Frage von dalina1, 62

Kaninchen Medikament verabreichen?

Ich habe zwei Kaninchen. Mein Weibchen ist allerdings schon 6 Jahre alt und da sie im Moment nicht besonders fitt ist, habe ich vom Tierarzt ein Medikament in einer Spritze bekommen, dass ich ihr zwei mal täglich ins Mäulchen geben soll. Allerdings ist mein Kaninchen generell schon ziemlich scheu und ängstlich und da ist es nicht leicht ihr dies zu verabreichen. Ich hab es zwar nach relativ kurzer Zeit geschafft, aber sie hat heute Abend schon zum Quietschen und Klopfen angefangen, als ich sie aus dem Stall geholt habe. Sie wusste auf gut deutsch gesagt schon, was ihr jetzt blüht und hatte totale Angst, obwohl ich ihr bei den vorigen malen bestimmt nicht weh getan habe. Wie schaffe ich es meinem Kaninchen die Spritze mit der Flüssigkeit oral zu geben, ohne dass sie in Panik verfällt?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo dalina1,

Schau mal bitte hier:
Tiere Kaninchen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Ostereierhase, Community-Experte für Kaninchen & Tiere, 58

Hi du,

auch wenn du dir Mühe gibst, das ist nicht schön. Du kannst nur ruhig und schnell handeln. Sprich nimm sie konsequent, gib ihr das Medikament und belohn sie danach mit einem besonderen Leckerlie, damit sie es wenigstens mit etwas positivem verbinden kann.

Früher oder später wird sie sich in diese Situation ergeben. Das ist nicht schön, aber manchmal kann man das leider nicht vermeiden.

Antwort
von Kaninchen123321, 62

Ohjeh das Problem hatte ich mit meinen Kaninchen auch einmal aber das hört sich zwar brutal an aber du musst sie dir packen und die spritze in ihr Mäulchen stecken sie muss es dann schlucken am Anfang gab es bei mir auch Probleme aber nach ein oder zwei mal ging es schon bei mir besser deinem Kaninchen gute Besserung und ganz viel Glück ;)!  LG Kaninchen123321

Antwort
von Jerne79, 45

6 ist eigentlich noch kein Alter für ein Kaninchen.

Ich würde mal versuchen, ob sie es nicht auch - entsprechend durch etwas leckeres motiviert - nicht auch so frißt. Überleg mal was sie gerne frißt und präparier das mit dem Medikament. Falls es zuviel Flüssigkeit ist, würde ich nochmal mit dem Arzt reden, ob es nicht eine Alternative gibt, gerade bei Kaninchen kann viel über das Trinkwasser verabreicht werden. Schließlich ist der zusätzliche Streß für scheue Tiere nicht unbedingt hilfreich.

Kommentar von Ostereierhase ,

Hi Jerne,

Medikamente über Trinkwasser einzugeben ist leider die letztsinnvollste Art, die es gibt. Sie ist sehr unsicher. Oft werden mehr Tiere behandelt, als nötig wäre. Die Aufnahme ist unregelmäßig. Der veränderte Geschmack führt bei sensiblen Tieren dazu, dass sie es gar nicht nehmen oder zu wenig davon zu sich nehmen.

In der Großtierhaltung kennt man das Problem, dort werden die Verluste aber bewusst mit einkalkuliert.

Lieber das Kaninchen ein wenig verstören und damit die Medikamente in der korrekten Dosierung und über die passende Zeit gegeben, so dass es ausheilt, anstatt Resistenzbildung zu fördern und damit ein schlimmere Infektion zu riskieren.

Kommentar von Jerne79 ,

Ein wenig verstören ist halt sehr relativ. Es gibt Tiere, die wehren sich erbittert gegen jede Zwangsmaßnahme. Da hat man dann Dusel, wenn man Exemplare erwischt, die bei der nächsten Verabreichungen nicht schon pauschal das Weite suchen, von denen, die völlig fertig sind, weil sie Kontakt, Hochnehmen etc. scheuen.

Es gibt durchaus Medikamente, die gut und problemfrei freiwillig aufgenommen werden. Da wäre eben die Frage, was überhaupt verabreicht wird.

Klar, wenn das Medikament nicht freiwillig aufgenommen wird, gibt es keine Wahl. Aber einen Versuch ist es zumindest wert.

Kommentar von Ostereierhase ,

Gegen eine freiwillige Aufnahme mit etwas Futter oder sogar mal einem ungesunden Leckerchen spricht nichts, wenn es ein passendes Medikament gibt, da hast du recht. Wobei meine Erfahrung ist, dass es auch oft auf das Wesen und das Verhalten des Tierhalters dabei ankommt, je unsicherer man selbst ist, desto schwieriger wird es oft.

Mit Wasser ein Medikament eingeben, bleibt für mich aber ein No-Go. Das ist einfach nix.

Kommentar von Jerne79 ,

Ich hatte lange Jahre Farbmäuse. Da hast du außer über´s Wasser kaum eine Wahl. Versuch da mal einer ganzen Gruppe was ins Maul zu zwingen. Man kann das auch durchaus steuern. Wassermenge auf die übliche Tagesmenge reduzieren und beobachten. Optimal ist das freilich nicht, aber mit ein wenig Umdenken in meinen Augen zumindest eine Option, wenn das Tier sonst völlig fertig mit den Nerven ist. Und wenn man merkt, daß es nicht funktioniert eben wieder umdenken.

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