Frage von Bauer3334, 56

Kampfsport/-kunst anfangen. Aber was?

Hi, ich hatte vor mit einer Kampfsportart bzw. Kampfkunst anzufangen. Hab mir im Inet verschiedene Dinge angeschaut und auch aus dem Freundeskreis Empfehlungen bekommen fürs Boxen, Thai Boxen, etc. Wing Tsun hat mich am meisten begeistert ,aber ich hab auch ua. gelesen das es sehr ungeeignet für Situationen auf der Straße sei und auch ebenfalls für Wettkämpfe ungeeignet sei. Kann man dem zustimmen oder ist das nur dummes Gelaber? Hab nämlich nicht sonderlich Lust, Jahre mit einer Kampfsportart/-kunst zu verbringen nur um zu erkennen das es doch nicht mein Ding ist, oder das es für verschiedene Situationen wo Selbstverteidigung nötig ist, komplett nutzlos oder ungeeignet ist. Welche Kampfsportart/-Kunst würdet ihr mir empfehlen?

LG

PS: Bitte ehrlich auf die Fragen antworten

Antwort
von OnkelSchorsch, 28

Ich betreibe seit vier Jahrzehnten Kampfsport und habe ein eigenes kleines Studio.

Meine Antwort (wie immer):

Schau einfach mal, was es bei dir am Ort so alles gibt. Und dann mache bei allen Kampfsportclubs bei den Probetrainings mit. Dann merkst du, wo es dir gefällt und wo es dir nicht gefällt. Dort, wo es dir am besten gefällt, melde dich dann an. Egal, was für einen Stil die da machen.

Denn du wirst nur dann gut in einem Kampfsport oder einer Kampfkunst, wenn du über längere Zeit hinweg regelmäßig und fleißig am Training teilnimmst. Das ist aber nur dann gegeben, wenn du auch Spaß daran hast, hinzugehen.

Eine "bessere" oder "schlechtere" oder "realistischere" und so weiter Kampfkunst gibt es nicht. Es zählt das, was der einzelne Kampfsportler/Kampfkünstler kann. Ein guter Judoka wird auch "auf der Straße" besser sein als ein schlechter Karateka, ein guter Karateka wird besser sein als ein schlechter Judoka. Ich denke, du verstehst das. Praktisch nutzen kann man alle Kampfkünste/Kampfsportarten. Sogar TaiChi kann von einem erfahrenen TaiChi-Übenden zur Selbstverteidigung genutzt werden.

Also, geh bei den erreichbaren Clubs zum Probetraining und dann entscheide dich, wo es dir am besten gefällt. Da mache dann mit. Egal, welchen Stil die betreiben.

Kommentar von Bauer3334 ,

Werd ich demnächst machen, danke für den Tipp.

Antwort
von Eismensch, 32

Zuallererst was ist denn den Ziel? Willst du Selbstverteidigung lernen? Willst du eine Kampfkunst studieren? Willst du in Turnieren antreten?(Leistungssport) oder willst du das einfach nur als Sportliche Betätigung für nebenbei?

das es sehr ungeeignet für Situationen auf der Straße sei

Das hat wenig mit einer Kampfkunst zu tun. Hier spielen viel mehr Faktoren eine Rolle. Kampfsport/kunst kann dir zwar beibringen wie man einen richtigen Fauststoß macht, aber zuschlagen müsstest du schon selbst. Das hat wesentlich mehr mit Psychologie zu tun als mit bloßer "Technik".

Aber zurück zum Thema:

  • Krav Maga: israelisches Selbstverteidigungssystem. Recht praxisorientiert
  • Karate, Taekwondo: In Deutschland meist eher Wettkampforientiert
  • Chinesische Kampfkünste: Unterscheiden sich je nach Schule massiv. Ich habe schon alles von "Geh in Stellung 1, geh in Stellung 2. Hurra Prüfung bestanden" über Esoterik bis hin zu eher Kampf-orientierten Schulen gesehen.

Natürlich gibt es hier noch unzählige weitere Arten Jiu-Jitsu, Aikido, Capoeira, Jeet Kune Do etc. etc.

Weiterführende Informationen zu deinen Favoriten und eine große Community zu dem Thema findest du hier: http://www.kampfkunst-board.info/

Kommentar von Bauer3334 ,

Ich hab so einen Mix aus beiden als Ziel. Sprich, ich will mich verteidigen können falls es zu einer Situation kommen sollte (zum Glück noch nie zuvor gehabt), allerdings würde ich mich auch gerne in Turnieren und/oder Wettkämpfen gerne behaupten können.

Ps: Danke für die ausführliche Antwort

Kommentar von Eismensch ,

Dann denke ich, dass du mit Boxen/Kickboxen/Muay Thai glücklich werden könntest.

Im Endeffekt hilft nur ausprobieren. In Fast allen Schulen kann man ein kostenloses Probetraining/Probemonat bekommen. Hingehen und ausprobieren. Man merkt eigentlich recht schnell ob es einem liegt oder nicht.

Antwort
von Rottx1512, 21

Hallo

Ich trainiere seit 3 Jahren die Kampfkunst Taekwon-Do. Hier geht es hauptsächlich darum Geist und Körper in Einklang zu bringen. Selbstverteidigung gibt es auch, steht aber nicht im Vordergrund. Also würde ich dir davon schonmal abraten (Taekwondo gibt es übrigens als Kampfkunst und Sport. Hat mit dessen Historie zu tun)

Ich selbst habe ebenfalls schon Wing Chun getestet und muss sagen, dass es sehr brutal ist. Natürlich kommt es darauf an wo du trainierst. Ich hatte damals ein Probetraining bei der äußerst unbeliebten EWTO. Das Training war sehr brutal und meine Sportschuhe so wie meine Jogginghose waren zerfetzt (und das ist kein witz :'D)

Es gibt auch Wing Chun training wo dir nicht mal eine Schweißperle auf der Stirn steht.

Wenn du nach einer Kampfkunst suchst die zugleich auch als Selbstverteidigung dient empfehle ich dir Jeet Kune Do bzw. Jun Fan Kung Fu. Sie wurde einst von Bruce Lee entwickelt und vereint mehrere Kampfkünste und Kampfsportarten, wie die Tritte aus dem Taekwondo oder die Faustschläge aus Boxen, miteinander. Habe ebenfalls schon bei einem Verein Probetraining gemacht und kanns wirklich nur empfehlen.

Kommentar von Bauer3334 ,

Danke sehr, werd ich mal ausprobieren. Gibt es einen guten Grund warum die EWTO unbeliebt ist?

Kommentar von Rottx1512 ,

Ich möchte hier wirklich nichts falsches Sagen. Fakt ist aber, dass ich schon viel Kritik über die EWTO gelesen habe. Hier auf Gf als auch in sämtlichen Kampfsportforen. Es ist einfach ein "Geldmachverein" laut vielen und die Prüfungen dort sind einfach Schweineteuer. Dann kommt noch das Gerücht mit Sekte und keine Ahnung was darüber noch gesagt wird.

Ich persönlich halte mich davon fern.

Antwort
von Zanora, 35

Jeder hat so seine eigene Interessen und Vorlieben. Ich denke da wären ein paar Schnupperkurse Ideal das Du Unterschied zwischen den Kampfsport Arten kennen lernst. Nicht nur in der Theorie sondern auch im Praktischen.
Da kannst Du auch direkt mit den Trainern reden.
Mein Favorit war übrigens Kickboxen!

Antwort
von Ketzer84, 28

Jiu Jitszu ist gut als Selbstverteidigung geeignet oder Eskrima. Wenn es dir rein um selbstverteidigung geht rate ich dir zu dem grundsatz "keep it small, keept it simple" denn wenn Kampfsportarten zu komliziert oder zu athletisch sind taugen sie nicht viel zur Selbstverteidigug. Krav Maga wird gerne empfohlen aber die richtige Varaiante die auch beim Militär eingesetzt wird, darf nur an angehörige von behörden wue Polizei Bundeswehr ect. unterrichtet werden.

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