Frage von DesmondHume, 70

Kann beim Kapitalismus/Geldsystem jeder reich sein?

Ich weiß, dass wenn jeder ne Millionen hat diese natürlich nichts mehr wert ist. Aber könnten alle Menschen in diesem Moment mit diesen System theorethisch sehr gut leben? Wenn nicht, verstehe ich nicht, wie jeder so Herzlos sein kann...

Ich meine mir ist eigentlich egal, ob Geldsystem oder nicht, hauptsache jeder kann gut leben...

Aber wenn das nicht geht, muss man dieses System doch abschaffen, oder?

Danke!

Antwort
von lesterb42, 57

Die Schere zwischen arm und reich wird immer größer.

Wird immer wieder und gerne behauptet. Ist für Deutschland bei den Einkommen aber falsch. Der Gini Koeffizient, der diese Ungleichheit beschreibt, ist in Deutschland weltweit am niedrigsten.

Bei den Vermögen sieht dies anders aus.  Wenn man sich  die Vermögensverteilung ansieht, beschreibt das Diagramm eine Zwiebel mit einer sehr sehr langen dünnen Spitze. Es gibt in Deutschland in der Tat eine kleine Gruppe sehr reiche Leute (Albrecht, Quandt, Klatten). Das ist m. E. nicht sehr wünschenswert aber der Preis der Freiheit, die das Enstehen einer solchen Vermögenskonzentration zuläßt.

An alle die diese Verhältnisse ach so schrecklich finden:

Ihr solltet das dringend mit unseren Neubürgern vertiefen. Die meisten werden erklären können, was Hunger ist.

Antwort
von dompfeifer, 49

Nein. Zwar könnte selbstverständlich in unserer Zeit des allgemeinen, gigantischen globalen Überflusses Jeder prächtig leben ohne Furcht vor Mangel oder Gewalt. Das ist uns aber leider nicht erlaubt:

Der Kapitalismus erzeugt ständig Armut und gründet sich darauf. Ideologisch wird das mit zwei idiotischen Axiomen gerechtfertigt: Mangel muss angeblich ständig gewaltsam staatlich hergestellt werden, weil

- die Bedürfnisse der Menschen unbegrenzt sind, und weil

- die Güter zur Bedürfnisbefriedigung von Natur aus begrenzt sind.

Tatsächlich kann ich z.B. maximal ein Auto, Fahrrad oder Bett gleichzeitig benutzen und täglich maximal 3 Liter Bier trinken und 20 Tomaten essen. Wie kann da ein menschliches Bedürfnis "unbegrenzt" sein?

Tatsächlich werden z.B. in der EU seit Jahrzehnten Lebensmittel vernichtet zwecks Preisstabilität. Da gibt es nirgends natürliche Begrenzungen, sondern nur staatliche Begrenzungen: Warum braucht man z.B. ggfs. eine Arbeitserlaubnis, wenn man sich nützlich machen will? Warum konkurrieren im Kapitalismus die Menschen um mühsame Arbeit (Arbeitsplätze) und nicht um Arbeitsprodukte?

Ohne allgemeine gewaltsame Trennung von den Arbeitsprodukten (Privateigentum) würde kaum jemand seine Arbeitskraft verkaufen. Der Kapitalismus funktioniert, weil mittlerweile die locker erzeugbare Menge der Güter zur menschlichen Bedürfnisbefriedigung (nicht zur Kriegsführung, Flüchtlingsvertreibung u. dergl.!) weitaus größer ist als die Menge der Güter zur Befriedigung aller (!) Bedürfnisse. Ohne Mangel an Lebensmitteln gibt es keine verstandesgeleitete Gewalt. Vor dem Kapitalismus gab es für den Mangel an Lebensmitteln tatsächlich natürliche Gründe: Die Menschen kannten nicht die Naturgesetze zur Beherrschung der Natur.

Und wegen kollektiver Faulheit ist auch noch kein Volk ausgestorben: Das Maß an gemeinnütziger, ungezwungener körperlicher und geistiger Betätigung, das die Menschen heutzutage neben ihrer Lohnarbeit (zum erheblichen Teil ergebnislos) ganz ohne Zwang aufbringen, reicht schon lange hin, um den Bedarf an allen Gütern zu decken mittels zielgerichteter Produktion.

Antwort
von wfwbinder, 70
   Kann beim Kapitalismus/Geldsystem jeder Reich sein?

Theoretisch ja. Natürlich nicht dadurch das man "Geld druckt," sondern nur dadurch, dass eine Leistung von der Person generiert wird (welche auch immer).

Keiner Wird Reich dadurch, dass man einem Milliadär Geld wegnimmt. Man kann natürlich Steuern für Reiche erhöhen und das Geld unter den Armen verteilen. Aber dadurch werden die ja nciht Reiche.

Nimm den deutschen Milliardären, es sind angeblich 123, jedem 650.000,- Euro weg. Dann hast Du 80 Millionen udn kannst jedem Deuschen 1 Euro geben, oder den 10 Millionen ärmsten je 8 Euro. Also für jeden ein Sparmenü bei McDonalds.

Aber wenn ein Armer eine gute Idee hat und diese mit staatlicher Hilfe verwirklicht (es gibt genügend Förderprogramme) udn verdient damit eine Million, dann ist er Wohlhabend, keiner ärmer udn die Staatskasse hat auch noch Einnahmen.

Kommentar von DesmondHume ,

So könnte doch jeder Millionär werden? Wenn jetzt ein gut laufendes Geschäft hat?

Kommentar von wfwbinder ,

Wie geschrieben, theoretisch ja, praktisch nein, weil eben nciht jeder die Fähigkeiten hat, die ein hohes einkommen erbringen.

Ich habe eine gute Ausbildung und verdine ganz ordentlich. Ein anderer ohne Ausbildung, muss aber eventuell bei DSDS gewinnen um gut zu verdienen.

Kommentar von DesmondHume ,

Wieder ein anderer hat gar keine Chance, weil er irgendwo in Afrika lebt...

Kommentar von andre123 ,

naja. direkt wegnehmen wäre in der Form natürlich Unsinn, aber eine Umverteilung durch Vermögenssteuer/Erbschaftsteuer und höhere Spitzensteuersätze, sowie eine niedrige Mehrwertsteuer dafür jedoch eine Luxussteuer.  Ein steuerfinanziertes Gesundheitssystem ( Bei welchen alle Steuerarten greifen )  würde sicherlich schon eine deutlichere Umverteilung bedeuten. Unabhängig von den dadurch entstehenden Problemen , die sind mir durchaus bewußt.  Ansatzweise gab es das zumindest im Schweden der 70er

Kommentar von wfwbinder ,

@andre123

Vermögensteuer ist wegnehmen, denn der Zufluss wurde per Einkommen- oder Erbschaftsteuer schon besteuert.

Bei der Krankenversicherung stimme ich Dir voll zu, weil es logischer ist das in das Steuersystem einzubetten, denn es ist ja ohnehin eine Art "Gesundheitssteuer" die wir als KV-Beitrag zahlen.

Kommentar von DesmondHume ,

Sollte man ausprobieren.

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 58

Kann beim Kapotalismus/Geldsystem jeder Reich sein?

Ja, "jeder", aber NIE "alle".

--------------------------

Kapitalismus basiert existenziell auf einem Wohlstandsgefälle. Nimmt man das Wohlstandsgefälle weg, indem beispielsweise alle morgen früh als Millionäre aufwachen, ist der Kapitalismus in diesem Moment gestorben.

Ich weiß, dass wenn jeder ne Millionen hat diese natürlich nichts mehr wert ist. 

Das ist so nicht richtig. Grundsätzlich wäre eine Million dann immer noch eine Million wert.

Allerdings würde die Habgier dafür sorgen, dass die Menschen nach Möglichkeiten suchen würden, "reicher als die anderen" zu werden. Und dazu gehören auch Tricks und Kniffe, um das oben genannte Wohlstandsgefälle wieder herzustellen.

Aber könnten alle Menschen in diesem Moment mit diesen System theorethisch sehr gut leben?

Grundsätzlich ja

Dazu müsste man entweder das Geld durch Wirtschaftsleitung deckeln ... oder massive Struktur-Veränderungen vornehmen. 

Letzteres macht man zwar schon, indem beispielsweise Hunderte Milliarden Euro und Dollar ohne wirtschaftliche Gegenleistungen in die Märkte (vor allem in den Finanzmarkt) gepumpt werden; doch ob das dem "Wohlstand für alle!" gewidmet ist, darf wohl bezweifelt werden...

Wenn nicht, verstehe ich nicht, wie jeder so Herzlos sein kann...

Der Kapitalismus ist eine Gesellschafts-Wirtschafts-Form, die keinerlei Interesse am "Menschen" hat. 

Alles, was zählt, ist Geld. Damit kann man sich alles kaufen; auch Menschen.

Aber wenn das nicht geht, muss man dieses System doch abschaffen, oder?

Nun, listigerweise haben die, die darüber entscheiden können, alle Fäden der Macht in der eigenen Hand. Um es also "abzuschaffen", müssten sie sich ins eigene Fleisch schneiden... 

Ironischerweise war eine der Lehren aus der Weimarer Republik und dem nationalsozialistischen Deutschland, dass man nie wieder Geld & Macht in die gleichen Hände geben dürfte. Deshalb achtete man bei der Gründung der Bundesrepublik sehr darauf, beides zu trennen: 

  • Der Staat sollte sich nicht in die wirtschaftlichen Belange (also dort, wo das Geld "fließt") einmischen. Einzig "Rahmen-Befugnisse", also die "rechtliche Begrenzung des wirtschaftlichen Handlungsspielraums" sollte er haben.
  • Und die Wirtschaft sollte sich aus politischen Entscheidungen heraushalten und um ihren eigenen Kram kümmern.

Während man nicht müde wird, das Erste immer noch zu fordern; ist das Zweite längst überholt. Die Wirtschaftsbosse gehen in der Politik ein und aus und kaufen sich auch gern schon mal Gesetze (s. E.ON und seine "Energie-Gesetze") oder gleich ganze Politiker (vgl. "Rent a Rüttgers").

Und so kam es, dass Deutschland von einem einstigen "vorbildlichen Sozialstaat" binnen kaum als 20 Jahren auf einen Platz als "das Land mit den zweitmeisten Niedriglöhnern in Europa" durchgereicht wurde. 

... Übrigens mit hauptsächlicher Hilfe der SPD (die einst als "Arbeiterpartei" gegründet wurde und seit 1914 nicht müde wird, in jeden "Boss-Hintern" zu kriechen, der lange genug still hält), was dem Ganzen nochmals eine deutlich bezeichnende Note verleiht...

Es gäbe noch eine Option: Das Volk ... Allerdings - und das ist kein Scherz - ist Revolution in Deutschland wohlweislich von der Obrigkeit verboten worden. Und, nun ja, der gemeine Deutsche, das wusste schon Lenin vor rund 80 Jahren zu berichten ...

Wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich erst eine Bahnsteigkarte! (W.I.Lenin)

Wie also willst du etwas abschaffen, das abzuschaffen man dir verbietet?

Kommentar von Antifascist ,

Indem man nicht im Sinne der Verfassung handelt ;)

Kommentar von Unsinkable2 ,

Oh, "die Verfassung" lässt es durchaus zu. 

Artikel 20 beschreibt etwa, dass die Bundesrepublik demokratisch und sozial sein MUSS.

Dass sie immer weniger sozial ist, kann man an vielen Ecken und Enden sehen. Nicht nur die abnehmenden Sozialleistungen (Gesundheit, etc.) sondern auch die Zahl der Niedriglöhner, die mittlerweile ein so bedrohliches Niveau erreicht hat, dass sogar die OECD immer lauter warnt, sind deutliche und zweifelsfreie Indikatoren

Und dass ihr die Demokratie abhanden gekommen ist, dürfte spätestens seit den letzten zwei Bundesversammlungen, bei denen die Präsidenten von drei, vier Leuten hinter verschlossenen Türen ausgeklüngelt wurden, und man sich nicht einmal entblödete, das auch noch öffentlich zu verkünden, bekannt sein.

Im gleichen Artikel steht in Absatz 4 der "Aufruf zum Widerstand" gegen diese schleichende Abschaffung der im Absatz 1 benannten Fundamente.

------------------------

Die Verfassung FORDERT ALSO SOGAR DAZU AUF.

------------------------

Ich, ganz persönlich, wage allerdings zu bezweifeln, dass es dann so "glatt" abläuft, wie seinerzeit, als die DDR sich verabschiedete. Und dabei ginge es noch nicht einmal notwendigerweise um das "vollständige Abtreten", sondern nur um das "teilweise Abgeben"...

Kommentar von DesmondHume ,

Gesetze sind da, um sie zu brechen. Ich verstehe, jetzt langsam. Für mich ist eher die Frage: Wie kann ein Staat etwas verbieten, dass man nicht verbieten kann?

Kommentar von Unsinkable2 ,

Wie kann ein Staat etwas verbieten, dass man nicht verbieten kann?

"Gesetze" sind wechselseitige Vereinbarungen der Vertragsparteien:

  • Der Gesetz-"Geber" (Politik) erlässt ein Gesetz.
  • Der Gesetz-"Nehmer" (Volk) verspricht, sich daran zu halten.

Insofern kann der Gesetz-Geber JEDES Gesetz erlassen, das er will. Auch verfassungswidrige Gesetze, wie wir aus langer, leidiger Erfahrung wissen. 

Er muss nur sicherstellen, dass es genug Leute gibt, die bereit sind, diese Gesetze durchzusetzen.

----------------------

Hier (https://goo.gl/y9eL3h (PDF)) findest du eine (unvollständige) Liste der Gesetze, die nach 1990 erlassen wurden und mittlerweile unstrittig verfassungswidrig sind. 

Einige Verfassungsrechtler gehen davon aus, dass, würden ALLE GESETZE GEPRÜFT werden, mehrere Hundert Gesetze mangels Verfassungskonformität umgehend abgeschafft und mehrere Tausend Gesetze umgehend geändert werden müssten..

Kommentar von DesmondHume ,

Bzw. Nicht verhindern kann.

Kommentar von FrageSchlumpf ,

Was hat "Kapitalismus" zwingend mit Wohlstandsungleichgewichten zu tun ?

Wenn wir nicht die Steuergeschenke für Reiche der letzten 30 Jahre gehabt hätten und stattdessen noch mehr umverteilt, wären wir immer noch ein kapitalistisches , also auf Privateigentum basierendes Wirtschaftssystem.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Was hat "Kapitalismus" zwingend mit Wohlstandsungleichgewichten zu tun ?

Kapitalismus fußt existenziell darauf. Es ist eine seiner Grundbedingungen, um überhaupt existieren zu können.

Machen wir ein einfaches Beispiel: Nehmen wir mal an, morgen früh würden ALLE Menschen auf diesem Planeten als Millionäre aufwachen.

"Arbeit" - ganz besonders die eigene - ist aber nicht für jeden "Lebensinhalt", sondern vielfach "zwingende Notwendigkeit zum Broterwerb".

Die Leute würden also (und wir unterstellen "Motivation zur Arbeit"!) umgehend vom "Lohn-Zwang" befreit werden und stehenden Fußes anfangen, sich nach "interessanteren Jobs" umzuschauen. 

Es würde sich also umgehend die erste Frage stellen: Was machen all die Unternehmen mit ihren freien Stellen? 

Und die Antwort lautet schlicht: "Zu." Die meisten Unternehmen müssten umgehend schließen. 

Dabei entstünden keineswegs zwingend wirkliche Lücken, denn tatsächlich ist "der Markt" längst überfüllt:

Es gibt 300 verschiedene Auto- und 5.000 verschiedene Fernseher-Modelle. ... aber keinen echten "Bedarf" danach. Tatsächlich wollen die meisten "einfach nur das Beste". Punkt. (Oder würdest du, wenn du es dir leisten könntest, trotzdem irgendwas anderes, das unbequemer, unhandlicher oder einfach unpraktischer ist, nehmen?)

Dass sie es dennoch nicht nehmen, ist ALLEIN den Finanzen geschuldet. "Markt" entsteht also erst durch Wohlstandsgefälle. Je größer das Gefälle, desto breiter der Markt...

-------------------------

Und es geschähe noch etwas: Plötzlich würden nicht mehr "Manager" begehrt sein, sondern - beispielhaft für eine lange Reihe von Tätigkeiten - "Bäcker", "Maurer", "Elektriker", "Straßenkehrer", "Müllmann" und "Altenpflegerin". ... Denn an dieser  Stelle würde das System als erstes zusammenbrechen.

Solche Leute könnte man aber - sie sind ja schon Millionäre - nur mit hochdotierten Gehältern anlocken. Das würde das bestehende System auf den Kopf kippen.

Wenn wir nicht die Steuergeschenke für Reiche der letzten 30 Jahre gehabt hätten und stattdessen noch mehr umverteilt, wären wir immer noch ein kapitalistisches , also auf Privateigentum basierendes Wirtschaftssystem.

"Steuergeschenke für Reiche" sind ein wesentlicher Teil des "kapitalistischen Systems". Sie lassen sich nicht vermeiden. 

Und im Zuge der "Globalisierung" wird es nicht weniger, sondern noch sehr viel intensiver erforderlich, solche "Geschenke" zu machen.

Auch hier ist der Hintergrund einfach: "Gewinnträchtige Arbeit" ist begrenzt. Man kann sie nicht beliebig vervielfältigen. Also muss "darum gekämpft" werden. Und im Allgemeinen geschieht das durch "Anlocken", also durch ... Geschenke.

Kommentar von Antifascist ,

Unsinkable2 Ich finde dass du mal versuchen solltest, das ganze vermehrt an die Öffentlichkeit zu bringen... ist dank der Zensur sowieso offiziell fast unmöglich, aber sowas spricht sich rum.

Kommentar von weckmannu ,

Wenn es eine Zensur gäbe, könnten wir die Texte von 'unsinkable' schon gar nicht lesen -- also bitte Verschwörungstheorien weglassen!

Kommentar von Unsinkable2 ,

Unfug!

Wenn es KEINE Zensur gäbe, bekäme Snowden politisches Asyl; ganz besonders, nachdem sich ALLES, was er behauptete, bestätigt hat. 

Wenn es KEINE Zensur gäbe, hätte der Bundestag die "Selektorenliste" der NSA untersuchen dürfen; und nicht ein von Frau Merkel persönlich ausgesuchter Getreuer.

Wenn es KEINE Zensur gäbe, würden die Bundestagsabgeordneten ihre Nebenverdienste detailliert veröffentlichen müssen.

Wenn es KEINE Zensur gäbe, würde der Bundestag die Liste der Lobbyisten und ihre Aktivitäten detailliert veröffentlichen müssen.

Wenn es KEINE Zensur gäbe, würde Deutschland nicht auf Platz 15 der "Pressefreiheits-Liste" der Reporter ohne Grenzen landen. (Die USA liegen hier übrigens auf Platz 49; noch hinter Burkina Faso und diversen anderen Diktaturen. "Große Demokratien" haben es offenbar nicht so mit der Pressefreiheit) Deutschland konnte sich in den letzten beiden Jahren von Platz 17 auf Platz 15 zwar leicht verbessern; wurde aber seit 1999 von Platz 6 nach unten durchgereicht und liegt heute noch hinter der Bananenrepublik Jamaika.

Wenn es KEINE Zensur gäbe, würde Deutschland nicht auf Platz 2 der Rangliste der meisten Zensur-Forderungen in Googles Transparenzbericht stehen. (Hier geht es darum, dass Google Suchergebnisse filtern soll, bevor sie (deutschen) Nutzern angezeigt werden.)

Wenn es KEINE Zensur gäbe, würde sich die Politik nicht in Neusprech ausdrücken. Erst gestern wurden aus den "Sammellagern für Flüchtlinge" (die von der SPD abgelehnt wurden) "Registrierzentren mit eingeschränktem Bewegungsfreiraum für Flüchtlinge" (die von der SPD mitgetragen werden).

Wenn es KEINE Zensur gäbe, könnte der Steuerzahler Einsicht in den Vertrag der Bundesrepublik mit der Firma Toll Collect (das sind die, die die Maut eintreiben) nehmen. Dabei handelt es sich "normalerweise" um nichts, das der "staatlichen Geheimhaltung" unterliegen muss, oder?!

Wenn es KEINE Zensur gäbe, könnten Kohl und Merkel ihre Stasi-Akten nicht zum "Staatsgeheimnis" erklären. 

Wenn es KEINE Zensur gäbe, würde die Antwort von Frau Merkel auf die Frage, warum Deutschland Waffen nach Israel liefert, nicht in den Medien zensiert worden sein.

Wenn es KEINE Zensur gäbe, müsste der Einfluss der Parteien auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abgeschafft werden. Nicht nur die "Ständige Publikumskonferenz" weiß mit unzähligen Klagen davon zu berichten.

... Möchtest du noch mehr Beispiele für Zensur in Deutschland?

------------------------

Womit du argumentieren kannst - und das wäre tatsächlich richtig -, ist, dass in Deutschland niemand für seine Meinung sterben muss. Das sieht in Diktaturen (mit denen unsere Politiker auch ganz gern zusammenarbeiten, wenn es ihnen opportun erscheint) ganz anders aus.

Allerdings zu behaupten, in Deutschland gäbe es "keine Zensur", nur weil dies so behauptet wird, IST BEREITS ZENSUR. Und da haben wir vom immer ausgeprägteren "orwellschen Neusprech" und seinem "Doppeldenk" noch gar nicht angefangen...

https://de.wikipedia.org/wiki/Neusprech

Kommentar von lesterb42 ,

Wenn es eine Zensur geben sollte, kannst du sicher auch die gesetzliche Grundlage dazu benennen. Würde dann aber Art.5 GG wiedersprechen.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Wenn es eine Zensur geben sollte, kannst du sicher auch die gesetzliche Grundlage dazu benennen.

You made my day, lesterb42...

"Mord" ist nach Strafgesetzbuch ebenso von Staats wegen verboten, wie Zensur nach dem Grundgesetz. ... Bedeutet das wirklich, dass es keinen Mord gibt?

Würde dann aber Art.5 GG wiedersprechen.

Du bist von der schnellen Truppe, oder?!

Steuerhinterziehung widerspricht übrigens auch dem Grundgesetz. ... nur so als Hinweis.

Antwort
von MrsTateLangdon, 45

Nein, das geht selbstverständlich nicht..Ohne Armut, kein Reichtum..
Aber ich würde in nen anderes Land ziehen, würde wir hier Kommunisten oder so werden..Kapitalismus ist meiner Meinung nach schon das beste System..Wär ja blöd, wenn jeder das gleiche hätte und man sich nichts mehr erarbeiten und leisten kann..

Kommentar von DesmondHume ,

Heißt das, du fändest es Ok, wenn andere Humgern müssten, du aber dafür gut leben kannst?

Kommentar von Antifascist ,

Ja, total blöd wenn alle dasselbe haben und vor allem jeder leben kann ohne Angst zu haben an Armut verrecken zu müssen. Wirklich richtig schlimm.. Ein hoch auf den Kapitalismus, bei dem sich die Bonzen an der Ausbeutung anderer Menschen erfreuen und sich im Luxus ergötzen, während der Rest der Bevölkerung verreckt. Geiiiil

Kommentar von kilometercitro ,

antifascist du sprichst mir aus der seele

Kommentar von MrsTateLangdon ,

Hier muss auch niemand in Angst leben zu sterben, wir sind immer noch ein Sozialstaat, der zwar den Großteil der Steuern aus dem Fenster wirft, aber hungern muss hier nun wirklich niemand..

Kommentar von DesmondHume ,

HIER. Solange keine Kinder direkt vor deiner Haustür hungern müssen, ist ja alles Ok.

Kommentar von MrsTateLangdon ,

Die Frage ist jetzt was hat der Kapitalismus hierzulande mit hungernden Kindern in Afrika zutun..Genug Leute spenden doch was, aber anscheinend ja nicht genug.. Meine Schule hat sogar zwei Patenkinder und mehr kann man ja nun nicht tun..oder willst du Essen per Post darüberschicken..

Kommentar von DesmondHume ,

Am liebsten würde ich dahin gehen und denen ne Stadt dahin bauen...

Kommentar von MrsTateLangdon ,

Dann viel Spaß

Antwort
von shapre, 41

Geld ist nur so viel Wert, wie man dafür Waren bekommen kann. Wenn die Geldmenge so massiv steigt, wie Du es sagst, es aber nicht mehr Gegenwert gibt, dann sinkt die Kaufkraft, die die Million hat entsprechend. Anders und vereinfacht gesprochen gibts nicht automatisch mehr Ferraris oder Brot auf der Welt, wenn nur die Geldmenge steigt. Also wirst Du pro Ferrari und Brot entsprechend mehr zahlen müssen, damit jemand bereit ist, Dir sein xyz zu verkaufen.

Antwort
von Dryadravisher, 41

Was ist denn reich für dich? Viel haben? Ja, das ist möglich für jeden, der es will. Mehr haben als andere geht per Definition natürlich nicht. Das hat aber nichts mit dem Kapitalismus zu tun.

Mit dem aktuellen Geldsystem ist Reichtum für jeden nicht möglich. Wir haben aber auch kein kapitalistisches Geldsystem, sondern ein staatlich kontrolliertes Geldsystem, in dem die Geldmenge und der Preis für Geld (Zins) von staatlichen Institutionen kontrolliert wird. Man kann das mit der momentanen staatlichen Kontrolle der Lebensmittelpreise und -produktion in Venezuela vergleichen. Nachdem sich der Staat eingemischt hat, wurden Lebensmittel knapp, so wie es immer in sozialistischen Systemen ist. Man denke an die Schlangen vor Lebensmittelläden in der Sowjetunion. Es gibt und gab da nicht genug Lebensmittel, die man gegen Geld tauschen kann. Ähnlich ist es bei staatlichen Geldsystemen. Es gibt nicht genug Geld, für das man die Arbeitskraft eintauschen kann. Schaut man sich dagegen kapitalistische Märkte an, gibt es mehr als genug Brot, man muss es nur kaufen. Und das Brot reicht für jeden. Und hätten wir ein freies Geldsystem, müsste man nur arbeiten. Und für jeden gäbe es genug Arbeit, so wie es für jeden genug Brot gibt.

Kommentar von Antifascist ,

Und unzählige Menschen werden ausgebeutet und leben deshalb in Hunger und Armut. Weil Kapitalismus (den wir hier sehr wohl haben!) schlichtweg ungerecht ist.

Kommentar von Dryadravisher ,

Ausbeutung ist in reinen kapitalistischen Systemen ausgeschlossen. Wenn ein Geschäft keinen Vorteil bringt, findet das Geschäft nicht statt. Warum sollte ich etwas tun, was mich danach schlechter stellt? Ausbeutung geht nur mit Zwang und Gewalt. Wer kann mich in einem freien System zu etwas zwingen? Momentan gibt es nur den Staat, der Menschen systematisch zu etwas zwingen kann. Das Problem ist also der Staat, der Gewalt und Zwang ausübt und damit Ausbeutung erst ermöglicht. Das ist aber kein Kapitalismus.

Kommentar von andre123 ,

das ist der größte Unsinn den ich je hörte. Selbst überzeugte Kapitalisten bestreiten die Ausbeutung nicht. Sie rechtfertigen sie lediglich als notwendig

Kommentar von Dryadravisher ,

Was für eine überzeugende Argumentation. Meinen Kommentar als Unsinn zu bezeichnen und auf nicht anwesende Personen zu verweisen, die dir zustimmen, ist ja noch besser als die Schopenhauersche Dialektik.

Kommentar von DesmondHume ,

Es gibt auch jetzt genug Brot. Wird nur alles weggeschmissen. Was stimmt also nicht?

Kommentar von Dryadravisher ,

Was ist besser: Jeder hat genug Brot zum Essen und es wird etwas weggeworfen oder niemand hat genug Brot, muss hungern und deshalb wird auch nichts weggeworfen? Solange jeder satt ist, kann man Brot auch wegschmeißen. Das übrige Brot ins Museum zu  stellen wäre etwas übertrieben.

Kommentar von andre123 ,

Die Lebensmittel in Venezuela sind knapp, weil der  Opposition zufällig die größten Lebensmittelketten gehören, und die Ware gehortet wird, bzw bewußt verknappt wird, um die Unzufriedenheit in der Bevölkerung zu schüren

Kommentar von Dryadravisher ,

Natürlich. Und das war in jedem sozialistischen Land so? Irgendwie gibt es im Sozialismus immer nur Mangel. Davon aber sehr viel. Und Propaganda. De facto sind die Supermärkte enteignet. Also in staatlicher Hand. Das klingt eher so, als wollte die sozialistische Regierung die Schuld dem Klassenfeind in die Schuhe schieben, um vom eigenen Versagen abzulenken.

Kommentar von Antifascist ,

Es ist aber eben nicht jeder satt! Und statt das Brot den Menschen zu geben die hungern, wird es eben weggeschmissen. Anstatt Obdachlosen Wohnungen zu geben, stehen die Wohnungen lieber frei und Obdachlose erfrieren auf.den Straßen, und bekommen zudem noch den Spott der reichen Gesellschaft ab.. Es gibt kaum Menschen die.zB Geld an Obdachlose spenden, sei es auch nur 1€. Das ist der Geiz im Kapitalismus. Dass der Staat ein riesen Problem ist bezweifle ich ganz und.gar nicht. Und zur Ausbeutung.. Ja doch, die kann bestehen und die bestand, wenn man mehrere Jahre in der Geschichte zurückschaut! Und genau deshalb geht es Europa so gut, und Afrika so schlecht. Aufgrund der Ausbeutung im 19. Jahrhundert.

Kommentar von Dryadravisher ,

Weil der Staat die Wirtschaft und das Geldsystem zu stark kontrolliert. Da gibt es halt immer Mangel. Nicht ganz so stark wie in reinen Zentralverwaltungswirtschaft, aber immer noch zu viel. Der Trend ist doch ganz klar. Je mehr der Staat kontrolliert, desto ärmer ist die Bevölkerung.

Und die Ausbeutung im 19. Jahrhundert lag auch daran, dass der Staat Zwang und Gewalt ausgeübt hat.

Kommentar von DesmondHume ,

Das Problem ist, es gibt keine Volkvertreter. Es gibt nur Konzern und Betriebsvertreter. Die Regierung arbeitet nicht für das Volk, sondern für die Firmen und Konzerne. Wer das abstreitet, der ist eindeutig verblendet.

Kommentar von Dryadravisher ,

Da hast du Recht. Das ist eines der großen Probleme eines Staates, der in die Wirtschaft eingreift. Die Lösung ist auch hier ein kleiner Nachtwächterstaat.

Kommentar von Antifascist ,

Und je mehr Kapitalismus praktiziert wird, desto ärmer die Bevölkerung bzw. (!) desto größer die Schere zwischen arm und reich. Man muss von grundauf etwas im System ändern. People over profits. Naja die europäischen Machthaber haben sich im 19. Jh. die Ressourcen in Afrika einfach zugeschrieben und genommen. Und wurden somit einfach mächtiger.

Kommentar von Dryadravisher ,

Die Schere zwischen arm und reich ist an sich ja kein Problem. Solange man nicht von Neid zerfressen wird. Wichtig ist, dass jeder genug für ein angenehmes Leben hat. Und das bietet nur der Kapitalismus. Im Sozialismus sind alle gleich. Gleich arm. Und hungrig. Manche haben aber Glück und sind vorne an der Schlange beim Bäcker und bekommen noch etwas.

Kommentar von DesmondHume ,

Lasst uns den Staat umkrempeln.

Kommentar von Antifascist ,

Bin dabei.

Kommentar von DesmondHume ,

Such schonmal Leute und kläre auf.

Kommentar von DesmondHume ,

Man kann nicht gleich Reich sein? Und wenn im Kapitalismus ein angenhmes Leben für jeden drin ist, wieso ist es dann jetzt nicht so? Da kommen die reichen Ars**löcher ins Spiel.

Kommentar von Dryadravisher ,

Gleich nicht. Das ist ja auch nicht erstrebenswert. Es ist die Vielfalt, die es interessant macht.

Weil wir keinen reinen Kapitalismus haben und der Staat überall Produktivität abschöpft und die Geldmenge und den Preis für Geld kontrolliert.

Kommentar von lesterb42 ,

Es ist doch besser für 10 € ausgebeutet zu werden als für 8,50 € nicht.

Antwort
von kilometercitro, 32

Nein das geht nicht! Wenn zu viel Geld im Umlauf ist nennt man das Inflation. Der Kapitalismus kann nicht ohne arme Leute entstehen. Darum ist er ja auch so sche***. Die Schere zwischen arm und reich wird immer größer und die Leute sind blöd

Kommentar von DesmondHume ,

! Keiner tut was. Die reichen werden immer reicher und die armen immer ärmer...

Kommentar von kilometercitro ,

genau so ist es. die meisten störts aber niemand (ein paar natürlich ausgeschlossen) macht irgendetwas. das ist die Hauptsache warum dieses system noch nicht gekappt wurde. weil uns die Propaganda außerdem komplett rausgebracht hat und deshalb jeder das für das richtige hält

Kommentar von kilometercitro ,

lese mal russische, chinesische oder sonstewas für Zeitungen (sputnik news kann ich dir sehr empfehlen die sind sogar auf deutsch) dann weißt du wie man eine Zeitung ohne falschberichte, Diskriminierung und Propaganda schreibt

Kommentar von DesmondHume ,

Mach ich! Vielen Dank! Aber ist nicht gerade China und Russland ein mega zensiertes Land?

Kommentar von kilometercitro ,

ja klar das wird uns so beigebracht die Presse wird überprüft keine falschangaben zu machen. aber die Presse wird nicht von der politik geschrieben sondern nur kontrolliert

Kommentar von DesmondHume ,

Genau. Pressefreiheit herrscht dort nicht...

Kommentar von kilometercitro ,

ja aber auch keine totale pressebestimmung

Kommentar von weckmannu ,

Du bist recht naiv

Kommentar von DesmondHume ,

Aber es gibt auch bestimmte Strafen, für die, die unzensiert schreiben.

Kommentar von kilometercitro ,

ja. das ist dann der teil über den jeder selbst entscheiden muss wie er den findet. ich persönlich finde das gut, weil man ohne Strafe ja keinen Grund hat sich daran zu halten. klar sind manche strafen ein bisschen hoch. aber dadurch sinkt auch die Kriminalität und mehr Menschen verhalten sich vernünftig und können ein schönes leben führen ohne Angst zu haben, das gleich jemand einbricht

Kommentar von weckmannu ,

Es gibt Leute, die es schlecht finden zu stehlen und es deshalb nicht tun. Um sich an eine Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten, kann man das auch aus Rücksicht auf die Mitmenschen tun. Dazu braucht man keine Strafandrohung, das brauchen nur Rücksichtslose.

Kommentar von DesmondHume ,

Ich finde, dass für die meisten Menschen solche klassischen Gefängnisstrafen nicht geeignet sind. Wer irgendwo einbricht, hat ein Problem und diesem sollte geholfen werden, im Leben legal Geld verdienen zu können. Wer jemanden ermordet, der muss in Behandlung, anstatt einfach 5 Jahre abzusitzen..

Kommentar von kilometercitro ,

und du schreibst ohne nachzudenken. wenn man stress hat ist man so mit sich selbst beschäftigt, dass man nicht an andere denkt sondern nur an sich selbst.

Kommentar von DesmondHume ,

Nächster Punkt: Wodurch wird Stress ausgelöst?

Kommentar von kilometercitro ,

z.b durch Zeitdruck oder wenn man keinen Ansatz hat um eine Aufgabe zu schaffen

Kommentar von kilometercitro ,

kann aber auch dadurch kommen, wenn man eifersüchtig ist oder neidisch und versucht genauso gut zu sein

Antwort
von andre123, 50

im Prinzip kann auch in einer kapitalistischen Gesellschaft jeder relativ wohlhabend sein.

Jedoch ist es ein Grundprinzip des Kapitalismus, daß es große Unterschiede zwischen dem Wohlstand derer, welche die Produktionsmittel besitzen und der arbeitenden Bevölkerung  gibt.

Darauf beruht der Kapitalismus. Eine grundsätzliche Ungerechtigkeit liegt dem System zugrunde.

Trotzdem ist allgemeiner relative  Wohlstand  für alle Bürger insbesondere bei einem abgeschwächten Kapitalismus in einem Wohlfahrtstaat möglich ( z.B  Schweden der 70er/80er Jahre) 

Kommentar von DesmondHume ,

Aber die reichen, mächtigen nehmen zu viel Geld weg. Würden also die Reichen nicht alles einsacken, so könnte jeder wenigstens wohlhabend sein? Find ich zwar immer noch nicht in Ordnung, wäre aber ein Anfang!

Kommentar von andre123 ,

ja eine entsprechende Umverteilung erreichst du z.T durch hohe Spitzensteuersätze/ Erbschafts und Vermögenssteuer etc.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community