Kann das stimmen: Dunkle Energie Hypothese ?

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4 Antworten

Interessanter Gedanke. Das wäre auch eine Erklärung für die Verletzung der Energieerhaltung, siehe Rotverschiebung durch Expansion des Raumes.

Die Frage wäre doch, wie genau führt dies zur Expansion des Raumes? Wie hängt dies zusammen?

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Zunächst mal ist klar: Durch die physikalischen Prozesse, die du beschrieben hast (Kernfusion, Fusion 2er Sterne oder Schwarzer Löcher) wird ein Teil der Masse in Strahlungsenergie nach der Formel E=mc² umgesetzt. Ein Prozess, bei dem "Dunkle Energie" entsteht, ist nicht bekannt.

Meines Wissens ist die Dunkle Energie nur deshalb postuliert, weil sich die Expansion des Universums beschleunigt obwohl sie sich natürlich verlangsamen müsste. Möglicherweise ist es eine dem Raum innewohnende Eigenschaft - oder sonst was. Jedenfalls kann man sie aus der Beschleunigung der Expansion abschätzen und das führt zu der angegebenen hohen Prozentzahl.

Die an sich anschauliche Annahme, dass die Strahlungsenergie, wenn sie "am Rand des Universums" (den es nicht gibt, ebenso wie es keinen Rand auf der Erdoberfläche gibt) ankommt, das Universum "auseinanderdrückt", kann jedenfalls nicht stimmen - schon deshalb nicht, weil sich das Universum überall ausdehnt (allerdings wohl schneller im leeren Raum), d.h. irgendwann werden die fernen Galaxien gar nicht mehr sichtbar sein.

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Kommentar von Moresseniores
06.06.2016, 19:34

Was passiert denn eigentlich mit gravitationswellen ? Lösen die sich irgendwann auf oder was passiert mit den ? 

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Zunächst einmal hat Energie keine unendliche Reichweite. Das gilt insbesondere auch für Photonen. Photonen können im Raum-Zeit-Gefüge nur das erreichen was im Rahmen der Lichtgeschwindigkeit möglich ist. Das kannst Du hier 

https://de.wikipedia.org/wiki/Lichtkegel

und hier

https://en.wikipedia.org/wiki/Light\_cone

auch nochmal nachlesen.


Die Formel E=mc² zitierst Du hier leider in Bezug auf Photonen falsch. Diese Formel gilt nur für ein Teilchen in absoluter Ruhe. m ist die Ruhemasse des Teilchens. Photonen fliegen aber durch den Raum und besitzen überhaupt keine Ruhemasse. Die komplette Formel, die auch für ein bewegtes Teilchen gilt lautet

E = mc² + pc

wobei p der Impuls des Teilchens ist. Da für Photonen m = 0 gilt also

E = pc


Du kannst bei den Scheibendiagrammen übrigens auch nicht einfach davon ausgehen, daß beide insgesamt die gleiche Energie darstellen. Wie einfachsoe schon erwähnt hat muß die Energieerhaltung bei der Expansion des Raumes nicht gegeben sein.

Dunkle Energie ist zwar die populärste Theorie um die beobachtete Rotverschiebung ferner Galaxien zur erklären. Es gibt aber übrigens aber auch Wissenschaftler, die andere Erklärungsvorschläge machen

https://arxiv.org/pdf/0707.3351.pdf

http://news.uga.edu/documents/Kipreospone0115550.pdf


Wenn das dunkle Energie-Modell stimmt ist es allerdings so, daß der Raum sich gerade dort ausdehnt wo nur geringe Energie ist. Daß Energie am Raumende drückt kann damit leider nicht stimmen. 

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Kommentar von SchakKlusoh
04.06.2016, 10:05

Eines der ungelösten Probleme für dieses Modell ist die Frage: Gibt es ausserhalb der entferntest möglichen Teilchen Raum. Da wir Raum nicht messen können, wenn es keine Teilchen gibt und die Teilchen (ausser superluminaren) diesen (hypothetischen) Raum noch nicht erreicht haben können, ist diese Frage offen.

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Kommentar von Rowal
05.06.2016, 21:59

Deine Energierformel stimmt aber auch nicht ganz. Es ist

E = mc² / √(1-v²/c²) nach Einstein

Entwickelt man dies in eine Taylorreihe erhält man

E = mc² + 1/2 * mv² + 3/8 * mv^4/c² + ...

Es ist 1/2 * mv² = pc   der Impus, also stimmt deine Formel fast.

Aber darauf kommt es hier gar nicht an. Bei den genannten Prozessen entstehen Photonen, also reine Strahlung, die eine Energie E0 haben, und damit hat man einen Masseverlust von
m = E0 / c²

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Du fängst mit einem Denkfehler an.

Wir wissen nicht, ob für Dunkle Materie  E=mc² gilt.

Eigentlich kennen wir kaum eine Eigenschaft Dunkler Materie.

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Kommentar von einfachsoe
03.06.2016, 22:25

Ansatz: Dunkle Materie hat äquivalentes Verhalten wie die uns Bekannte.

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