Kann das Kindergeld meine Mutter bekommen statt mein Vater (bzw. hat sie ein Recht auf das Kindergeld)?

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13 Antworten

Ihr habt hier einen gewaltigen Denkfehler.

Richtig ist zwar, dass der Staat eure Eltern mit dem Kindergeld finanziell unterstützt und dass dieses Geld grundsätzlich eine Hilfestellung für das bestreiten des Lebensunterhaltes für die jeweiligen Kinder darstellt.

Dass Geld steht euch also mittelbar zu. Solltet ihr bereits (aus welchen Gründen auch immer) bereits einen eigenen Haushalt haben und euren Lebensunterhalt selbst bestreiten müssen, so würde neben dem Unterhaltsanspruch gegen eure Eltern auch das Kindergeld euch direkt zustehen.

Da ihr aber alle gemeinsam in einem Haushalt wohn und ein Familieneinkommen habt, welches hauptsächlich von dem Vater erbracht wird, fließt das Kindergeld hier mit ein.

Das ist auch richtig so, denn ihr müsst bedenken, dass nicht nur Essen und Kleidung und Taschengeld zum Lebensunterhalt von euch gehört, sondern auch euer Anteiliger Wohnraum im Haus, Strom, Gas, Heizung , Wasser, Grundsteuer, Schulgeld, usw. usw. Ich denke ich brauche es nicht weiter aufzählen.

Ihr seht also, das Kindergeld ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein , wenn man die Kosten insgesamt betrachtet, die euer Vater für euch stemmen muss.

Kommt mal auf den Boden der Tatsachen zurück und überlegt mal was das Leben kosten würde, wenn nicht Papa zahlt und trotzdem noch ein ordentliches Taschengeld ermöglicht, sondern ihr alles selber zahlen müsstet.

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Da gehe ich mal davon aus, dass das Taschengeld weniger ist als das Kindergeld. So viel Taschengeld gibt es nur in wohlhabenden Familien.

Eure Eltern leben in einem Haushalt und haushalten damit auch zusammen. Daher ist es einfach egal, wer das Kindergeld bezieht. Das Geld wandert zusammen mit anderen Einkünften wie Gehälter in einen Topf und davon wird dann alles bezahlt, was anfällt an Kosten für alle. Miete, Nahrung, Nebenkosten, Anschaffungen und auch Schulden müssen abgezahlt werden. 

Bei mir ist das ganz genauso. Das Kindergeld, das ja auch mir als Mutter zusteht, wandert auf mein Konto und davon werden alle Kosten bezahlt, die anfallen. Wo was genau hingeht, ist meine Sache. Wichtig ist nur, dass die Kinder versorgt sind. Sprich, meine Kinder und auch ihr bekommt zu Hause was zu essen, Schulsachen, habt was anzuziehen usw. Und im Idealfall springt auch noch etwas Taschengeld dabei raus. Das scheint ja wohl der Fall zu sein. Du darfst nicht vergessen, dass auch Miete oder, wenn ein Haus vorhanden ist, das Abzahlen der Kreditraten, von allen Bewohnern zu zahlen sind, denn ohne das hättet ihr ja kein Dach über dem Kopf. 

Kindergeld ist genau für die Kosten gedacht, Nahrung, Dach über dem Kopf, Strom, Heizung, usw. Als Freizeitgestaltung für die Kinder ist es nicht gedacht oder zur Finanzierung von technischen Geräten und es steht den Eltern zu zum Tragen der Kosten, nicht den Kindern. Daher, wenn eure Versorgung gesichert ist, ist alles in Ordnung. 

Was sollte sich nun ändern, wenn deine Mutter das Geld erhält, sie muss das Geld dann ja eh in die Haushaltskasse geben, sonst reicht es ja nicht. 

Wenn dein Vater dann seine Schulden nicht abbezahlen kann, dann kommt der Gerichtsvollzieher und pfändet je nachdem, seinen Lohn, wenn ihr ein Haus habt, wird es ggf. versteigert und ihr steht auf der Strasse, oder er pfändet Haushaltsgegenstände, Smartphone, Fernseher usw. Das wird um ein vielfaches teurer für euch. 

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Überlege dir folgendes:
Die Schulden deines Vaters sind nicht nur seine Schulden, sondern eure Schulden. Schließlich hast du selbst gesagt, dass er derjenige ist, der arbeitet und somit ein festes Einkommen hat.

Natürlich wünscht sich jedes Kind höheres Taschengeld, aber das Kindergeld =/= Taschengeld. Mit dem Kindergeld sollten Sachen FÜR das Kind gekauft werden, Essen und Trinken, Kleidung etc. Dass auch das in der Praxis nicht immer klappt, weil man am Ende des Monats vielleicht  mehr Geld ausgibt als man Kindergeld bekommt ist etwas, woran man nichts ändern kann.

Frag dich mal welchen Nutzen es für die gesamte Familie hätte, wenn deine Mutter das Kindergeld hätte. Die Schulden würden immer langsamer abbezahlt werden, hinzu kommen wahrscheinlich Zinsen und Zinseszinsen und so weiter. Ich weiß natürlich nicht, wie es in deiner Familie so ist, aber persönlich, unter Einbezug der Informationen die du geliefert hast, würde ich empfehlen, dass dein Vater das Kindergeld behält, ihr aber vielleicht mit ihn reden könntet, sodass er euch regelmäßig euer Taschengeld gibt zB am Anfang des Monats oder jede Woche

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Kommentar von DunkleKralle
18.08.2016, 13:10

Mein Vater zahlt schon Zinsen und Zinseszinsen. Gefühlt werden die Schulden nicht weniger, egal ob das Kindergeld in die Schulden einfließt oder nicht. Daher fände ich es logischer, dass wir das Kindergeld bekommen, statt es in die Schulden fließt. Bei so hohen Schulden macht es echt kein Unterschied ob das Kindergeld mitberechnet wird oder nicht.

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Kommentar von user8787
18.08.2016, 13:15

Grund weshalb ich frage ist, dass unser Vater meiner Schwester und mir unregelmäßiges Taschengeld gibt, das im gesamten Monat weniger ist, als das Kindergeld......

Außerdem ist dir mit 18 durchaus zuzumuten dein Taschengeld selber aufzustocken....arbeite im Rahmen deiner Möglichkeiten. 

Kein Gesetz verlangt von Eltern das Kindergeld 1 : 1 an die Kids auszuzahlen, das ist ein grober Denkfehler von dir. 

Wozu das Kndergeld gedacht ist erklärte bereits @Luca2698. 

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Du selber kannst als inzwischen volljähriges Kind einen "Abzweigungsantrag" auf Dein Kindergeld bei der Kindergeldkasse stellen, wenn Dein Vater als derzeitiger Empfänger das Kindergeld nicht ausschliesslich für Deine Bedürfnisse in voller Höhe einsetzt. Dann wird es direkt auf Dein Konto überwiesen.

Für das Kindergeld Deiner Schwester ( 14j ) kannst DU aber leider nichts bewirken. Dass müsste Deine Mutter dann schon selbst in Erfahrung bringen, bzw. beantragen. ( sofern das möglich ist )

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Kommentar von isomatte
18.08.2016, 13:53

Ich denke nicht das der Antrag auf Abzweigung hier von Erfolg gekrönt wäre,denn die Eltern kommen ihrer Unterhaltspflicht schon durch Unterbringung / Verpflegung / Kleidung usw.nach und diese dürfte den Betrag des Kindergeldes wohl schon übersteigen !

Wenn das volljährige Kind nicht mehr Zuhause wohnen würde und von den Eltern dann nicht min. Unterhalt in Höhe des Kindergeldes bekommen würde,dann sieht die Sache natürlich anders aus.

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Das Kindergeld ist nicht gleich dein Taschengeld. Da dein Vater der Hauptverdiener ist bezahlt er auch zum Großteil die Kosten die durch euch anfallen. Daher hat er auch einen Anspruch auf das Kindergeld.

Ich gehe mal davon aus, dass deine Eltern kein gemeinsames Konto haben?

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Kommentar von DunkleKralle
18.08.2016, 13:02

Jeder hat sein eigenes Konto. 

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Im Prinzip ist das natürlich möglich,nur müssen das eure Eltern untereinander klären,da hält sich die Familienkasse raus !

Wenn dein Vater damit nicht einverstanden ist,dann wird es wohl so bleiben wie es ist,zumindest solange deine Eltern mit euch gemeinsam noch in einem Haushalt leben und nicht vor haben sich zu trennen.

Du könntest mit 18 ausziehen und wenn du dann von deinen Eltern nicht min. Unterhalt in Höhe des Kindergeldes bekommen würdest,dann würde dir zumindest das Kindergeld zustehen,dass könntest du im Erstfall dann sogar von der Familienkasse abzweigen lassen.

Das Kindergeld ist auch nicht dazu gedacht euch Taschengeld zu zahlen,ihr bekommt doch sicher ausreichend zu Essen / Kleidung / Unterkunft usw.

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Normalerweise wird das Kindergeld an denjenigen Elternteil überwiesen, bei dem die Kinder gemeldet sind und leben. Natürlich kann Dein Vater beim Unterhalt dann die Hälfte des Kindergeldes in Anrechnung bringen und die andere Hälfte wird bei Hartz IV mit angerechnet, ebenso wie die Unterhaltszahlungen Deines Vaters. 

Es ist also wirklich eine Überlegung wert, ob ihr nicht eine sinnvolle Abmachung mit Papa trefft, über eine regelmäßige Taschengeldzahlung, von der das JobCenter nichts weiß. Dann habt ihr Drei auf jeden Fall mehr davon...

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Kindergeld ist dafür da euch klamotten essen schule zu bezahlen und nicht euch taschengeld zu geben und eltern müssen kein taschengeld geben geht einfach zeitungaustragen

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Du solltest mal was arbeiten, damit Du kein Taschengeld mehr von Deinen Eltern benötigst. Ich finde es lächerlich, dass Kinder mit 18 Jahren noch Forderungen an die Eltern stellen.

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Kommentar von DunkleKralle
29.08.2016, 17:03

Deine persönliche Meinung kannst du dir sparen, denn danach habe ich nicht gefragt.

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Das Kindergeld ist für Miete, Nebenkosten, Strom, Telefon, Versicherungen, Lebensmittel, Kleidung und so weiter gedacht.

Es gibt in Deutschland kein gesetzliches Recht auf Taschengeld, das Kindergeld soll eine Steuererleichterung für die Eltern sein.

Da der Vater hier alleine den Unterhalt für die Kinder trägt, steht ihm auch alleine das Kindergeld zu.

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Dein Vater bezahlt alles auch die Schulden .. also bekomt er auch das Kindergeld .. er finanziert Euch schließlich auch alle - Kost und Logis

Ein Abzweigungsantrag geht nur als Abzweigung des Kindergeldes an ein volljähriges Kind, wenn die Eltern ihrer Unterhaltspflicht nicht oder nicht ausreichend nachkommen. 

kann ich hier nicht erkennen .... sorry

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Dein Vater kann einen Antrag bei der Familienkasse stellen, dass das Kindergeld auf ein anderes Konto abgezweigt wird. Dafür benötigt ihr aber seine Einwilligung.

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Kommentar von isomatte
19.08.2016, 06:10

Nicht abgezweigt,dass kann nur das Kind machen,wenn die Anspruchsvoraussetzungen vorliegen,hier könnte dann nur eine ganz normale Veränderungsmitteilung ( gibt es im Internet zum ausdrucken ) mit dem neuen Empfänger und der Bankverbindung an die Familienkasse geschickt werden,diese müsste der Vater dann unterschreiben !

Eine Abzweigung bedeutet,dass die / der Elternteil seinen Unterhaltspflichten nicht nachkommen würde und diese besteht ja beim Kindergeld nur gegenüber dem / der Kinder.

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Das Kindergeld gehört jeden Elternteil zur Hälfte. Klar kann es deine Mutter bekommen aber da muss auch der Vater mit einverstanden sein. bei uns war es immer so, dass ich das Kindergeld bekam. bezahlte davon Schulgeld, Schulausflüge, Schulsachen usw.

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