Frage von LunaSchotte, 27

Kann Betrukenheit bei Schlaganfall Leben retten?

Meine Tante(50 Jahre alt,Kräftig gebaut,Alkoholiker,Raucher) wurde aufgrund eines Schlaganfalls den sie auch überlebt hat ins Krankenhaus eingeliefert. Jedoch ist ihr nun die Benutzung des linkes Arms stark eingeschränkt. Ich weiß leider nicht viel mehr, aber bei uns im Umkreis meinen einige dass sie,zu dem Zustand Betrunken gewesen sei. Und nun würde es mich interressieren ob Betrunkenheit bei einem Schlaganfall das Leben retten kann. Wie gesagt,viel mehr wurde mir dazu nicht gesagt.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo LunaSchotte,

Schau mal bitte hier:
Medizin Alkohol

Antwort
von garfield262, 15

Moin,

um mehr Verständnis für dieses Krankheitsbild aufzubringen: Ein Schlaganfall ist nicht per se tödlich bzw. lebensbedrohlich (wie oft angenommen wird). Die Dringlichkeit der Behandlung eines Schlaganfalls erwächst aus Defiziten, die vorübergehend oder eben dauerhaft, je nach betroffenem Hirnareal, bestimmte Körperfunktionen betreffen.

Deine Tante hat somit also schon das "Höchstmaß" der möglichen Folgen (hinsichtlich der möglichen Folgen des in diesem Fall betroffenen Hirnareals) abbekommen; namentlich die (dauerhafte) Einschränkung bzw. den (dauerhaften) Verlust der motorischen (und möglicherweise auch sensorischen) nervlichen Versorgung (in der Medizin nennt man das "Innervation") des linken Arms.

Das Gehirn gliedert sich in mehrere Anteile, wie z.B. Großhirn, Kleinhirn, Zwischenhirn, Mittelhirn und so weiter. Die Aufgaben dieser Anteile unterscheiden sich im Großen und Ganzen recht deutlich voneinander und jeder Anteil kann auch noch in kleinere, funktionell unterschiedliche Anteile unterteilt werden. Diese große Menge an Hirnmasse muss natürlich u.a. auch mit Sauerstoff, Nährstoffen etc. versorgt werden, sowohl um ihre Funktion (die nervliche Arbeit), als auch um ihre strukturelle Integrität (Zellmembranen etc.) aufrecht erhalten zu können. Fällt diese Versorgung weg, stellen die Zellen zunächst ihre Funktionen ein. Dies äußert sich in den ersten akuten Symptomen des Schlaganfalls (z.B. Lähmungserscheinungen). Bleibt diese Unterversorgung länger bestehen, gehen die Zellmembranen der Nervenzellen (Neuronen) und des "Bindegewebes" im Gehirn (Gliazellen) zugrunde und der Schaden ist nur noch schwer wieder zu beheben.

Die möglichen Einschränkungen hängen, wie im ersten Teil des vorigen Absatzes deutlich wird, von dem verlegten Gefäß ab. Ist z.B. ein hirnstammversorgendes Gefäß verlegt, sehen Prognose und mögliche Komplikationen deutlich bedrohlicher aus, da der Hirnstamm u.a. wesentliche, für das Überleben notwendige Funktionen steuert.

Die Kernbotschaft ist folgende: Dass deine Tante diesen Schlaganfall überlebte, steht definitiv nicht mit ihrem Alkoholkonsum in Verbindung, sondern schlicht und ergreifend mit dem "glücklichen" Umstand, dass "nur" die den linken Arm versorgenden Hirnrindenareale betroffen zu sein scheinen. Es hätte genauso gut sein können dass ein zentral wichtiges Gefäß wie die Arteria cerebri media betroffen gewesen wäre; in dem Fall hätte die Situation noch ganz anders Enden können (massive Unterversorgung großer Hirnareale, sekundäre Schwellung des Nekrosegebiets durch Freisetzung von Entzündungsmediatoren etc., mögliche Tentorium-Einklemmung und so weiter) - in dieser Situation würde der Schlaganfall mit hoher Wahrscheinlichkeit mit deutlich massiveren neurologischen Verlusten verbunden sein, wenn er nicht sogar tödlich verlaufen würde. Darüber hinaus mindert Alkoholismus und dessen Auswirkung in vielfältiger Weise die Möglichkeit, sich von einem solchen Ereignis zu rehabilitieren und macht bei Fortführung des Lebensstils einen Re-Infarkt nur umso wahrscheinlicher.

Ich weiß, dass das jetzt alles sehr böse und ernst klingt, aber Alkoholismus darf in keinster Weise verharmlost oder beschönigt werden, daher auch das Beispiel dieses Schreckensszenarios im vorigen Absatz.

Konnte ich dir soweit helfen oder hast du noch Fragen?

Lieben Gruß :)

Antwort
von JohnnyAppleseed, 27

Ich würde behaupten. Dadurch ist der Schlaganfall erst entstanden und sie hatte mehr Glück als Verstand.

Antwort
von user8787, 19

Das halte ich für ein Gerücht. 

Es heißt zwar das Alkohol die Gefäße erweitert, aber Alkohol schädigt auch die Innerwände der Gefäße. Somit steigt wiederum das Risiko für Schlaganfälle. 

Mir sind auch keine Studien in der Richting bekannt, im Gegenteil. 

Antwort
von Hardware02, 7

Nein. Man kann einen Schlaganfall überleben, oder man kann daran sterben. Es kommt dabei nicht darauf an, ob man betrunken ist, sondern nur, wie viel des Gehirns betroffen ist (das ist ja unterschiedlich), und wie schnell man ins Krankenhaus kommt.

Antwort
von amesas, 17

Ich bezweifle, dass ein Blutgefäß, welches verstopft ist, mit Alkohol wieder keine Probleme mehr bereitet. Wenn überhaupt hat der tabak- und Alkoholkonsum dazu geführt.

Antwort
von Sigimike, 19

Ich Glaube das kann sogar gefährlicher werden.
Eventuell könnte das Bewusstsein in Zusammenhang MIT einem Schlaganfall... noch grösseren Schaden davon tragen.
(Den Reflex sich, irgendwie noch wo festhalten zu können z.b)

Meine Grossmutter hatte schon 2 Schlaganfälle :( Sie Lebt (!) und hat sich gut erholt davon! Jedoch ist es eine grosse Schande, sie dabei sehen zu müssen.

Ich möchte Dich beruhigen. Auch das Gesicht meiner Oma war Links-Seitig Total schlaff und wie gelähmt. Auch ihr linkes Auge verdrehte sich ständig.
Es ging 2-3 Monate bis sich das alles erholt. Sie hat sich echt 2x erholt!

Vielleicht kennst du das Gefühl, wen es Dir wie ein Schlag in den Hals,Nacken,Zungenbereich gibt - Durch einen Nerv den man sich einklemmt.
Nach diesem Schlag ist auch der Hals Nacken oder sogar Zunge für ein paar Minuten lahmgelegt, und es kribbelt. (Als Vergleich)

Wichtig ist, das deine Tante den Alkohol runter schraubt.

Was rauchen betrifft bin ich skeptisch.
Ich kannte Menschen, die rauchten 50 Jahre lang 2 Pack Kippen.
Nach 50 Jahren hörten Sie auf zu rauchen, einfach so!
Starben aber nach einigen Monaten!?!?! 
Leider tat das ihren Körpern nicht gut, da dem Körper etwas fehlte.

In Absprache mit Ärzten wird sich für deine Tante eine gute Lösung bieten.
Wichtig ist, für Sie da zu sein, sie zu unterstützen.

Ich wünsche Dir und deiner Tante gute Besserung.

Antwort
von Wonnepoppen, 19

Wenn sie betrunken war, als sie den Schlaganfall hatte, wie kann dann Alkohol Leben retten?

Hast du mal über den Sinn deiner Frage nachgedacht?

Antwort
von tigerlill, 12

Nein das hat damit nichts zu tun..Mann muss bei einem Schlaganfall schnell handeln..jedoch bleiben meist leider Gottes bleibende Schäden wie bei deiner Tante.. Kannst gerne mal googlen wodurch ein Schlaganfall ausgelöst werden kann..bzw was da im Gehirn paasiert und warum manche bleibende Schäden davon tragen

Antwort
von extrapilot350, 23

Nein, das hat damit nichts zu tun.

Antwort
von LunaSchotte, 16

Gelöst. Entschuldigung, ich habe gar keine Ahnung von so etwas . Deshalb habe ich ja gefragt. Ich habe es ja verstanden.

Antwort
von meinerede, 13

Wie heißt es so schön: " Kleine Kinder und Besoffene haben ´nen Schutzengel"! Jedenfalls hatte sie mehr Glück, als Verstand!

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