Frage von MilchundHonig2, 113

Kann der Mann den bereits gezahlen Unterhaltbetrag für ein Kuckuckskind gerichtlich zurückfordern?

Wenn z.B. die Ex während der Beziehung fremdgegangen ist und ein Kind von einem anderen Mann bekommen und dem damaligen Freund als sein eigenes Kind dargestellt hat.

Antwort
von DFgen, 40

Wenn der Mann, der die Vaterschaft für das Kind anerkannt und entsprechend Unterhalt gezahlt hat, Zweifel an seiner Vaterschaft hegt, so hat er die Möglichkeit, innerhalb von zwei Jahren seine Vaterschaft anzufechten durch ein "Vaterschaftsanfechtungsklage".

Wird dabei festgestellt, dass er tatsächlich nicht der Vater ist (und dies offiziell bestätigt ..), kann der Mann Schadenersatz einfordern:

  • Dann könnte er den gezahlten Unterhalt vom tatsächlichen Vater zurückfordern - vorausgesetzt, der hat die Vaterschaft inzwischen anerkannt oder wurde gerichtlich als Vater festgestellt...
  • oder könnte auch Schadensersatzansprüche an die Kindsmutter stellen - wenn diese ihn bewusst im Glauben gelassen hat, dass er der Vater sei, obwohl sie es besser wusste.....
Antwort
von Buechsenravioli, 75

Ich vermute nicht da der Mann während der Schwangerschaft einen Vaterschaftstest hätte durchführen lassen können. Solange er auch auf dem Papier als Vater des Kindes eingetragen ist, ob biologisch, adoptiert oder wie auch immer, musser dafür aufkommen, er hat dieses Papier schliesslich auch unterschrieben. 

Aber vorsichtig sollte man schon sein denn mit einem guten Anwalt und Geschichten kann noch vieles gemacht werden

Kommentar von Menuett ,

Während der Schwangerschaft kann gesichert kein Vaterschaftstest durchgeführt werden.

Antwort
von BarbaraAndree, 77

Hier ein Link zu deiner Frage:

http://www.kanzlei-hasselbach.de/2013/kuckuckskinder-kein-rueckzahlungsanspruch-...

Antwort
von 1n1w1, 63

http://www.focus.de/finanzen/recht/tid-26863/kuckuckskinder-das-leiden-der-maenn...

Letzter Absatz:

Auch vom Kuckuckskind können Scheinväter in aller Regel kein Geld zurückverlangen. Das liegt zum einen daran, dass Unterhaltszahlungen überwiegend zur Deckung laufender Kosten geleistet werden und deshalb das Kind nicht bereichern. Und selbst andere Zuwendungen, wie etwa das monatliche Taschengeld oder Geburtstagsgeschenke, lassen sich im Normalfall nicht zurückfordern, da sie, so der Juristenjargon, auf Grund einer „sittlichen oder Anstandspflicht“ gewährt werden und deshalb nicht zurückgegeben werden müssen.

Kommentar von MilchundHonig2 ,

Kann die Mutter wegen Betrug angezeigt werden ?

Kommentar von 1n1w1 ,

Da bin ich überfragt, jedoch ich vermute wenn sie von Anfang wusste, dass das Kind nicht von dir war, sollte das gehen. Das währe dann Täuschung. 

Aber ebben ich kann dir da nicht weiterhelfen sorry.

Kommentar von fiwaldi ,

Ja, das kannst du, wenn du den "Zweitvater" vorsätzlich beschissen hast.

Hast du ihm das Kind untergejubelt, nur um ihn abzuzocken, obwohl dir klar war, dass es nichts sein Schuss war, freuen sich die Gerichte und Anwälte über Arbeit

Kommentar von Menuett ,

Vom Kind kann der Scheinvater gesichert nichts zurückfordern. Das wurde ja selbst betrogen.

Aber vom richtigen Vater und ggf. auch von der Mutter kann er Unterhalt zurückfordern.

Antwort
von ichweisnix, 4

Zunächstmal ist zu beachten, das eine bestehende Vaterschaft nur innerhalb einer extrem kurzen Frist von 2 Jahren ab Kenntnis der Umstände die gegen die Vaterschaft sprechen gerichtlich angefochten werden kann. Ist die Frist verstrichen wird das Unrecht manifestiert.

Zurückfordern kann man den Unterhalt nicht, da er in der Regel verbraucht ist. Bisher besteht allerdings die Möglichkeit den tatsächlichen Vater in Regress zu nehmen. Die Bundesregierung plant aber ein Gesetz zur Manifestierung des Unrechts, nach den ein Regress dann nur noch extrem eingeschränkt möglich ist.

Die EX wegen Betruges ranzukriegen und damit auch schadenersatzpflichtig zu machen ist in Deutschland nahezu aussichtlos. Man bräuchte wohl eine notarielle eidesstaatliche Versicherung der Frau vor der Anerkennung der Vaterschaft, das kein anderer Vater in Frage kommt.

Antwort
von helya89, 14

Nein, zumindest wäre damit noch niemand durchgekommen.

Die Ehe ist ein besonderes Rechtsverhältnis und dadurch vor diesen Schadensersatzforderungen geschützt.

Quelle: https://www.scheidung.de/scheidungsnews/kindesunterhalt-kein-schadensersatz-bei-kuckuckskind.html

Nur weil der Vater im Glauben gelassen wurde, dass er für sein eigenes Kind Unterhalt zahle, sei diese Bedingung aber noch nicht erfüllt.

Antwort
von Hannes789, 17

Unterhalt kann man zurückfordern.  

Betrug im Strafrecht ist so eine Sache.  Dafür muss dir Mutter ja falsche Tatsachen behauptet haben, damit der Mann zahlt.  Und die grau dadurch ein Vermögens Vorteil erlangt. Was sie aber nicht erlangt,  da Unterhalt für das Kind ist. Und nicht für die Mutter.  Zudem muss die Frau das auch vorher gewusst haben

 und das zu beweisen, ist etwas schwierig.  

Außerdem kann man auch ein guter Vater sein, obwohl man nicht der leibliche Vater ist. 

Antwort
von DerJustinBieber, 42

Ja das geht, muss man dann aber gerichtlich einklagen.

Aber nur wenn der andere wusste dass ihm der Unterhalt nicht zu steht.

Und somit ein Betrug vorliegt.


(1) wenn der Unterhaltsberechtigte wusste, dass ihm der Unterhalt nicht
zusteht. Insbesondere also, wenn er die Unterhaltsleistung durch
Täuschung erschlichen hat.



Kommentar von AalFred2 ,

Woher soll das Kind das denn gewusst haben?

Antwort
von scharrvogel, 39

er muss erstmal die vaterschaft anfechten und prüfen lassen ob es seins ist oder nicht. das wird dann gerichtlich angeordnet und ist binnen einer frist von zwei jahren nach bekanntwerden des zweifels an der eigenen vaterschaft einzuklagen.

sollte dem so sein, wird die vaterschaft aberkannt und der richtige vater wird festgestellt. dann hat der kuckucksvater auch das recht den gezahlten unterhalt vom biologischen vater zurückzufordern. frage ist ob dort etwas zu holen ist.

alle anderen fragen richte an einen anwwalt.

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