Frage von Moonandsun, 37

Kann das wirklich eine Epilepsie sein?

Liebe Community,

ich war gestern Morgen zur Untersuchung beim Neurologen. Ich wollte eine zweite Meinung, weil bei mir bei einem EEG vor zwei Jahren "unspezifische Auffälligkeiten, die als frühe Hirnschädigung verstanden werden können" festgstellt wurden.

Erst einmal wurde ein EEG gemacht und anschließend schilderte ich dem Neurologen meine Symptomatik. Als er sich das EEG ansah, sprach er zunächst auch nur von "unspezifischen Auffälligkeiten", ansonsten sei alles in Ordnung.

Er wollte dann aber zu einigen Symptomen genaueres wissen. Ich erzählte, dass ich oft wie geistig abwesend bin, immer nur für einen kurzen Moment. Dass ich oft gefragt werde, ob ich mal wieder träume. Ich sagte, dass ich schon als Kind viel vor mich hingeträumt habe und dann auch schon mal mit dem Fahrrad gegen ein parkendes Auto gefahren oder gegen eine Straßenlaterne gelaufen bin. Ich verließ auch einfach mal eine Reinigung, wo ich Kleidung abholte, ohne zu bezahlen. Ebenso stürzte ich als Kind beim Gehen oft, selbst wenn ich bei meiner Mutter an der Hand ging. Das wurde aber immer auf Gleichgewichtsstörungen geschoben.

Anschließend prüfte der Neurologe meine Reflexe und sah sich meinen Mundraum an. Dabei fiel ihm auf, wie zerbissen meine Zunge ist. Ich sagte, dass ich mir auch schon oft heftig in die Wange gebissen habe und das beim Kieferchirurgen genäht werden musste. Dass das immer nachts passiere und ich dafür eigentlich psychischen Stress verantwortlich gemacht habe.

Seiner Meinung nach handelt es sich bei mir um Absencen-Epilepsie. Dazu passten für ihn auch plötzlich die im EEG aufgetretenen Auffälligkeiten. Das Beißen in die Zunge und Wange seien nächtliche Anfälle.

Ich bin ehrlich gesagt irritiert. Haben nicht viele Menschen die Angewohnheit, sich nachts zu beißen oder zu knirschen, weil sie so angespannt und gestresst sind? Vorher waren die Auffälligkeiten unspezifisch und dann passten sie auf einmal zur Absencen-Epilepsie?

Er hat mir ein Medikament verschrieben, das ich jetzt mein ganzes Leben lang nehmen soll. In einem Monat soll ich zur Kontrolle wiederkommen.

Es wäre schön, wenn mir hier jemand etwas dazu schreiben kann.

LG Moonandsun

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von klausjosef1955, 28

Wer sagt zum jetzigen Zeitpunkt denn "lebenslang". Ein Monat lang einnehmen und dann wiederkommen. Das scheint mir ganz vernünftig. Es gibt hier keine 100%ige Sicherheit, es ist ein Behandeln auf Verdacht. Und wenn Du das Medikament verträgst und gleichzeitig die Symptome verschwinden, warum sollte man dann das Medikament nicht vorerst weiternehmen? Lebenslang - wer weiß heute, was in einem Jahr ist?

Antwort
von 19Skyline88, 37

Hallo,

also ich bin kein Arzt und das soll auch keine Diagnose werden!

Für mich hört sich das nicht zwingend nach einer Epilepsie an (hol dir lieber mehrere Meinungen ein). Es kann viele unterschiedliche Gründe haben.

Kaputte Zunge und Wangen? Hab ich auch. Ich knirsche extrem mit den Zähnen.
Vor ein parkendes Auto bin ich auch schon gefahren 🙈😂 (auch am träumen gewesen)
Ich träume manchmal so viel. Na ja ... Der eine mehr der andere weniger 😉

Geh zu einem zweiten Neurologen evtl auch zu einem dritten und hol dir weitere Meinungen ein.
Viele Neurologen "behandeln" ZU schnell mit Medikamenten.

LG

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