Kann an nichts religiöses glauben?

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10 Antworten

Zunächst einmal weiß niemand, ob es Gott gibt oder nicht und ob es ein Dasein nach dem Tod gibt oder nicht. Die Einen glauben daran und die anderen eben nicht, aber im irdischen Dasein kann man davon nicht wissen, sondern nur daran glauben. 

Wenn Du nicht mehr daran glaubst oder nicht mehr daran glauben kannst (und das auch gar nicht willst) dann ist das vollkommen in Ordnung so, denn es ist Dein Leben und Deine Meinung dazu und die ist ebenso respektabel, wie die Meinung und Glaubensansicht jedes Anderen, so lange diese nicht dazu führt, dass das Wohl anderer dadurch benachteiligt wird.

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Kommentar von Mercubor
06.04.2016, 03:19

Das ist die beste Antwort überhaupt, denn jeder darf glauben was er will, niemand muss... jeder kann....   doch auch wenn man Menschen mit dem Glauben an die andere Seite trösten kann, so darf NIEMAND den Glauben/Unglauben eines anderen mit bösartigen/von Hass erfüllten Argumenten unterdrücken - und das gilt auch oder gar insbesondere für die eiskalte Skeptiker-Fraktion!  Punkt.

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Vielleicht kannst du mit diesem Text ja etwas anfangen:

"»Das Verlangen nach Gott ist dem Menschen ins
Herz geschrieben,

denn der Mensch ist von Gott und für Gott erschaffen.

Gott hört nie auf, ihn an sich zu ziehen.

Nur in Gott wird der Mensch die Wahrheit und das Glück
finden,

wonach er unablässig sucht«.

Eine solche Aussage, die auch heute in vielen
Kulturkreisen völlig annehmbar, ja beinahe selbstverständlich
wirkt, könnte im säkularisierten westlichen Kulturkreis dagegen als
Provokation erscheinen, denn viele unserer Zeitgenossen könnten
einwenden, daß sie überhaupt kein solches Verlangen nach Gott
spüren. Für große Teile der Gesellschaft ist er nicht mehr der
Erwartete, der Herbeigesehnte, sondern vielmehr eine Wirklichkeit,
der man gleichgültig gegenübersteht, die es nicht einmal der Mühe
wert ist, sich dazu zu äußern.

In Wirklichkeit ist das, was wir als »Verlangen nach
Gott« bezeichnet haben, nicht völlig verschwunden, sondern es
taucht auch heute in vielerlei Weise im Herzen des Menschen auf. Das
menschliche Verlangen ist stets auf bestimmte konkrete Güter
ausgerichtet, die oft alles andere als geistlich sind, und dennoch
steht der Mensch vor der Frage, was wirklich »das« Gute ist, und
muß sich also mit etwas auseinandersetzen, das etwas anderes ist als
er selbst, das er nicht selbst herstellen kann, sondern zu erkennen
aufgefordert ist.

Durch die Liebe erfahren Mann und Frau die Größe und
die Schönheit des Lebens und der Wirklichkeit. Wenn das, was wir
erfahren, nicht einfach nur eine Illusion ist, wenn ich wirklich das
Wohl des anderen will – auch als Weg zu meinem eigenen Wohl –,
dann muß ich bereit sein, selbst aus dem Mittelpunkt herauszutreten.

Die anfängliche Ekstase wird so zum Pilgerweg, zum
»ständigen Weg aus dem in sich verschlossenen Ich zur Freigabe des
Ich, zur Hingabe und so gerade zur Selbstfindung, ja, zur Findung
Gottes«. Denn nicht einmal die geliebte Person kann das Verlangen
stillen, das im menschlichen Herzen wohnt, sondern je authentischer
die Liebe zum anderen ist, desto mehr wirft sie die Frage über ihren
Ursprung und ihre Bestimmung auf, über ihre Möglichkeit, auf immer
zu währen.

Die menschliche Erfahrung der Liebe hat also eine
Dynamik in sich, die über sich selbst hinausweist, sie ist die
Erfahrung von etwas Gutem, das den Menschen aus sich selbst
herausgehen läßt und ihn dem Geheimnis gegenüberstellt, das die
gesamte Existenz umgibt.

Ähnliche Überlegungen könnte man auch in bezug auf
andere menschliche Erfahrungen anstellen, wie die Freundschaft, die
Erfahrung des Schönen, die Liebe zur Erkenntnis: Alles Gute, das der
Mensch erfährt, strebt auf das Geheimnis zu, das den Menschen selbst
umgibt; jedes Verlangen des menschlichen Herzens ist Widerhall eines
Grundverlangens, das nie völlig gestillt ist. Natürlich kann man
von diesem tiefen Verlangen, das auch etwas Rätselhaftes in sich
birgt, nicht unmittelbar zum Glauben gelangen.

Der Mensch weiß letztlich wohl, was ihn nicht satt
macht, aber er kann sich nicht vorstellen oder beschreiben, was ihn
jenes Glück erfahren ließe, nach dem sein Herz sich sehnt. Man kann
Gott nicht kennenlernen, wenn man nur vom Verlangen des Menschen
ausgeht. Unter diesem Gesichtspunkt bleibt das Geheimnis: Der Mensch
sucht nach dem Absoluten, als Suchender macht er kleine und unsichere
Schritte.

Dennoch ist bereits die Erfahrung des Verlangens sehr
bedeutsam. Es zeigt uns, daß der Mensch ein zutiefst religiöses
Wesen ist. Wir können mit Pascals Worten sagen, daß »der Mensch
unendlich den Menschen übersteigt«." (Papst Benedikt XVI.)

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Du hast zwar mit deiner Ansicht prinzipiell recht. Aber so drastisch muss man es doch gar nicht sehen. Es gibt da ja noch ein wenig mehr, als nur den Tod auf der Welt. Man erlebt auch die Geburt von etwas Neuem. Und zwar Tag für Tag für Tag. Nimm doch alleine mal Kunst & Kultur. Um da alles Großartige zu entdecken, reicht eine Lebenszeit nicht aus. Zugegeben: In gewisser Weise auch wieder grausam. :D

Zu erkennen, daß unsere Existenz endlich ist, und daß eben kein Gott über uns wacht, macht die Welt und das Leben darin noch viel wertvoller.

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Kommentar von Locked1688
05.04.2016, 00:23

Wenn ich eine schöne Pflanze oder Menschen oder was weiß ich sehe, weiß ich einfach, dass es sterben wird. Und da kommt auch nichts. Das ist es. Es macht mich traurig. Ich weiß nicht, wie andere das schaffen ...

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Ich bin Christ und glaube an Gott. Ich habe Gründe/Argumente, warum ich an Gott und das Christentum glaube. Falls sie an Argumenten interessiert sind, dann schauen Sie doch mal bei meinen hilfreichen Antworten vorbei.

Sie können mir auch schreiben, warum Sie nicht an Gott glauben. Vielleicht ist es gut, dass als Privatnachricht mir zu schicken. Müssen Sie natürlich nicht machen, aber wenn Interesse besteht...

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Kommentar von Abahatchi
05.04.2016, 22:25

Falls sie an Argumenten interessiert sind,

Der eine hat Argumente dafür, der andere hat Argumente dagegen. Wie wäre es, statt ständig mit "Argumenten" zu kommen, einfach mal Beweise vor zu legen?

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Deinen eigenen Glauben entwickeln, egal woran und wofür!

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Sei doch froh... es wird mehr als Zeit das die Menschheit diesen ganzen Religions mist hinter sich lässt.
Sei einfach ein guter Mensch und umgib dich mit guten Menschen. Werde die leute los die dich runterziehen.
Dann brauchst du keinen Gott...

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Kommentar von Locked1688
05.04.2016, 00:10

Ich bin Materialist, sprich ich glaube, dass alles Materie ist. Es ist halt einfach sehr kalt und wenn ich mir die Dinge anschaue, ist mir klar, dass sie sterben und ich weiß, dass nacher auch nichts kommt.

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Bei mir war es andersherum. Je mehr ich mich bildete, deso mehr wurde mir klar, daß es einen Gott gibt. Und erkannt habe ich auch, daß dies mit einer Religion im herkömmlichen Sinne auch nicht viel zu tun hat. Von daher ist das nicht einmal verkehrt, wenn du sagst, daß du an nichts religiöses glauben kannst. Jesus hat keine Religion gegründet, sondern ist zu uns Menschen gekommen, um uns das Evangelium zu predigen und für die Sünden der Menschen zu sterben und wieder lebendig zu werden. Das ist der einzige Weg zu Gott und zur Erlösung und zum ewigen Leben und Frieden mit Gott. Diese Zuflucht die du suchst, gibt es wirklich.

Johannes 14,6:

"Jesus antwortete: Ich bin der Weg, ich bin die Wahrheit, und ich bin das Leben! Ohne mich kann niemand zum Vater kommen".

Es geht also nur um Gottes Sohn Jesus Christus und nicht um eine Religion, Kirche oder sonst etwas, was sich Menschen ausgedacht haben.

Alles Gute!

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Kommentar von kalippo314
05.04.2016, 14:59

"bildete"

Lustig wie du von Bildung sprichst, joergbauer. Ich glaube du verwechselst da aber was...

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Ja , stimmt , es ist wirklich traurig , wie das mit dir gegangen ist . meinst du , wenn man sich bildet geht der Glaube weg ? Meinst du , das hätte damit was zu tun ? Es gibt doch sehr viele sehr intelligente Menschen , die glauben : Ärzte , Wissenschaftler , Lehrer , Fabrikbesitzer , Manager usw.  

Du kannst gleich in deinem Zimmer mit Gott reden , Zuflucht zu ihm nehmen und ihn bitten sich dir zu offenbaren . Dazu liest du das Neue Testament  und ich glaube sicher du wirst den verloren geglaubten Glauben wiederfinden .  

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Kommentar von Locked1688
05.04.2016, 19:32

Ich hab das neue Testament mehrmals gelesen und Intelligenz hat nichts mit Bildung zu tun. Und ich habe eine Wohnung, somit mehrere Zimmer ... 

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Wie willst du denn damit umgehen (weil das deine Frage war)?

Wenn Religion nichts für dich ist, dann ist es halt so. Das sollte jeder für sich entscheiden.

Inwiefern hast du denn damit Probleme?

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Man akzeptiert das die Wissenschaft das einzige wirklich existente ist, und beschäftigt sich damit wie es überhaupt dazu kommen konnten, das Menschen so einem dummen Konzept verfallen. (Mit Wissenschaft)

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Kommentar von Locked1688
04.04.2016, 23:47

Weil es trost spendet.

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Kommentar von Mercubor
04.04.2016, 23:53

Wer ist denn "die Wissenschaft" ??  Es gibt keine vom Menschen unabhängige Entität namens Wissenschaft.

Aber wenn man das so sehen möchte, hat man ja im Grunde gedanklich auch nur einen Gottesersatz geschaffen.

Auch nur ein "Konzept" - nur ohne Sinn und Seele.   Doch wer ist da tief in dir, der da denkt und fühlt und all das erlebt was man so Leben nennt?

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