Der Islam tritt für Allahs Gesetz und Ordung ein, eine klare poltische Verfassung wird von ihm nicht vorgeschrieben. Das Mehrheitsprinzip ist mit ihm vereinbar. Ein Problem kann durch eine Einstellung enstehen, Mehrheitsentscheidungen nur zu akzeptieren, solange diese nicht als "islamwidrig" empfunden werden.
Schwierigkeiten können das Menschenrechtsverständnis und die Haltung zum Gleicheitsgrundsatz bereiten.
Ergänzend: Dass die Mehrheit nicht alles darf, sind wir ja von der BRD-Verfassung gewöhnt. Auch mit 100% dürfen die Grundrechte nicht aufgehoben werden. Darüber wacht das Verfassungsgericht.
Moderne muslimische Demokratietheoretiker sagen, der Staat darf nie Bürger dazu zwingen gegen Gottes Gebote zu verstoßen. Er darf aber auch niemanden dazu zwingen, sich an Gottes Gebote zu halten. Er soll nur Rahmenbedingungen schaffen, in denen es leicht fällt, sich an die Gebote zu halten.
Das Problem der Geschlechtergleichheit lösen die Modernen so: Im Koran Stellt Gott den mann über die Frau, WEIL er für sie und die Kinder die volle finanzielle Verantwortung trägt. In einer Gesellschaft, in die Frauen auch unterhaltspflichtig wären, müssten sie auch gleich erben. Rechte und Pflichten stehen in einem direktem (gerechten) Zusammenhang.
Konservative Muslime sehen keine Wenn-Dann-Bestimmungen sondern ewige Bestimmungen.