Frage von CB2016, 44

Kann der AG ueber meine Luege erfahren?

Hallo, ich habe in Maerz nach einem Zufall mit einem Mitarbeiter (der unbewiesen geblieben ist) gekuendigt. Ich war unter Druck. Seitdem hat der ex-AG meine Ruf beim Wettbewerber ruiniert. Ich bin arbeitslos und ich habe keinen Anspruch auf ALG. I habe auf meinen Lebenslauf (Mutterschutzvertretung anstatt Eigenkuendigung) angelogen, da ich keine Wahl hatte. Ich brauche einen Job sofort. Kein AG wird glauben, dass der ex-AG schlecht war. Nach der Luege habe ich jetzt einen Vorstellungsgespraech naechste Woche. Vielen Dank

Antwort
von Funfroc, 12

Hallo,

kennst du das Sprichwort: Lügen haben kurze Beine

In dem Fall könnten die sogar sehr kurz sein. Es ist für einen potentiellen Arbeitgeber erlaubt und wird auch nicht selten praktiziert, beim vorherigen Arbeitgeber Erkundigungen einzuholen.

Der EX-Arbeitgeber musst dabei zwar für dich "wohlwollend", aber eben auch wahrheitsgemäß antworten.

LG, Chris

Antwort
von DarthMario72, 4

Kein AG wird glauben, dass der ex-AG schlecht war.

Egal, was vorgefallen ist: Rede niemals schlecht über deinen ehemaligen AG, auch wenn es der Wahrheit entspricht.

Arbeitgeber haben häufiger die Angewohnheit, sich über Bewerber beim letzten AG zu erkundigen, von daher kann es durchaus sein, dass deine Lüge auffliegt.

Antwort
von lordy20, 24

Ja, kann er und das ist meines Wissens ein Grund zur fristlosen Kündigung.
Mit etwas Glück, vor allem wenn deine Qualifikationen stimmen, wird sich der neue Arbeitgeber nicht um deine Vorgeschichte kümmern.

Kommentar von CB2016 ,

Danke Lordy20 aber auf mein Zeugnis kann man lesen: "Frau...hat auf eigenen Wunsch die Firma verlassen. Wir wuenschen Ihr alles Gute..."  Das Zeugnis werde ich dem AG am Vorstellungsgespraech zeigen. Danke fuer Deine Meinung dazu

Antwort
von sumpfbub, 7

Lass Dich nicht auf eine Lügengeschichte ein; früher oder später kommt das meist raus und der Schaden ist dann umso größer.

Längst nicht jeder potentielle Arbeitgeber erkundigt sich beim vorherigen Chef. Geh einfach mal davon aus, daß die sich nicht unterhalten und wenn die Frage nach dem Grund für Deine Kündigung kommt, kannst Du sagen, daß z.B. der Arbeitsweg zu lang wurde oder die Zusammenarbeit
mit einem bestimmten Kollegen nicht in der Art und Weise möglich war, wie Du es Dir gewünscht hättest. Du wolltest das Betriebsklima nicht schädigen und hast festgestellt, daß es besser für beide Seiten ist, wenn Du selbst wechselst. 

Für Deinen aktuell anstehenden Termin:

Da in Deinem Zeugnis klar zu lesen ist, daß Du gekündigt hast, kannst Du den Termin nächste Woche absagen, wenn es mit Deiner Bewerbung nicht übereinstimmt. Oder Du hast das Selbtsbewußtsein und rufst JETZT an und gibst zu, daß Du falsche Angaben gemacht hast. Du würdest verstehen, wenn man Dich ausladen würde, hoffst auf Nachsicht, weil Du den Job gerne haben willst und bittest darum, doch vorsprechen zu dürfen.

Ehrlichkeit ist sehr wichtig und wenn Du zugibst, einen Fehler gemacht zu haben, kann das die Leute, die mit Dir das Gespräch führen werden beeindrucken, weil sie oft genug mit Leuten zu tun haben, die viel heiße Luft von sich geben, um viel größer zu erschienen, als sie wirklich sind.

Kommentar von CB2016 ,

Nein das kann ich nicht, ich brauche diesen Job. Zzt. erlebe ich nur Depression, keine Freude im Leben, niemand kann verstehen...

Kommentar von sumpfbub ,

Mach nicht den Fehler, Dich an ein Vielleicht zu klammern. Es zieht Dich nur weiter runter, sollte sich Dein Wunsch nicht erfüllen.

Du brauchst nicht DIESEN Job. Du brauchst EINEN Job. Wenn es nicht der wird, dann ein anderer.

Ich kann Dir nur sagen, daß sich Hartnäckigkeit auszahlt. Es geht gar nicht anders, man muß nur dran bleiben. Wenn Du hundert Bewerbungen schreiben mußt, dann ist das halt einfach so. Die hundertunderste führt dann zum Erfolg. Der Trick dabei ist, sich diese Tatsache vor Augen zu halten. Es gibt tausende Leute, die sich mittendrin aufgeben, weil sie scheinbar nie Erfolg haben. Das ist falsch. Die hören nur zu früh auf. Ja, es ist hart. Wie war es denn in Deinem Leben bisher? Hast Du bei jedem Wettbewerb, egal welcher Art, immer nur mitgemacht, weil Du gewußt hast, daß Du der Gewinner bist? Sicher nicht. Du bist bei den 50 Metern angetreten und bist vielleicht sogar als letzter durchs Ziel. Aber Du hast die 50 Meter geschafft. Und darauf kommt es an.

Hast Du einen Schulabschluß? Falls ja: Auch da hast Du anfangs nicht gewußt, ob Du da schaffen wirst.

Mittendrin aufhören ist blöd. Dann hättest Du auch garnicht erst anfangen müssen.

Antwort
von Glueckskeks01, 25

Klar kann er. Er müsste nur mal beim Ex-Chef anrufen und sich erkundigen.

Kommentar von CB2016 ,

Ja na gut, besser als Arbeitslosigkeit. Ich habe beim Ex-Chef nichts getan. Die Firma verliert viele Mitarbeiter, aber kein AG wird dies glauben. Eigenkuendigung wird schlecht angesehen! Danke fuer Deine Meinung

Kommentar von Glueckskeks01 ,

Die Wahrheit kommt immer besser an als Lügen. Trotzdem: Viel Glück!

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