ZwieZeit am 02.09.2009 um 8:49 Uhr
Meine drei Schwestern haben Abitur und an der Uni ihre Diplome gemacht. Meine drei Brüder haben nicht einmal einen richtigen Schulabschluss, geschweigeden eine Ausbildung. Sie schlagen sich halt so durch. Ich (weibl.) habe auch Abitur und studiere jetzt.
Kann so eine krasse geschlechtliche Verteilung des Strebens/Lernens an den Genen liegen? Weil unsere Eltern haben uns Mädchen eigentlich nicht mehr gefördert als die Jungs.
Danke.

Es ist schon manchmal merkwürdig zu beobachen, wie unterschiedlich sich Geschwister innerhalb einer Familie entwickeln...es könnte daran liegen, dass deine Brüder dem Druck und den Anforderungen nicht gewachsen waren, dass sie sich eben selbst blockiert haben und ihr Mädels einfach angepasster und braver euer Ziel verfolgt habt...
Frag doch mal Vater und Mutter wie sie selbst als Jugendliche im Elternhaus und der Schule waren und ob sie alles beim ersten Durchgang geschafft haben oder auch einen zweiten Anlauf brauchten, vielleicht erkennt ihr Gemeinsamkeiten.

Es liegt nicht an den genen. Man hat mittlerweile beobachten können, dass Mädels nunmal etwas strebsamer sind. Das liegt unter anderem auch am Rollenbild der Frau. Früher wars nicht wichtig, welche Bildung eine Frau hatte, heute sieht es schon anders aus. Sie wollen sich selbst verwirklichen und etwas erreichen. Das Heimchen am Herd gehört der Vergangenheit an. Viele Jungs sehen die Schule etwas lockerer, aber man kann es nicht generell sagen. Die Anteil der weiblichen Abiturientinnen nimmt stetig zu, während die Jungs auf der Strecke bleiben. Gründe gibt es viele, angefangen bei der Förderung durch die Eltern, bis hin zur Förderung durch die Lehrer.
moon73 am 2. September 2009 09:04 Schöne Antwort - DH :)
fischerhundefan am 4. September 2009 13:13 DDH Rabenfeder! das hast Du schön erklärt ♥

wie sieht es denn mit der Bildung der Eltern aus ??? Das würde micht jetzt schon interessieren ...
kikkerl am 2. September 2009 08:55 hat nix mit bildung zu tun. wer will schafft das gymi auch wenn seine eltern hilfsarbeiter sind...und umgekehrt gibts auch anwaltskinder die auf hauptschule sind
genau!
moon73 am 2. September 2009 09:04 Das hat oftmals leider sehr wohl was mit der Vorbildung und beruflichem Stand der Eltern zu tun, in welche Fußstapfen die Kinder treten.
ZwieZeit am 2. September 2009 08:56 Unsere Eltern sind beide Diplom Forstingenieure
Regenzauber am 2. September 2009 09:01 Die scheinen aber seltsam zu sein, wenn man 7 Kinder in die Welt setzt und dann drei davon es nicht packen.
kikkerl am 2. September 2009 09:03 ist doch egal was die eltern sind... die jungs wollen halt nicht lernen und das wars
ZwieZeit am 2. September 2009 09:03 naja, kann halt passieren - nur eben auffällig, dass es meine Brüder sind und das nicht gleichmäßiger verteilt ist.
Na klar, an allem sind die Eltern schuld. Zaubern können auch die besten Eltern nicht.
kikkerl am 2. September 2009 09:25 moon73 in der grundschule schon. aber wie oft purzeln dann gerade kinder von ach sooo intelektuellen eltern auf real oder sogar auf hauptschule gg

vielleicht hatten sie einfach keine lust auf schule. die gene dafür verantwortlich zu machen, ist doch etwas weit hergeholt.
ZwieZeit am 2. September 2009 08:58 ja, dafür bin ich normalerweise auch nicht. Mir fällt es nur auf, weil man ja bei 7 Kindern schon mal eher ne Statistik aufstellen kann als bei 3...
DollyPond am 2. September 2009 09:03 klar aber die kinder werden ja nicht alle exakt gleich erzogen und haben alle ihren eigenen kopf. es spielen sehr viele faktoren eine rolle, die einfluss auf die entwicklung haben. freunde, lehrer, umfeld, vorbilder, medien, werte etc. diese faktoren sind bei jedem kind anders ausgeprägt. daher kann man das nicht so direkt vergleichen, denke ich.
kikkerl am 2. September 2009 09:04 statistik???? oh mann... es gab schon familien mit 10 kindern bei denen alle das gymnasium geschafft haben gg
ZwieZeit am 2. September 2009 09:07 Statistik ist Statistik, ob ich sie innerhalb einer Familie mache oder mit 100 Familien g
kikkerl am 2. September 2009 09:26 natürlich... und alles was bisschen anders ist wird in eine andere schublade gesteckt. ich halte weniger von statistik als von vernunft!!!
und wenn ihr in euerer eigenen familie schon mit so etwas anfangt dann ist sicher was schief gelaufen...

ach ne... wohl noch nie etwas davon gehört das jungs auch das gymnasium schaffen???
das liegt ganz bestimmt nicht in den genen sondern an der faulheit gg

gene sind für vieles verantwortlich, was innerhalb der familie passiert, aber nicht für die lerntüchtigkeit ;)

Vielleicht haben eure Brüder einfach nur als schlechtes Beispiel gedient das ihr Mädels es besser machen wolltet ;)

Das kann manchmal an den genen liegen z.b. vater super tüchtig mutter eher mehr die sich nicht so ins zeug legt oder umgedreht..
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sich deine zwei jüngeren Brüder eher deinen großen Bruder zum Vorbild genommen haben, während ihr Schwestern eurer ältesten Schwester hinterher geeifert habt. Sowas passiert oft in Familien und ist mir schon oft aufgefallen. Einen genetischen Zusammenhang würde ich hier auch eher ausschließen.

Vielleicht sind in IRGENDEINER Hinsicht die Jungens doch anders behandelt worden (bewußt oder vielleicht sogar eher unbewußt) als die Mädels.
Und ich bin der Meinung, daß solche Unterschiede nicht allein an den Genen liegt, aber möglicherweise zu einem Teil. Bei einigen psychischen Störungen ist man auch immer noch im Streit darüber, ob es anerzogen ist oder genetisch bedingt. Und das mir am plausibelsten erscheinende Erklärungsmodell ist jenes, das sagt, die SENSIBILITÄT der Betreffenden ist ein genetischer Faktor, ABER es müssen weitere - Faktoren dazukommen, damit es zur Manifestation der Störung kommt. Und diese Faktoren sind Erziehung, gesellschaftliches Umfeld, eventuelle prägende Ereignisse und die aktuellen Lebensumstände.
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Aus meiner heutigen Sicht ist es für einen Menschen weniger wichtig, welche Schulbildung, welchen Beruf oder wieviel Einkommen er hat, sondern ob der sich und das Leben gut akzeptieren kann - ob er ein glücklicher Mensch ist. Und das ist - unabhängig von äußeren / materiellen Faktoren - allein eine Sache von Entscheidung / innerer Einstellung, also des Bewußtseins.

Intelligenz wird (zum derzeitigen Standpunkt der Wissenschaft) wahrscheinlich zu einem gewissen Grad über die Gene vererbt. Es besteht jedoch auf keinen Fall ein Unterschied zwischen männlich und weiblich.
Die von dir beschriebene Kluft hängt mehr mit dem Umfeld und Gesellschaftlichen einflüssen zusammen. Welche ja bei Männern und Frauen (zumeinst) unterschiedlich sind.
(Selbst wenn man als Mann lernt kann man sowas nicht öffentlich zugeben ;-P)