Frage von mynonaus, 124

Kann das Hauptzollamt rückwirkend die Steuer erhöhen?

Hallo.

Zu meiner Frage... Ich habe mir vor 2 Jahren einen Pick-Up gekauft, der damals als LKW eingetragen, jedoch aufgrund der 6 Sitzplätze als PKW versteuert wurde, was ich auch nicht in Frage stellte. Ein Jahr später bekam ich einen Bescheid das der Pick-Up plötzlich als LKW versteuert wird. Natürlich habe ich deswegen keine Diskussion angezettelt. Jetzt habe ich Mitte Dezember ein Schreiben erhalten, dass der Pick-Up rückwirkend wieder als PKW versteuert wird und ich einen bestimmten Betrag zu begleichen habe.... Darauf habe ich mich telefonisch beim Hauptzollamt gemeldet, der Herr war mit meiner Frage erst mal leicht überfordert und legte mir nahe einen schriftlichen Widerspruch zu verfassen... Gesagt getan... Ich erhielt einige Zeit später einen Anruf vom Hauptzollamt ich solle doch einen 3 Zeiler verfassen, dass ich den Widerspruch zurückziehe, da ich das ja eh zu bezahlen hätte, es wäre damals nur ein Fehler unterlaufen. Nun bezahlt habe ich, den Widerspruch möchte ich aber nicht zurückziehen, da ich es eine Frechheit finde, dass ich deren Fehler ausbaden soll. Kennt sich da jemand aus??? Danke im Vorraus.

Antwort
von PatrickLassan, 103

Erklär gegenüber dem Hauptzollamt, dass du deinen Einspruch aufrecht erhältst und eine Einspruchsentscheidung nach § 367 AO verlangst. Hast du diese, kannst du vor dem Finanzgericht klagen.

PS: Ehrlich gesagt halte ich die Erfolgsaussichten für minimal, aber das ist deine Entscheidung.

Kommentar von mynonaus ,

Also bezahlt habe ich, zurückziehen werde ich nicht, ob ich mir den Ärger mit einer Klage geben will? Ich glaube nicht.. Es ging ja eigentlich nur darum, ob ich gleich zurückziehen soll, was mir eigentlich eh schon klar war. Ich schick den Herren dann ein Bild von meinem Elektroauto, dass ich mir anstelle des Pick-Ups zulege, welches ja bei Neuanmeldung erst mal ein paar Jahre steuerfrei bleibt. :-)

Kommentar von PatrickLassan ,

Also bezahlt habe ich

Dann frage ich mich, wieso du in einem anderen Kommentar von einer Mahnung schreibst. Hast du erst aufgrund der Mahnung gezahlt?

zurückziehen werde ich nicht, ob ich mir den Ärger mit einer Klage geben will?

Dann gibt es zwei Möglichkeit:

1. Das HZA hilft dem Einspruch ab, d.h. der Steuerbescheid wird aufgehoben bzw. geändert (was ich für unwahrscheinlich halte).

2. Das HZA erteilt eine Einspruchsentscheidung. Ob du dagegen klagst, ist wie schon gesagt deine Entscheidung.

Antwort
von martinzuhause, 124

warte doch erst mal ab wie der widerspruch entschieden wird. bearbeitet werden muss er erst mal

Kommentar von mynonaus ,

Der Witz ist, dass ich jetzt trotz vorliegendem Widerspruch eine Mahnung erhalten habe...

Kommentar von martinzuhause ,

da weiss einer nicht was der andere macht. hauptsache du hast zum widerspruch einen anchweis das die ihn erhalten haben

Kommentar von PatrickLassan ,

Doch, die wissen sehr wohl, was sie tun. Der Einspruch gegen einen Steuerbescheid hat nämlich keinen Einfluss auf die Zahlungspflicht. Der Fragesteller hätte einen Antrag auf Ausssetzung der Vollziehung stellen müssen.

Kommentar von wurzlsepp668 ,

ähm, ein Widerspruch entbindet nicht von der Zahlung .........

ohne Stundungsantrag trägst Du die Säumniszuschläge ..

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