Kann der Stoffwechsel wirklich einschlafen?

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6 Antworten

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Dein Grundumsatz beträgt mehr! Ich hab mal ausgerechnet, mitttels der Benedict-Harris Formel. Die ist recht genau. Die genaueste ist im Labor, aber mit der Benedict formel kann man es sehr gut berechnen mit Toleranz eben. So kann man ein Defizit von 400 mit der Ernährung ausführen und ist auf einer gesunden Ausführung.Dein Leistungsumsatz musst Du zusätzlich errechnen und addieren. Je nach tagesablauf kann er stark variieren.An Krafttrainingstagen sind dann 300kcal mehr drin. Am Tag danach, sollte man sich deutlich weniger bewegen ohne Sport, muss man die Kalorienaufnahme reduzieren beim Fettabbau.Beim Masseaufbau wäre es egal, dann man sowieso im Überschuss bleiben muss.Wenn der Stoffwechsel auf Sparflamme läuft, ist der ganze Stoffwechsel verlangsamt, demzufolge nimmt man dann zu, wenn man z.b. an einem Tag seinen Grundumsatz zu sich nimmt. Das ist als Jojo Effekt bekannt. Ich rate meinen Klienten, den Grundumsatz nicht zu unterschreiten plus mindesten 200kcal mehr um nicht in den Reduktionstoffwechsel zu kommen. Der Körper kann schnell umstellen wenn das Signal eintrifft, dass zu deutlich zu wenig Energie aufgenommen wurde. Allerdings kann der Körper, wenn man ein paar Tage sich darin befindet, nicht auf "Normalbetrieb" umstellen ohne Reserven anzusetzen.Die Kalorien müssen langsam täglich erhöht werden um den Grundumsatz zu erreichen, und den Leistungsumsatz zusätzlich. Der Zeitraum ist abhängig wie hoch der Defizit zum Grundumsatz beträgt, um nicht Fett anzusetzen sollte man täglich 10-30kcal steigern, erste Woche 10, 2. 20...Man muss aber unbedingt vermeiden auf diese Art Gewicht zu verlieren, im Reduktionsstoffwechsel, wird Muskelmasse bevorzugt abgebaut, wegen dem Energiemangel. Muskelprotein steh dem Körper schneller zur Verfügung als Fett für Energie. Muskeln wiegen mehr als Fett, deswegen Gewichtsverlust auch beim hungern. Man wird "Skinny Fat"Was allerding im Sparmodus dem Muskelabbau nicht sonderlich entgegenwirkt ist Krafttraining, denn das verbraucht Energie, im Kraftsport braucht der Körper sofort viel Energie um die Gewichte zu bewältigen, Muskelmasse wird abgebaut an den nicht trainierten Muskeln....würde man gesund Fett verlieren, würde man Definierter, vaskulärer wirken..also die Adern zeichnen sich ab, weil das Fett unter der Haut verschwindet.Und das geht nur wenn man vom Gesamtkalorienumsatz (Grund + Leistungumsatz) max. 500kcal abzieht als Defizit. Und mit der Benedict Harris Formel funktioniert das wunderbar. Kann ich selbst um von Klienten bestätigen. Allerdings solltest Du auch das entsprechende Wissen besitzen, welche Lebensmittel man essen sollt, und was der Körper braucht.^^das ist der Hintergrund des allseits bekannten "Jojo Effektes"Und die meisten Menschen wissen das nicht so detailiert. Deswegen machen eben viele den Fehler, viel Ausdauersport und dann wenig essen oder nur Salat.Zusatzlich machen sie Kraftsport und im Anschluss noch halbe Stunde oder mehr Crosstrainer...sieht man bei den meisten Frauen in den Studios.Und viele sind immer unzudrieden oder frustriert und fragen warum sie nix abnehmen, oder abnehmen und wieder zunehmen.Man muss wissen wie der Körper funktioniert, sich mit Ernährung und Lebensmittel beschäftigen. Dazu kontrolliert Sport und Bewegung. So kann man am effektivsten abnehmen. Und auch auf Körpersignale achten, wenn man Ernährung umstellt, kann anfänglich oft mal Unwohlsein aufkommen, manch einer verträgt auch gewisse Lebensmittel nicht. Das muss alles bewusst sein.

die Benedict Harris Formel kopiere ich in einen Kommentar hier drunter

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Kommentar von HerrEichhorst50
18.11.2015, 13:02

dort steht die Formel.

Dein Bedarf habe ich aber selbst anhand Deiner Angaben errechnet, und nicht diesen Rechner benutzt! Kannst ja mal vergleichen.

Dein Grundumsatz beträgt 1437 kcal

Dein Leistungsumsatz kannste nun selbst berechnen.

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"Eingeschlafener" Stoffwechsel ist missverständlich ausgedrückt. Es ist ein Sparprogramm, das vom Körper eingestellt wird, um während einer (simulierten) Nahrungsknappheit das langfristige Überleben zu garantieren. Dabei wartet der Körper sicherlich nicht, bis die Reserven bereits verbraucht sind, sondern er versucht mit diesen so lange wie möglich auszuharren. Deswegen ist es dummes Geschwätz zu behaupten, es würde nur bei bereits schlanken Menschen vorkommen... Während und nach einer Nahrungsknappheit wird der Körper jede zugeführte Kalorie erstrecht in die Reserve stecken wollen, um die Reserve nach bester Möglichkeit weiter auszubauen. Die Evolution hat den Fall noch nie gehabt, dass über mehrere Generationen hinweg Nahrung so leicht zu beschaffen ist. Der Körper kennt daher nur alte Programme, die über Millionen von Jahren hinweg das Überleben von unzähligen Lebewesen gesichert hat!

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Schauen wir uns die Funktionsweise des menschlichen Körpers an.

Damit dieser aktiv sein kann, benötigt er Energie. Ohne die ist er nicht lebensfähig.

Muskelaufbau kann nur derjenige betreiben, der dem Körper ausreichend Energie dafür zuführt.

Das ist vergleichbar mir einem Motor, der nur dann richtig läuft, wenn er genügend Treibstoff bekommt.

Stoffwechselprozesse finden ausschließlich in der Muskulatur statt.

Daher haben all jene schlechte Karten, die abnehmen wollen, ohne über ausreichend Musulatur zu verfügen und meinen mit irgendwelchen Mitttelchen das Ziel erreichen zu können.

In dem Moment, wo ich mit irgendwelchen Mittelchen den Körper lediglich in eine Mangelsituation bringe, passt sich der Körper an und fährt seinen Stoffwechsel weiter runter.

Das geht aber nur eine Weile gut, da irgendwann ein kritischer Punkt erreicht wird, wo sich der Körper zurückholt, was er benötigt (Eßattacke).

Da aber der Körper nun gelernt hat, mit einem niedrigen Stoffwechsel zu arbeiten, legt man mehr an Gewicht zu als einem lieb ist.

Wer also nachhaltig abnehmen will, führt also der Weg über einen gesteigerten Stoffwechsel.

Muskeln - haben wir gelernt - sind stoffwechselaktiv. Also je mehr desto besser. Viel Muskulatur bedeutet auch einen erhöhten Ruheumsatz !

Befürchtungen, dass man aus dem Leim geht sind eher unbegründet, da Muskulatur eine höhere Dichte hat als Fettgewebe.

http://www.marathonfitness.de/10-kilo-abnehmen-in-4-wochen/

Ich persönlich habe zu keinem Zeitpunkt Kalorien gezählt und konnte dennoch 17 kg einfach wegtrainieren mit einem Mix aus 85 % Ausdauer und 15 % Kraft.

Im Ergebnis habe ich nun eine deutlich bessere Körperkomposition (Relation Körperfettanteil zu Muskelmasse) - und nur darauf kommt es an -, was auch optisch was her macht.

Günter

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Kommentar von Delightone
18.11.2015, 11:39

Es ist ja nicht so, dass ich irgendwelche Mittelchen zu mir nehme.

Ich ernähre mich ganz normal und gesund. Viel Gemüse, wodruch ich eben eine gerigne Kalorienaufnahme habe. Aber ich bin immer satt. Und selbst wenn ich nicht satt bin, esse ich dann an einem Tag etwas mehr.

Einmal die Woche erlaube ich mir auch mal etwas, was ich sehr gerne esse, ohne gleich den ganzen Tag zu Fressen.

So sollte doch durch das Kraftrainig der Muskel erhalten bleiben, oder nicht? Da ich ja der Abnahme an den Muskeln so entgegenwirke?

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Muskeln brauchen Energie. Führt man zu wenig Energie zu, baut der Körper Muskeln ab, um Energie zu sparen. Dadurch wird der Grundumsatz verringert und das nennt man dann Hungerstoffwechsel (oder wie du es nennst, eingeschlafener Stoffwechsel).

Sport kann dem nicht entgegenwirken. Wie denn, es ist keine Energie da, um die Muskeln zu erhalten und mit Sport, aber keinem Ausgleich durch Kalorienzufuhr ist sogar noch weniger Energie da. Sport machts also noch schlimmer.

Das kannst du dir so vorstellen:

Dein Auto (Körper) braucht, wenn alles rund läuft, 5 Liter (Kalorien) für 100km (normaler Tag, ohne Sport). Du tankst aber nur 3 Liter (Diät) und erwartest, dass das Auto 130km (Sport) fährt.

Das geht nicht. Was nicht da ist, kann nicht genutzt werden, um Leistung zu bringen.

Dein Körper tut, was man auch beim Auto tun würde: Energiefressenden Ballast abwerfen. Beim Auto wären es zum Beispiel zusätzliche Autositze, bei deinem Körper sind es die Muskeln, da die selbst im Ruhezustand Energie verbrauchen.

Erst wenn an Muskeln nicht mehr gespart werden kann, wird ans Fett gegangen, um Energie zu gewinnen.

Aber, wenn man dann irgendwann wieder normal isst, fehlen die Muskeln, die die Energie verbrauchen, also wird alles überschüssige in die Fettpolster gesteckt, für den Fall, dass es demnächst wieder eine Hungersnot gibt.

Und das passiert völlig unabhängig davon, ob man dick ist oder dünn. Das ist einfach der Notmodus des Körpers, denn der weiß ja nicht, dass es gar keine Hungersnot ist.

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Kommentar von Delightone
18.11.2015, 11:35

Ja, ich verstehe sehr gut, was du meinst. Allerdings denke ich, dass ein Auto eine ungünstige Metapher ist.

Sagt man nicht Sport kurbelt den Stoffwechsel an?

Es geht nicht darum, dass ich erwarte 130km zu fahren. Nein ich tu's einfach, weil es geht und ich die Energie aufbringen kann. Und durch diese anstregende Zusatzleistung, hast du recht, verbrauche ich noch mehr Kalorien aber fördere gleichzeitig meine Muskeln. Wie gesagt, das kann man nicht mit einem Auto oder Benzin vergleichen, da das Benzin einfach da ist und man es nicht besser machen kann, wenn man es öfter benutzt. Aber mit den Muskeln ist es so, je mehr man die Muskeln belastet und benutzt, desot "besser" werden sie.

Würde ich kein Sport machen, würde ich verstehen, dass die Muskulatur zurück geht. Aber ich mache Sport und habe auch genug Energie, die ich fühle. Sonst wäre ich nich so fit für den Sport.

Es kann ja nicht sein, dass ich Sport mache, vorallem mal bezogen auf Kraftrraining, der ja eindeutig die Muskulatur unterstützt. Da kann ich doch nicht weiter an den Muskeln abnehmen? Bzw es würde sich höchstens ausgleichen, sodass sie erhalten bleiben.

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Nun sollte doch wegen dem großen Defizit (der sicher mehr als 500 Kalorien beträgt) nicht der Muskel "schrumpfen", da ich ja auch Krafttraining mache. Er sollte ja auch zusätzlich wachsen, da ich mich auch zusätzlich Eiweißreich und KH-arm ernähre,

Eine eiweißreiche Ernährung in Verbindung mit Krafttraining dient in der Diät rein dem Muskelerhalt. Ein weiteres Muskelwachstum ist in einem so starken Defizit nicht möglich.

Ich esse 1200 Kalorien +- 100. Mein Grundumsatz ist gedeckt. Nun dazu mache ich 2mal die Woche Krafttraining und 2 mal die Woche Ausdauer.

Man geht in der Diät (egal ob im Aufbau oder der Fettreduktion) nie vom Grundumsatz, sondern immer vom Leistungsumsatz aus! Der Grundumsatz ist rein die Energiemenge, die der Körper in völliger Ruhe zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen benötigt. Jede Bewegung im Alltag verbrennt Energie, d.h. wenn du nur den Grundumsatz als Basis nimmst, dann bist du täglich unter dem Kalorienminimum!

http://www.bodyrecomposition.com/fat-loss/how-to-estimate-maintenance-caloric-intake.html/

Hier findest du eine Grundlage für die Kalorienberechnung. Da ich deine Alltagsaktivität nicht beurteilen kann, würde ich bei einer Frau mit 31 Kalorien pro kg Körpergewicht als Ausgangsbasis der Erhaltungskalorien anfangen (bei einem guten Stoffwechsel eher sogar 33). Das wären bei 62kg Körpergewicht x 31kcal = 1922 Kalorien. Bei einer Fettreduktion ist ein guter Richtwert für das Defizit etwa 20%. Das wären also 1922kcal - 20% = ca. 1.540kcal. Tiefer würde ich nicht runter gehen und erstmal die Waage und das Spiegelbild im Auge behalten.

MfG
GRULEMUCK

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