Zuerst war der Grund die Bindung zwischen den beiden und die Gefühle vom Mann. Dann hatte der Mann aber einen Arbeitsunfall und verlor fast seine linke Hand. Er ist nun Arbeitslos, erhält jedoch eine Rente und es besteht die Chance auf einen Job. In den Jahren bauten sich immer mehr Spannungen zwischen den beiden auf und es kommt zu Streits und Handgreiflichkeiten, bei denen die Frau den Mann eindeutig provoziert hat. Es stellt sich ebenfalls heraus, dass die Frau schwarz arbeitet und das Konto der T unterschrieben hat und es dafür benutzt. Dem Vater wird es irgendwann zu viel und er möchte ausziehen - mit seinen beiden Kindern. Beide Kinder wollen auch mit ihm ausziehen. Die Frau möchte das aber nicht. Immer wenn dieses Thema angesprochen wird, wird die M aggressiv oder abweisend und es ist nicht möglich, ein richtiges Gespräch mit ihr zu führen. Zudem droht die Mutter damit, dass die Kinder auf jeden Fall mit ihr wohnen werden und dass sie ihren Mann ruinieren wird. Der Mann kann auch nicht einfach so ausziehen, weil er weiß, dass es dann Stress mit der Frau gibt und sie herumschreien wird. Er möchte zum Gericht, da er aber Angst hat, er könnte das Sorgerecht für seinen Sohn nicht bekommen, tut er es nicht. Der Sohn ist sich zu hundert Prozent sicher, dass er mit seinem Vater wohnen will und seine ältere Schwester ebenfalls. Zudem hat die Mutter, ohne die Kinder in Kenntnis zu setzten, einen Urlaub mit ihnen geplant und bereits bezahlt. Die Kinder wollen aber nicht mitkommen, doch wenn sie das ihrer Mutter sagen würden, würde diese ausrasten und schreien, dass sie sowieso mitkommen würden, da sie nicht anders könnten. Nun ist die Frage, wie hoch die Chance des Vaters ist, das Sorgerecht zu bekommen und ob die Kinder mit in den Urlaub müssen?

Antwort
von Mieze1231, 30

Die Eltern haben das gemeinsame Sorgerecht. Und das wird in der Regel auch nach Trennung und Auszug so bleiben!

Aber: können sich die Eltern nicht einigen, entscheidet ein Gericht, wer das alleinige Aufenthaltabestimmungsrecht bekommt.

Dort stehen die Chancen des Vaters gut, da beide Kinder bei ihm wohnen wollen und diese angehört werden. Wenn er auch sonst geeignet scheint und die Mutter nicht deutlich besser für die Kinder sorgen kann, dann bekommt der Vater die Kinder. Dieser Psychoterror wird jedenfalls negativ für sie gewertet. Es klang aber so, dass der Vater handgreiflich wurde? Egal ob Mutter provoziert hat oder nicht geht das natürlich gar nicht! Der Vater sollte schnell was an der Situation ändern!

Also lieber Vater schlucke deine Ängste mal bitte runter und kümmere dich um deine Kinder. Gehe zum Jugendamt und nehme dir einen Anwalt und gehe vor Gericht. Wenn du nicht handelst schadet es den Kindern doch nur noch mehr!

Antwort
von haufenzeugs, 15

der vater kann jederzeit ausziehen. wenn die mutter es verbietet, kann er die kinder jedoch nicht mitnehmen. gegen den auszug der tochter kann die mutter nicht viel unternehmen, dass kind ist 16 und es hindert diese keiner mehr sich dem vater anzuschließen beim auszug.

was anderes ist es beim 8 jährigen kind. dies hat keine eigene meinung zum auszug. es ist für eigene entscheidungen dieser größenordnungen einfach zu jung. er wird alles sagen was der jeweilige elternteil gerne hören möchte.

wenn der vater also die trennung möchte, sollte er diese sache im verborgenen vorbereiten und sich ausgibig beraten lassen darüber, vor allem von einem anwalt für familienrecht. am günstigsten wäre es der mutter nahe zu legen und sie aufzufordern auszuziehen. da die kinder beide nicht mitgehen wollen, ist es hier wichtig, dass der vater in der ehelichen wohnung verbleibt, denn dann darf die mutter die kinder gegen seinen willen nicht mitnehmen.

weiterhin, sollte die schwarzarbeit der mutter gemeldet werden an die dafür zuständige stelle. den bezug des kontos der tochter sollte dahingehend gesperrt werden für die mutter. dazu kann man sich ebenfalls beraten lassen und sollte das auch.

wichtig: für alle unterlagen stück für stück kopien erstellen und die dokumente aus dem haus bringen (versicherungen, lebensversicherungen, renten, geburtsurkunden, ausweise der kinder, rentenunterlagen, dokumente über konten- anlagen und sparbücher/konten etc.) alles bei guten freunden deponieren, zudenen der vater absolutes vertrauen hat oder bei den eigenen eltern etc.

vati darf sich nicht mehr provozieren lassen, die mutter nicht schlagen oder beschimpfen. sollten situationen eskalieren, dann die polizei mit ins boot holen um die gewalt der mutter zu dokumentieren und konsequent anzeigen.

erster schritt ist also den anwalt für familienrecht des vertrauens aufzusuchen. bei geringem einkommen kann sich vati beratungshilfe beantragen. formulare und unterlagen dazu findet er beim zuständigen amtsgericht. für diese wichtige post und andere sachen, vielleicht auch ein postfach involvieren, wo die post dann eingeht oder der briefkasten zu händen des guten freundes oder der eigenen eltern.

Antwort
von rasperling1, 8

Solange Ihr beide das gemeinsame Sorgerecht habt, darf keiner gegen den Willen des anderen Elternteils handeln, d.h. Deine Frau darf die Kinder nicht gegen Deinen Willen mit Urlaub nehmen, und Du darfst sie nicht gegen den Willen der Mutter beim Auszug "mitnehmen". Wenn einer der Eltern in diesem Fall trotzdem seinen Willen durchsetzen will, so geht das nur mit Hilfe des Familiengerichts. Dort kann man entweder den Antrag stellen, das alleinige Sorgerecht zu bekommen, oder man kann beantragen, dass einem das Alleinbestimmungsrecht in einer bestimmten Angelegenheit übertragen wird. So könnte z.B. Deine Frau beantragen, ihr das Bestimmungsrecht für den Urlaub zu übertragen. Du könntest umgekehrt beantragen, Dir das so genannte Aufenthaltsbestimmungsrecht zu übertragen, also das Recht zu bestimmen, wo die Kinder leben. Es ist einfacher, nur einen solchen Teilbereich zu beantragen, als direkt das gesamte Sorgerecht. Denn das Sorgerecht insgesamt wird nur übertragen, wenn es mit der gemeinsamen Sorge überhaupt nicht klappt, also auf allen wichtigen Gebieten. Wenn Du die Chancen wahren willst, dass die Kinder bei Dir leben dürfen, solltest Du auf keinen Fall ohne die Kinder ausziehen. Denn wenn Du erst mal ohne Kinder ausgezogen bist, stehen die Chancen relativ schlecht, dass ein Gericht eine Änderung der Situation anordnet. Ich würde dir deshalb folgendes Vorgehen raten: 1. Du ziehst mit den Kindern zusammen aus. Zwar ist das wie gesagt eigentlich gar nicht erlaubt, aber so kannst Du Fakten schaffen, die zu Deinen Gunsten sind. 2. Sofort nach dem Umzug - am besten am selben Tag - stellst Du beim Familiengericht einen Antrag, Dir für beide Kinder das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu übertragen. Dabei schilderst Du ausführlich die Situation. Diuese Verfahren bietet sich an, weil Richter erfahrungsgemäß davor zurückschrecken, eine bestehende Situation kurzfristig zu ändern (es se denn, die Situation wäre offensichtlich untragbar). Du hast aso gute Chancen, dass die Kinder erst einmal bei Dir bleiben, bis die Sache geklärt ist. Die Klärung dauert dann locker mehrere Monate, während derer die Kinder weiter bei Dir leben. So verfestigt sich die Situation, die man später ohne triftigen Grund nicht mehr abändern wird. Dazu solltest aber sofort nach dem Umzug auch mit dem Jugendamt Kontakt aufnehmen.

Antwort
von mirolPirol, 36

Zunächst mal haben beide Eltern das Sorgerecht. Kein Gericht wird dem Vater das Sorgerecht oder gar das Umgangsrecht entziehen, solange er seine Kinder wie ein Vater behandelt.
Es wird auch nicht allein die Meinung von Vater und Mutter gehört - die Kinder sind alt genug, auch ihre Sicht der Dinge zu berücksichtigen. Der Papa ist sicher ein guter Vater, aber leider ein Weichei. Er soll sich endlich trennen und für seine Kinder da sein.

Antwort
von Kandahar, 30

Bitte, hol dir so schnell es geht Hilfe vom Jugendamt. Dieser Zustand muss so schnell wie möglich abgestellt werden!

Ein so zerrüttetes Familienleben macht Kinderseelen kaputt. Egal wie es am Ende ausgeht. Für die Kinder ist es besser nur mit einem Elternteil zusammen zu leben, als permanent diesen Spannungen ausgesetzt zu sein.

Für den Elternteil, der nicht mit den Kindern zusammen lebt, sind die Kinder ja nicht aus der Welt. Er/Sie wird sie weiterhin sehen können.

Normalerweise bleibt es im Trennungsfall beim gemeinsamen Sorgerecht, sofern es keine trifftigen Gründe gibt, einem Elternteil dieses zu entziehen. Das wäre z.B. bei einer Kindswohlgefährdung der Fall.

Aber so wie sich die Lage bei euch darstellt, gefährdet ihr beide gleichermaßen mit eurem Verhalten das Kindeswohl.

Benehmt euch wie erwachsene, vernunftbegabte Menschen. Bei allen Kränkungen, die da gelaufen sind, es wird nichts besser, wenn ihr euren Krieg weiterhin auf dem Rücken der Kinder austragt!

Antwort
von Susii01, 16

Im grunde stehen die chancen sogar gut das die kinder zum vater ziehen können. Die kinder haben dabei sogar ein recht großes Mitspracherecht.

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