Frage von bjc51, 39

Kann anhand eines festgestellten DNA-Profils die Abstammungsherkunft eingegrenzt werden?

Anlaß dieser Überlegung sind die kürzlich verübten schrecklichen Morde nach einer Vergewaltigung an den zwei jungen Frauen aus dem Raum Freiburg.

Das müßte doch anhand der festgestellten DNA eingrenzbar sein, welche Erbanlagen der Täter überwiegend hinsichtlich der ethnischen Herkunft hat, also z.B. Westeuropäer, Osteuropäer, Schwarzafrikaner, Araber oder Asiate. Falls möglich, wäre bei einer Veröffentlichung doch der Täterkreis schon erheblich eingegrenzt. Oder wird das nicht veröffentlicht aus falscher Rücksichtsnahme wegen Rassismus?

Expertenantwort
von kami1a, Community-Experte für Medizin, 30

Hallo! Du sprichst da durchaus ein Problem an.  so weiß ich von Fällen bei denen der Täter farbig ist und in der Zeitung steht dann z. B. seine Größe und dass er eine krumme Nase hat. 

Aber halt nicht dass er farbig ist.

Spätestens da wird es schon albern, schönes Wochenende.

Kommentar von bjc51 ,

albern = bedenklich !?

Antwort
von BVBDortmund, 28

Auch  ohne  DNA ist da  mehr möglich   mittels   Isotopenverhältnis oder der Isotopensignatur,  da benötigt man keine DNA, der Täter Kennt sich damit aus, vermutlich ist es einer der  100  Studenten dem man   mittels Geruchsspur bis an den Hörsaal der Biochemie im Institutsviertel ermittelt hat.

Erst am 4. November gab die Freiburger Polizei bekannt, dass der
DNA-Abgleich mit der deutschen Datenbank ebenfalls keinen Treffer
erbracht habe.  Dazu sind noch schweizer DNA auch und französische Daten von 

Kriminellen abgeglichen  worden,  der Täter ist aBer ein vermutlich unBescholtener Student

Kommentar von bjc51 ,

Danke, bin auf Grund Deiner Info auf folgenden sehr interessanten Presseartikel gestoßen...

http://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/freiburg/Freiburg-Morde-Joggerin-C...

Hier ein Auszug:

Die deutsche Strafprozessordnung lässt DNA-Untersuchungen nur beschränkt zu. So darf Genmaterial in den Laboren des Landeskriminalamts nur darauf untersucht werden, ob es sich um männliche oder weibliche DNA handelt. Die zwei oder drei Prozent des Erbmaterials, die Aussagen über Haut- und Haarfarbe, Größe oder Augenfarbe eines Menschen zulassen und äußerst hilfreich für die Ermittler in den Breisgauer Mordfällen wären, dürfen gar nicht erst analysiert werden, erklärt Horst Haug, LKA-Pressesprecher. „Solche Daten erheben wir nicht, wir halten uns natürlich an das Gesetz“.

Kommentar von bjc51 ,

Also doch ein afghanischer minderjährige Flüchtling. Und natürlich kommt dann zwangsläufig deutliche Kritik auf an der bisherigen Rechtslage, DNA-Proben nicht nach Ethnie zuzuordnen. Genau das was ich hier vorher schon auch in Frage gestellt habe

Quelle: http://www.express.de/news/panorama/mord-an-studentin-nach-festnahme-von-fluecht...

Kommentar von BVBDortmund ,

Man hat doch gar nicht den Täter  nach Ethnie zuzuordnen Können, überführt und verurteilt ist der Täter auch noch nicht, wie lange gilt ein Verdächtigter als unschuldig

Rasterfahndung nach ethnischen Merkmalen ist sinnlos

Kommentar von bjc51 ,

Das sehen allerdings so manche Experten völlig anders. Wäre die Herkunft des Täters vorher festgestellt und bekannt gegeben worden, hätte die Polizei viel gezielter fahnden können und den Täter sehr wahrscheinlich schon 1 - 2 Wochen früher festnehmen können. Wertvolle Zeit wo möglich weitere ähnliche schlimme Verbrechen hätten passieren können. Daß es sich hier um den Täter handelt, ist aufgrund der Indizien und DNA-Untersuchung eindeutig!

Kommentar von BVBDortmund ,

Klarstellung beim BGH;   die DNA Untersuchung ist nur ein Indiz! Die Feststellung einer möglichen Zugehörigkeit zu  einer Ethnie hätten die Ermittler auch nur ein Indiz zum Täter und keinen Beweis

Antwort
von exxonvaldez, 32

Beim ”genetischen Fingerabdruck" werden nur kleine Teile der Junk-DNA untersucht.

Um Verwandschaftsverhältnisse aufzuklären müsste man viel mehr untersuchen. Darunter auch mitochondriale DNA.

Kommentar von BVBDortmund ,

ungesetzlich und verboten

https://dejure.org/gesetze/StPO/81h.html

Kommentar von bjc51 ,

Ja, verboten und ungesetzlich das Bestmögliche zu Tun, um verrohte fremdländische Mörder und Verbrecher zu ermitteln, zu überführen und  festzusetzen zum Schutz des Lebens unserer eigenen unschldigen Kinder! Super und wir schaffen das...:(

Kommentar von exxonvaldez ,

Wir haben nun mal einen Rechtsstaat und das ist auch gut so!

Antwort
von Parnassus, 32

Man kann die Abstammung (Afrika, Asien, Europa usw.) schon näher bestimmen. Aber ob es sinnvoll ist, dies zum jetzigen Zeitpunkt öffentlich zu machen ist die andere Frage. Ich denke das wird nicht passieren...

Kommentar von bjc51 ,

Angenommen bei dem ersten Mord wäre festgestellt worden, daß der Mörder mongolischer Herkunft sein dürfte und da  im Umkreis von 100 km nur 5 Mongolen leben, ist doch der Täterkreis doch ziemlich auf diese 5 eingegrenzt. Würde man durch eine solche Veröffentlichung den Täter rechtzeitig finden, wäre der zweite Mord verhindert worden. Was zählt denn mehr, die Verhinderung eines Mordes, oder rassistische Rücksichtsnahme? 

Kommentar von Parnassus ,

Angenommen es wird derart eingegrenzt und dies veröffentlicht, was meinst du wie schnell selbsternannte Ordnungshüter zur Selbstjustiz übergehen... 

Kommentar von mm4711 ,

Wenn es der Richtige wäre, dann doch besser der Mörder, als eine zweite junge unschuldige Frau, oder nicht? Es wird viel zu viel Rücksicht und Beachtung hinsichtlich der Täter genommen und zu wenig der Opfern... meine Meinung!

Kommentar von Parnassus ,

Ja, wenn. Wenn es aber ein unschuldiger Landsmann wäre, wird dessen Leben zerstört und alle anderen stigmatisiert.

Kommentar von bjc51 ,

Genau so gut kann ja auch ein anderer Unschuldiger zum Verdächtigen werden, der aber bei Veröffentlichung der erweiterten DNA-Daten überhaupt nicht in Frage käme. Es darf nicht sein, daß Täter aus falscher Rücksichtsnahme geschützt werden auf Kosten möglicher weiterer unschuldiger Opfer, So sehen und handhaben das auch andere Staaten wie z.B. Holland und Frankreich.

Antwort
von rampe6, 23

Für den polizeilichen Vergleich wird nur der nichtkodierte Bereich verwendet.

Das Geschlecht kann festgelegt werden, mehr nicht.

Analyseseitig wäre mehr möglich- darf aber nicht gemacht werden


Antwort
von IchHalt3, 26

Die KT darf leider nicht so tief in die DNA gucken das man ein Bild von der Person machen könnte. Theoretisch wäre dies aber möglich. 

Und veröffentlicht wird selten was... 

LG

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community