Kampfsport zur Verteidigung?

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5 Antworten

man lernt vieles beim kampfsport. auch wie man sich verteidigt. der schwerpunkt liegt von sportart zu sportart aber auf unterschiedlichen aspekten. zur verteidigung eignen sich vor allem aikido und hapkido.

alle kampfsportarten, wenn sie ernsthaft betrieben werden, helfen dir, mehr selbstvertrauen zu gewinnen. das ist, so banal es klingt, einer der wichtigsten aspekte bei der verteidigung und verhindert in vielen faellen den angriff von vorn herein.

selbstverstaendlich bist du in einem handgemenge mit kampfsporterfahrung besser geruestet als ohne und wenn du einige jahre lang intensiv kampfsport betrieben hast, behaeltst du dich techniken auch dann, wenn du nicht mehr trainierst. natuerlich schwaecht sich das ab, aber wie beim fahrradfahren verlernt man es nicht ganz.

wenn du allerdings von vorn herein kein interesse am kampfsport mitbringst, und nur "ein paar tricks" lernen willst, bringt dir das nichts. tricks gibt es nicht beim kampfsport, nur erlernte und geuebte techniken.

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Kommentar von AbgehobenerHase
09.04.2016, 16:09

Ich habe jetzt schon einige Jahre Kampfsport gemacht, aber mir ist die Lust vergangen und ich habe mir deshalb überlegt ins Fitnessstudio zu gehen. Danke für die Antwort.

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Bei Kampfsport lernt man Kampfsport.

Diesen Spruch mit der "Selbstverteidigung" kann ich echt nicht mehr hören. Ist Fußball Selbstverteidigung? Ein Fußballer kann sich ja auch durch einen kräftigen Tritt verteidigen.

Kampfsport und Kampfkunst stehen für sich da, als Sport und als künstlerische Bewegung. Wer sowas viele Jahre lang übt, lernt dabei auch, sich bei körperlichen Auseinandersetzungen angemessen zu verhalten, insbesondere auch, dabei  gelassen zu bleiben.

Man lernt aber keine "Tricks", mit denen man sich "wehren kann", auch wenn viele Gruppen, viele Trainer genau das versprechen. Das ist aber Quatsch.

Um Kampfsport/-kunst "einzusetzen", muss man über viele, über sehr viele Jahre hinweg regelmäßig, hart und bei einem guten Trainer lernen, lernen und weiter lernen. Nach fünf Jahren hat man so ganz langsam die allerersten Anfängerhürden überwunden. Dann hat man vielleicht den 1. Dan und ist dann ein Anfänger. Der 1.Dan ist der erste Grad, der unterste Grad, ein Anfängergrad. Nix mit "Meister". Trainiert man hart und regelmäßig weiter, hat man nach weiteren fünf Jahren vielleicht den dritten oder vierten Dan, jetzt ist man kein Anfänger mehr, sondern gilt als Fortgeschrittener. Aber noch lange kein "Meister". Man hat jetzt aber auch bereits gut zehn Jahre Training hinter sich, mit mindestesn dreimal wöchentlich zum Training gehen, mehrfach im Jahr zu Lehrgängen und so. Wer so weit gekommen ist, so etwa ab dem dritten oder vierten Dan, der wird auch "auf der Straße" keinen Grund mehr haben, Angst zu haben. Nicht etwa, weil man "alle umhauen kann", sondern weil man Situationen realistisch einschätzen kann und zum Beispiel sich gar nicht erst in Gefahr begibt.

So ist das nämlich.

Wer aber nur mal ein paar Monate oder Jahre ein bisschen irgendwas "gemacht" hat, der kann gar nichts.

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Man kann sich in jedem Fall besser verteidigen als ein nicht Kampfsportler, man hat eine schnellere Reaktionszeit, kann Bewegungen besser koordinieren, kennt Abwehrtechniken und hat eine härtere Schlag- und Trittkraft. Allerdings ist ein Kampfsport keine reale Selbstverteidigung, einige Dinge sind in der Realität kaum oder nicht anwendbar. Das liegt daran, das die Techniken aus dem jeweiligen Kampfsport stammen und darauf ausgelegt wurden einen bestimmten Angriff abzuwehren, in der Realität werden aber ganz andere Schläge- und Tritte durchgeführt, auf die man nicht vorbereitet ist. 

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Hallo AbgehobenerHase,

Lernt man beim Kampfsport, wie man sich verteidigt?

Ja, aber nur gegen die in der jeweiligen Kampfsportart erlaubten Angriffe.

Kann man sich im Falle eines Angriffes besser verteidigen als Nicht-Kampfsportler?

Das kann man so pauschal nicht sagen.

Und merkt man sich die Kampftechnik, wenn man nach einigen Jahren mit Kampfsport aufhört (sodass man sich immer noch gut verteidigen könnte und mit einer neuen Sportart anfangen könnte)?

Das hängt vom individuellen Gedächtnis ab, generell geht aber alles, was man nicht anwendet, mit der zeit verloren. Außerdem reicht "merken" auch nicht unbedingt, um es im Notfall anwenden zu können. Mit einer neuen Sportart anfangen kannst Du aber immer.

Wenn es Dir primär um Selbstverteidigung geht, würde ich Dir gar
keinen Kampfsport empfehlen, sondern eine Kampfkunst. Beim Kampfsport
wird nach bestimmten Regeln gekämpft, die auf der Straße nicht gelten.

Was die Wahl der geeigneten Kampfkunst betrifft, da solltest Du einfach ausprobieren, was Dir am meisten Spaß macht. Nur unter dieser
Voraussetzung wirst Du nämlich die nötige Disziplin aufbringen, so intensiv und so dauerhaft zu trainieren, wie es nötig ist, um eine Kampfkunst zu beherrschen.

Es gibt grundsätzlich keine Kampfkunst, die allen anderen in allen Aspekten überlegen wäre. In einem Kampf stehen sich immer zwei Menschen gegenüber, nicht zwei Kampfkünste. Die besseren Aussichten hat derjenige, der seine Kampfkunst besser beherrscht.

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Also ich kann nur von mir sprechen ich mache seid 11 jahren teakwondo. Wir lernen nicht nur dinge die zum teakwondo brauchen sondern auch viele nützliche Dinge für notsituationen, wie zum Beispiel wie man sich aus einem Griff befreit, oder was man tut wenn man mit einem stock angegriffen wird. Bis jetzt hatte ich Glück und musst sowas noch nie im echten Leben anwenden, aber ich fühle mich sicher weil ich weiss dass ich im Notfall wüsste was ich zu tun habe.

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