Frage von Wassertank123, 51

Kann der AG einen bestimmte Anzahl an Überstunden festlegen, die wöchentlich im Bruttogehalt abgegolten sind?

Meiner Bekannten wurde ein Arbeitsvertrag zur Durchsicht vorgelegt, in dem steht, dass bis zu 5 Überstunden wöchentlich im Brutto abgegolten sind. Generell seien Überstunden vom AG zu genehmigen. Nun ist die Frage was ist, wenn sie doch mal Überstunden machen muss, die der AG anordnet. Er ist dann ja nicht zum ausgleich vepflichtet oder ? Und angenommen es kommt dazu, dass sie in einer Woche mal die 5 Stunden überschreitet und es 8 Stunden werden, muss er ihr die 3 Stunden dann ausgleichen, oder kann er diese in die darauffolgende Woche ziehen, denn auf den Monat gesehen wären es ja bis zu 20 Stunden die im Brutto abgegolten sind? Im Vertrag steht nicht was mit den Stunden ist, die die 5 überschreiten.

Antwort
von TimmyEF, 45

Das sind Zusatzvereinbarungen. Wenn sie dass unterschreibt ist sie mit dem AV einverstanden und darf in der 5 Std. zusätzlich unentgeltlich arbeiten. Alles was drüber ist müsste sie durch Freizeitausgleich oder Bezahlung vergütet bekommen.

Kommentar von Wassertank123 ,

Muss sie dem denn zustimmen, auch wenn es heißt, dass es bei jedem AN so gehandhabt wird? Immerhin konnte sie sich keinen Eindruck veschaffen, wie viele Überstunden nun anfallen. Und muss dann nicht auch drin stehen, wie die Überstunden auszugleichen sind, die die 5 Stunden überschreiten?

Kommentar von TimmyEF ,

Der Ausgleich der sonstig anfallenden Überstunden sollte natürlich vertraglich geregelt sein.

Antwort
von mojo47, 42

dann sollte sie nachfragen, was mit den zusätzlichen überstunden passiert. eine bestimmte zahl an überstunden vertraglich festzuhalten ist vollkommen legitim.

Kommentar von Wassertank123 ,

Finanziell gesehen hat sie aber keine Verbesserung durch den Wechsel. Da sind m.E. 20 Stunden die mit abgegolten sind schon viel.

Antwort
von wfwbinder, 30

In einigen Berufen ist es üblich, zumindest ab einer gewissen Stufe. Sie kann sich das ja überlegen und auf den Job verzichten, wenn  sie es nicht möchte.

Expertenantwort
von lenzing42, Community-Experte für Arbeitsrecht, 23

Die Stunden, die über die vereinbarten Überstunden hinaus angeordnet und geleistet werden, müssen durch Freizeit oder Bezahlung abgegolten werden.Dabei sollte  der Stundenlohn nach dem Grundgehalt errechnet werden.

Abgesehen davon ist die nach dem Bundesarbeitszeitgesetz vorgegebene Höchstsarbeitzeit  einzuhalten.




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