Frage von mondeofahrer, 88

Kann der Opa eines Kindes dessen Taufpate werden?

Hallo!

Mein Sohn Bernd und seine Frau haben mir gestern mitgeteilt, dass sie Eltern werden und ich somit Opa. Ich bin ganz aus dem Häuschen, es ist auch mein erster Enkel (zumal Bernd mein einziges Kind ist)! Selten habe ich mich so gefreut!

Bernd eröffnete mir, er würde es sich mit seiner Frau sehr wünschen, dass ich der Taufpate des Kindes sein werde. Wir sind eine sehr kleine Familie.

Das würde ich selbstverständlich sehr gerne auch tun, doch wollte ich fragen, ob der Opa eines Kindes auch dessen Taufpate sein kann. Meist sind das ja Onkel oder Tanten, seltener auch Cousins oder Freunde der Familie.

Danke und Gruß, Joachim

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Step44, 56

Rein theortisch ist das möglich. Es gibt keine Altersgrenze oder verwandschaftliche Ausschlußkriterien für dieses Amt.

Jedoch solltest du bedenken, das du für das Kind zwei Rollen in einer Person  bist. Wenn das für dich in Ordnung ist und die Eltern das wünschen, dann ist es ok.

Kommentar von mondeofahrer ,

Ich danke Ihnen.

Grundsätzlich wäre das für mich in Ordnung.

Antwort
von Sabsi69, 25

Solange du getauft bist und noch in der Kirche bist, kannst du ohne weiteres Pate werden. Falls du aus der Kirche ausgetreten sein solltest, wärst du dann ein Taufzeuge.

Der Pate hat ja nun die Aufgabe in dem Fall einzuspringen, falls mit den Eltern was passiert. Das ist der eigentliche Gedanke hinter der Sache. Das das Patenkind im kirchlichem Sinne erzogen wird und der Pate das unterstützt.

Heute wird das aber nicht mehr so eng gesehen. Mein Opa war auch Pate bei mir. Allerdings ist das, was ein Kind sich am meisten wünscht, mehr Zeit mit seinem Paten zu verbringen, ein bischen den anderen Enkelkindern bevorzugt werden nicht so gewesen. Von meiner anderen Patentante bekam ich immer etwas mehr an Zuwendung, Zeit und Geschenke. Ehrlicherweise fand ich das toll.

Mein Opa hat mich allerdings wie jedes andere seiner Enkel behandelt und das fand ich als Kind total doof. Jetzt versteh ich das natürlich, aber als Kind möchte man eben gerne auch mal im Fordergrund stehen.

Antwort
von o0bellaAnna0o, 49

Kannst du bestimmt. Allerdings ist die Aufgabe des Paten, die elterliche Sorge zu übernehmen im Falle, dass die Eltern es nicht mehr können aus welchen Gründen auch immer. Da wäre doch eine Person im Alter der Eltern sinnvoll? Herzlichen Glückwunsch übrigens👶

Kommentar von mondeofahrer ,

Ich danke Ihnen!

Das ist auch mein Gedanke. Ich bin jetzt 61 Jahre alt. Aber jüngere Verwandte gibt es nicht, beziehungsweise ich bin fast der einzige Verwandte, der noch da ist.

Kommentar von o0bellaAnna0o ,

Es muss ja kein Verwandter sein. Aber meist ist die Patenschaft ohnehin nur symbolisch gemeint.

Kommentar von GroupieNo1 ,

Das ist doch sehr veraltet.
Nein ein Pate wird Gott sei dank nicht gleich sorgeberechtigt. Zuerst wird da jemand in der Familie gesucht.
Es gibt auch ein Gerichtsurteil, wo eine Patin gegen die Großeltern erst lange klagen musste um das Sorgerecht zu bekommen.
Nur wenn die Eltern es testamentarisch festgelegt haben, dass das Kind n den Paten geht, wird das Jugendamt diesen Wunsch zu erst berücksichtigen.
Aber dieses Amt des Paten gibt es schon lange nicht mehr.

Kommentar von o0bellaAnna0o ,

Schon klar, aber hier wollte niemand eine Grundsatzdiskussion starten. Sonst hätte ich persönlich darauf hingewiesen, wie sinnlos die Kindstaufe ist, und zwar sowohl aus weltlicher als auch aus biblischer Sicht.

Antwort
von AntwortMarkus, 52

Bei uns Katholiken kann jeder, der das heilige Sakrament der Firmung empfangen hat, Taufpate werden. Von jedem.

Kommentar von mondeofahrer ,

Ich danke Ihnen.

Antwort
von piadina, 31

Natürlich geht das. Aber sie sollten noch einen 2. Paten bestimmen, da das Amt des Paten auch beinhalten kann, das Kind (im Falle des Todes der Eltern) zu betreuen. Dafür wäre eine "Opa" auf Dauer nicht wirklich in der Lage.

Ansonsten "herzlichen Glückwunsch" zur Beförderung vom Vater, über den Schwiegervater nun zum Großvater.

Kommentar von mondeofahrer ,

Ich danke Ihnen sehr herzlich.

Genau das ist mein Einwand, denn ich bin dieses Jahr 61 Jahre alt geworden. Aber andererseits bin ich einer der wenigen lebenden Verwandten, es gibt lediglich noch meinen Bruder Jürgen, doch er hat mit der Familie nichts zu tun und kaum Verbindungen, sowie meinen 85 Jahre alten Onkel.

Kommentar von piadina ,

Aber sicher haben Dein Sohn und seine Frau doch Freunde, von denen jemand für dieses Amt in Frage kommt.

Kommentar von XC600 ,

das Amt des kirchlichen Taufpaten hat sowieso keine rechtliche Bedeutung sondern nur eine symbolische .......... wenn wirklich den Eltern etwas passieren sollte dann steht das Jugendamt hier  auf der Matte und kümmert sich um das Kind , es wird nicht einfach an irgendwelche Taufpaten übergeben die es dann großziehen müssen .......... zumindest wurde mir das mal so erklärt als ich selbst das Amt eines Taufpaten vor Jahren übernahm ....

Antwort
von diePest, 35

Ja, wenn du noch in der Kirche bist .. 

Die Frage ist nur, ob die Patenschaft die eigentliche "Bedeutung" haben soll .. oder nicht .. weil wenn ja, ist ein Opa nicht die beste Wahl .. sorry. 

Aber rein menschlich .. klar. 

Kommentar von mondeofahrer ,

Ich danke Ihnen.

Das ist dabei auch mein Gedanke. Ich bin jedoch ziemlich der einzige Verwandte, den es gibt. Es lebt noch ein Bruder von mir, der aber kaum Kontakte zur Familie hat sowie mein Onkel (85 Jahre). 

Kommentar von diePest ,

Es muss ja kein Verwandter sein! 

Ich persönlich finde es nicht gut, den Opa zu nehmen. Ein Opa ist etwas besonderes im Leben eines Kindes .. das alleine sollte reichen um ein inniges Verhältnis aufzubauen. 

Ein Pate ist noch ein bissl was anderes.. warum beides kombinieren und damit dem Kind einen anderen, besonderen Menschen in seinem Leben "nehmen"!?

Antwort
von josef050153, 12

Wenn du auch in der Kirche bist, ist das möglich. Meine Taufpatin war auch meine Tante.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten