Frage von liaheuer, 53

Kann das Jugendamt wenn mein Vater (zB nicht will das ich in einer weiterentfernten Stadt Ausbildung mache) iwas entscheiden das ich doch dort hinziehen kann?

Ich 15/w möchte nächstes Jahr die Schule mit einem Realschulabschluss verlassen und danach in eine Ausbildung gehen. Ich würde gerne meine Ausbildung in Braunschweig oder Berlin machen (wär 300km/100km entfernt von wo ich wohne). Ich würde mir dort auch eine Wohnung und alles suchen. Und auch Wohngeld beim Amt beantragen oder ich würde auch meinet wegen in eine WG gehen. Aber das größte Problem ist mein Vater.. Er ist einfach streng und würde mich niemals wegziehen lassen. Er würde dann wollen das ich sag ich mal jeden Tag mit dem Zug fahre. Aber das möchte ich nicht erstens ist das doof jeden Tag Zug zu fahren grade wenns so lange ist und zweitens geht das auch ins Geld wenn man immer weite strecken mit Zug fährt. Und wir haben auch ne so viel Geld das wir uns das leisten können. Nochmal zu meiner Frage kann das Jugendamt irgendetwas machen das ich raus von zuhause komme und meine Ausbildung dort machen kann wo ich will. Weil wie gesagt mein Vater ist streng und kann sich sicherlich nicht von mir trennen. Aber ich möchte meine Ausbildung machen und nicht einfach aufgeben weil mein Vater das nicht will...

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Antwort
von wilees, 18

Schlicht und einfach - wenn Deine Eltern Deinem Auszug nicht zustimmen, mußt Du Dir eine Ausbildungsstelle in der näheren Umgebung suchen.

Bei Deinem Vorhaben würde Dich das Jugendamt keineswegs unterstützen. Und das Thema Wohngeld während der Ausbildung kannst Du auch schnell wieder vergessen.

Antwort
von petrapetra64, 2

Das Jugendamt kann da schon vermitteln, allerdings muss der Wunsch mit dem Wegzug auch gut begründet sein. 

Und aufgrund deiner Frage kann ich aber keinen vernünftigen Grund erkennen, warum du so weit weg eine Lehrstelle antreten willst. Es sollte ja auch in deiner Wohnnähe Ausbildungsstellen geben und du kannst sie dort genauso machen. Ein Wegzug macht daher keinen Sinn. Und ich kann nicht erkennen, weswegen es eine Ausbildung so weit weg von zu Hause sein muss. 

Was anderes wäre, wenn du eine ganz spezielle Ausbildung machen willst, die eben nicht überall möglich ist (was sicher nicht oft vorkommt).

Ob dein Geld ausreicht für Wohnung und alles, wird auch fraglich sein, Wohngeld kann man beantragen, aber wirst du wohl nicht bekommen als Azubi. Du könntest höchstens BAB beantragen, da gibt es aber auch nur Geld, wenn der Auszug beruflich notwendig ist. 

Ich denke daher nicht, dass dir das  Jugendamt so weiterhelfen kann, wenn es keine schlagkräftigen Gründe gibt. 

Ich habe selbst Kinder und ich bin sicher nicht streng, aber mit 16 in eine andere Stadt ziehen, das hätte es mir meinen Kindern auch nicht gegeben, mein zweiter Sohn wird demnächst 16. Und ich hätte meinen Kindern auch nicht zugetraut, so früh schon alleine klar zu kommen. 

Such dir einfach eine Ausbildungsstelle in deiner Nähe und schließe diese ab, danach kannst du hinziehen, wo immer du willst. Das macht deutlich mehr Sinn. 

Antwort
von herzilein35, 17

Wie willst du das alles bezahlen? Mit Miete alleine wäre es nicht getan und ka deine Eltern können es dir verbieten, solange du keine 18 bist und müssten auch den Ausbildungsvertrag und Mietvertrag unterschrieben. Wenn sie dagegen sind hast du Pech.

Kommentar von Menuett ,

Bezahlen wäre nun wirklich nicht das Problem.

Ihr steht Bafög zu, ihr Kindergeld und ihr Ausbildungsgehalt. Plus Unterhalt von den Eltern.

Daran hängt es schon mal nicht.

Kommentar von herzilein35 ,

Ich glaube schon

Kommentar von herzilein35 ,

Bafög gibt es nur bei schulischen Ausbildungen ohne Ausbildungsvergutung und auvh nur wenn man in der Nähe nachweisen kann nichts zu finden bzw auch eine alternative Ausbildung ausgeschlossen ist.

Kommentar von herzilein35 ,

Unterhalt leisten Eltern bereits indem sie das Kind bei sich wohnen lassen.

Kommentar von Ranzino ,

Wenn die Ausbildung nun mal woanders ist, gilt das Argument nicht. Es sei denn, die Eltern möchten die Reisekosten auch noch übernehmen.

Antwort
von Lumpazi77, 21

Das entscheiden allein Deine Eltern !

Antwort
von Ranzino, 16

Eltern habe die Pflicht, dir eine deinen Fähigkeiten und Neigungen angemessene Ausbildung zu ermöglichen. Und wenn da eben in Braunschweig oder gar Berlin ist, dann auch das. 

Nee, er wir da nicht gefragt, da kann sicher das Jungendamt mal mit ihm drüber schwatzen. Um es kurz zu machen: für die Ausbildung gilt das  Aufenthaltsbestimmungsrecht nicht mehr.

Kommentar von herzilein35 ,

Du schrinst keine Ahnung zu haben mit dem was du hier abgibst

Kommentar von Menuett ,

Im Gegensatz zu Dir kennt Ranzino wohl geltendes deutsches Recht.

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 1631a Ausbildung und Beruf

In Angelegenheiten der Ausbildung und des Berufs nehmen die Eltern insbesondere auf Eignung und Neigung des Kindes Rücksicht. Bestehen Zweifel, so soll der Rat eines Lehrers oder einer anderen geeigneten Person eingeholt werden.

Kommentar von Menuett ,

Doch, das Aufenthaltsbestimmungsrecht gilt bis zum 18. Geburtstag.

Hier kann sich der Teen aber wehren.

Antwort
von Menuett, 20

Nein, da kann das Jugendamt nicht mitentscheiden.

Kommentar von Menuett ,

Sorry, meine Antwort war zu kurz.

Das Jugendamt kann das nicht entscheiden. Es kann aber auf die Eltern einwirken und würde das auch tun. Das Jugendamt ist "eine geeignete Person" gemäß des Bürgerlichen Gesetzbuches.

Sofern Du Dich zuverlässig gezeigt hast.

Deine Eltern dürfen Dich nicht ausziehen lassen, wenn Du Dich als geistig nicht reif erwiesen hast. Das wird aber bei jemandem, der die Mittlere Reife erreicht hat, schwierig sein.

Deine Eltern müssen bei Deiner Erziehung Deine Berufswünsche beachten und sie müssen Dich zur Selbstständigkeit erziehen.

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 1631a Ausbildung und Beruf

In Angelegenheiten der Ausbildung und des Berufs nehmen die Eltern insbesondere auf Eignung und Neigung des Kindes Rücksicht.

Bestehen Zweifel, so soll der Rat eines Lehrers oder einer anderen geeigneten Person eingeholt werden.

§ 1626 Elterliche Sorge, Grundsätze

(1) Die Eltern haben die Pflicht und das Recht, für das minderjährige Kind zu sorgen (elterliche Sorge). Die elterliche Sorge umfasst die Sorge für die Person des Kindes (Personensorge) und das Vermögen des Kindes (Vermögenssorge).

(2) Bei der Pflege und Erziehung berücksichtigen die Eltern die
wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu
selbständigem verantwortungsbewusstem Handeln. Sie besprechen mit dem Kind, soweit es nach dessen Entwicklungsstand angezeigt ist, Fragen der elterlichen Sorge und streben Einvernehmen an.

(3) Zum Wohl des Kindes gehört in der Regel der Umgang mit beiden Elternteilen. Gleiches gilt für den Umgang mit anderen Personen, zu denen das Kind Bindungen besitzt, wenn ihre Aufrechterhaltung für seine Entwicklung förderlich ist.

Kommentar von herzilein35 ,

Ich glaube nicht das dieser Berufswunsch nur in einem anderen Bundesland gibt. weiterhin schreibst du absoluter Unsinn

Kommentar von Menuett ,

Deutsche Gesetze sind absoluter Unsinn?

Wenn Du meinst...

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