Frage von mrspecial88, 12

Kann der Arbeitgeber sagen er gibt den Arbeitsvertrag nicht mit?

Kann der Arbeitgeber sagen er gibt den Arbeitsvertrag nicht mit?

Also wenn man zu einem termin zu der vertragsunterschrift kommt und sagt könnte ich den vertrag mit nachHause nehmen und unterschrieben zusenden?

Weil da steht ja viel zeug drin und innerhalb paar minuten das wäre mir nichts.

Und falls er das verbieten sollte wirkt das ganze doch merkwürdig oder sehe ich das falsch?

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Antwort
von Parhalia, 5

Natürlich kann der Arbeitgeber auf der einen Seite zwar sagen, dass er Dir den Arbeitsvertrag zur eingehenden Prüfung nicht mit nach Hause geben will. Und in diesem Punkt trügt Dich auch Dein "Bauchgefühl" dahingehend nicht, dass dann vermutlich etwas faul daran sein könnte.

Deinen Eindruck kann ich sogar dahingehend bestärken, dass ich in der Leiharbeit durch solch ein Gebahren des Arbeitgebers sogar 1-2 mal selbst erst hinterher "böse erwachte", weil ich mich einschüchtern und bequatschen liess und dann voreilig unterschrieb.

Daher gebe ich Dir den Tipp, dem Arbeitgeber ganz klar zu verstehen zu geben, dass Du den Vertrag dann halt nicht unterschreiben wirst, wenn Dir keine Gelegenheit zur gründlichen Überprüfung gegeben wird.

Kommentar von Nightstick ,

Genau so...!

Antwort
von conelke, 2

Du musst nichts im Hau Ruck Verfahren unterschreiben. Wenn Du Dir unsicher bist, ist es Dein gutes Recht zu sagen, dass Du den Vertrag zu Hause nochmals in aller Ruhe studieren möchtest, bevor Du ihn unterschreibst. Alternativ könnte Dein Chef den ganzen Vertrag Punkt für Punkt mit Dir durchgehen und Dir alles erklären, wo es Ungereimtheiten gibt.

Antwort
von LeroyJenkins87, 3

Klar kann er sagen, dass du ihn nicht mitnehmen darfst. Solange du noch nicht unterschrieben hast ist es ein Dokument des Arbeitgebers, auf das du keine Ansprüche hast.

Ich habe das aber noch nie erlebt. Und wie du gesagt hast, es würde auch ein wenig merkwürdig aussehen.

Antwort
von Johnbobs, 6

Nie etwas voreilig unterschreiben. Jeder seriöse Arbeitgeber gibt dir die Möglichkeit, den Vertrag ordentlich durchzulesen.
Ansonsten kannst du mit deinem zukünftigen Chef auch alles nach und nach im Vertrag abarbeiten und bei Fragen ihn direkt ansprechen.

Wenn etwas gesetzlich nicht in Ordnung ist, ist der Vertrag ohnehin ungültig, auch nach deiner Unterschrift.

Antwort
von Fortuna1234, 3

Hi,

in meinem Studentenjob hat die eine Personalerin immer den Arbeitsvertrag VORGELESEN und man sollte unterschreiben. Ich wusste, das Unternehmen ist seriös, da ich schon jemanden dort kannte, aber ich hätte es sonst wohl auch nicht gemacht.

Wenn sie nichts zu verheimlichen haben, geben sie in dir mit. Ansonsten ist ein Risiko da, was du da unterschreibst. Gerade wenn es mehr als paar Seiten sind.

Antwort
von lifefree, 5

Das wäre unseriös.Ein zukünftger Arbeitnehmer sollte Zeit haben, sich den Vertrag in zweifacher Ausfertigung in Ruhe zuhause durchzulesen und dann ein Exemplar  unterschrieben an die Firma zurückzusenden. Schliesslich können Fragen auftauchen zu Urlaubsanspruch, Gehalt , Überstundenvergütung , Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Fahrkostenzuschuss u.a.und die sollten vor Unterschrift befriedigend geklärt werden können.Bei einfachen Tätigkeiten oder wenn der Arbeitgeber viele Bewerber hat die den Job übernehmen würden, könnte ein Arbeitgeber sich erlauben , die Unterschrift sofort zu verlangen.Bei einem solchen Vorgehen wäre Vorsicht geboten, dann könnte der Arbeitgeber etwas zu verbergen haben.


Kommentar von Parhalia ,

Vergiss' in diesem Bezug z.B. bei Leiharbeit auch nicht die "Direktionsrechte" und Ausschlussklauseln / Vertragsstrafen und Regelungen bzgl. eines Zeitkontos die sich manche dieser "Arbeitgeber" dann im Vertrag zumindest erst mal per Unterschrift "verbriefen" lassen.

Das MUSS in sich sogar nicht mal unlegitim sein....nur KÖNNTE später dann ein "Böses Erwachen" folgen in Planung und knallharter eigener Lohnkalkulation auf den letzten Cent...sowie eigenen Möglichkeiten der Mobilität.

Kommentar von Parhalia ,

Nachtrag :

Insbesondere bei Letzterem KÖNNTE der AG ggf. sogar zu recht sagen : " nicht mein Problem, wie Du zur Arbeit kommst. "

Antwort
von Schnoofy, 3

Der Arbeitgeber kann Dir nicht verbieten, den Vertrag vor der Unterschrift ausführlich zu lesen und bei Unklarheiten Fragen zu stellen.

Er ist aber nicht verpflichtet, Dir eine Bedenkzeit von mehreren Tagen einzuräumen.

Antwort
von troublemaker200, 7

Ja sicher kann er das. Ich würde sagen, das ist üblich den Vertrag NICHT mitzugeben.Zumindest bei "normalen" tariflichen Angestellten.
Wenn Dir was nicht klar ist im Vertrag, lass es Dir vor Ort erklären.

Kommentar von Familiengerd ,

Es ist üblich, einen Vertrag mit ausreichender Zeit prüfen zu können - und dazu gehört, dass man ihn mit nach Hause nehmen kann und nicht unter dem Druck eines Termins unterschreiben muss!.

Kommentar von troublemaker200 ,

genau. Aber bei "normalen" tariflichen Angestellten steht nix im Vertrag was man nicht vor Ort klären könnte. Man KANN einen solchen Vertrag ruhig VOR ORT unterschreiben, ohne ihn mitnehmen zu müssen. Unklarheiten lässt man sich eben vor Ort erklären.

Antwort
von Rheinflip, 8

1. Ein Exemplar ist sowieso für dich zum Mitnehmen.

2. Arbeitsverträge sind meistens Standard. Die kann man so unterschreiben.

3. Brauchst du besondere Regelungen, ( mehr Lohn, andere Arbeitszeiten) solltest du das direkt verhandeln. 

Kommentar von Familiengerd ,

Arbeitsverträge sind meistens Standard. Die kann man so unterschreiben.

Na, dann mal los - und viel Spaß!

Ich glaub' es nicht!!!

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