Kampfsport anfangen unerfahren?

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8 Antworten

Ein Verein der ein entsprechendes Training anbietet, setzt keinerlei Vorkenntnisse, oder besondere Fitness voraus.

Beginner und ihre Motivation

Die Menschen, die das erste Mal mit Kampfsport in Berührung kommen, haben völlig unterschiedliche Hintergründe, so dass überhaupt keine gemeinsame Grundlage erwartet werden kann

Schüchterne Kinder werden von ihren Eltern angemeldet, damit sie selbstbewusster werden und sich gegen Mobber besser behaupten können.

Frauen wollen lernen, durchsetzungsfähiger zu werden, "Nein" zu sagen und sich selbst verteidigen zu können.

Übgerwichtige, unsportliche Menschen, die hoffen, etwas für ihre Figur tun und gleichzeitig etwas sinnvolles lernen zu können.

Rentner, die sich noch zu fit für den Senioren-Sport fühlen und lieber etwas mit mehr Action haben möchten.

Gestresste Angestellte, die sich mal richtig auspowern und Druck ablassen wollen, der sich beim ganzen Rumsitzen im Büro anstaut.

Menschen, die sich für asiatische Philosophie und Meditation interessieren und nun etwas derartiges ausprobieren wollen.

Teenager, die zu viel Actionfilme gesehen haben und nun hoffen, wie ein SWAT-Beamter, oder Geheimdienstagent ausgebildet zu werden.

Du siehst also, da gibt es Dutzende von Gründen, weshalb jemand auf die Idee kommt, ein solches Training zu beginnen.

Anforderung an Beginner

Niemand verlangt auch nur, dass man weiß, wie man richtig steht, oder wie man eine korrekte Faust macht. Das Training beginnt absolut von Null.

Manche Stile setzten mehr auf körperliche Fitness als andere, so dass eine gewisse Grundfitness natürlich nie verkehrt ist.

Abgesehen von ernsthaften körperlichen Einschränkungen, wie einem Bandscheibenvorfall oder einem schweren Meniskusschaden gibt es keinen Grund, weshalb jemand Vorbehalte haben sollte.

Wir hatten beispielsweise einen Jugendlichen im Verein, der mehr als nur ein paar Kilo zu viel auf den Rippen hatte und bereits bei den Aufwärmrunden um die Matte ins Schwitzen kam.

Anstatt ihn nun völlig zu verausgaben, lief er eben nur zwei Runden und machte anschließend bei den Dehnübungen wieder mit. Das war überhaupt kein Thema, denn schließlich ist das kein Bootcamp.

Jemand anderes war sehr unbeweglich und bei jeder gymnastischen Übung entkamen ihm Darmwinde - das hat niemand angesprochen, oder kritisiert, sondern einfach akzeptiert.

Also mach dir keine Sorgen, du musst ganz sicher keine Liegestütze auf den Fingern oder andere brutale Dinge als Anfänger hinlegen. ;-)

Vereine und Beginner

Praktisch kein Verein kann es sich leisten, eine Kader-Schmiede für Elite-Kämpfer zu sein und dafür extrem hohe Gebühren zu kassieren.

Daher freut man sich über Neulinge, da sie auch einen finanziellen Faktor für den Verein darstellen. Du brauchst also keine Sorge haben, dass dort nur Kampfmaschinen und Halbgötter herumlaufen.

Der beste Stil

So etwas wie den "effektivsten/besten" Stil für alle Menschen gibt es nicht - das ist lediglich ein unseriöses Werbeversprechen.

Jeder Mensch hat nicht nur einen unterschiedlichen Körperbau, sondern auch seine Freude an Bewegung und sein Charakter sind unterschiedlich.

Was für den einen eine tolle Disziplin ist, der er sein ganzes Leben widmet, stellt sich für den anderen als "zu brutal" oder "zu traditionell" heraus.

Der beste Stil für dich ist jener, der dir am meisten Freude bereitet und dich dadurch langfristig motiviert.

Gerade bei traditionellen Kampfkünsten werden Aspekte Selbstverteidigung erst mit weitergehendem Training deutlich und man entdeckt Elemente in den Basistechniken, die man vorher nicht erkannte. Gerade in solchen Fällen ist eine langfristige Motivation notwendig.

Also lass dich nicht durch Gerede von "ist doof/ineffektiv" oder "ist mega/voll effektiv" beeinflussen, sondern trainiere, was dir Freude macht.

Mein Tipp

Suche dir alle Vereine in deiner Umgebung, informiere dich über die angebotenen Stile und vergleiche die Preise.

Manche Menschen informieren sich vorab, ob der Stil auch ihren Wunschvorstellungen entspricht und zB Wettkämpfe, oder Tritte hat - es kann aber auch nicht schaden, völlig unvoreingenommen an die Sache heranzugehen.

Also vereinbare einfach ein Probetraining. Das ist meist entweder als kostenlose "Schnupperstunde" oder als längeres "Mini-Training"  gegen eine kleine Gebühr möglich.

Bei solch einem Probetraining merkst du nämlich nicht nur "am eigenen Leib", wie dir der Stil gefällt, sondern bekommst auch einen Eindruck von der Atmosphäre während des Trainings.

Gehen die Menschen respektvoll miteinander um? Herrscht Leistungsdruck und Konkurrenzdenken? Steht der Lehrer für Fragen zur Verfügung und ist zugänglich, oder eine unantastbare Autoritätspersonß

Es kann nämlich gut sein, dass du den Stil selbst zwar spontan absolut klasse findest, aber die dortige Atmosphäre nicht magst.

In diesem Fall schau einfach mal nach einem anderen Verein, der den gleichen Stil lehrt - vielleicht gefällt es dir dort besser.

Zu mir selbst

Ich trainiere die japanische Kampfkunst Aikido
und habe hier mit ein paar Videos und einem Einführungstext versucht deutlich zu machen, was mir an dieser Kampfkunst persönlich so zusagt

https://www.gutefrage.net/frage/welche-kampfsportart-gefaellt-euch-und-warum-welche-macht-ihr?foundIn=list-answers-by-user#answer-202694589

Aikido mal auszuprobieren und dieser Disziplin eine Chance zu geben, auch wenn sie nicht nach Action aussieht, kann ich eigentlich jedem empfehlen.

Doch ganz egal für welchen Stil du dich entscheidest - ich wünsche dir vor allem viel Freude beim Training. :-)

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Außer bei MMA brauchst Du nirgendwo Vorkenntnisse. Es fangen auch ständig Neue überall an. Das kennen die Trainer.

Krav Maga ist eine gute Wahl, wenn es um SV geht. Ansonsten schau Dir alles an, was in deiner Umgebung angeboten wird. Vereinbare kostenlose Probetrainings und schau, ob Du dich dort wohlfühlst.

Lernen kannst Du prinzipiell alles. Die Trainer zeigen alles von Anfang an und Niemand erwartet, dass Du nach dem ersten Mal Zeigen alles kannst. Also keine Scheu, Fehler sind notwendig zum Lernen.

Gerade Krav Maga ist relativ unkompliziert zu lernen. Da geht es hauptsächlich um Streßresistenz und schnell aus einer doofen Situation herauszukommen. Viel Fitness ist auch dabei.

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Ich betreibe seit den 1970er Jahren Kampfsport, ich leite eine Schule.

Mein Rat für dich:

Schaue mal, was es bei dir am Ort so alles gibt. Dann mache bei allen Trainigsgruppen ein Probetraining klar. Bei allen seriösen Gruppen kannst du kostenlos ein paarmal mittrainieren, um zu sehen, ob es dir gefällt und ob du in die Gruppe passt. Haben also beide Seiten was von.

Wo es dir am besten gefällt, da melde dich dann an. Denn wichtiger als was für ein "Stil" das ist, ist es, dass du Spaß am Training hast. Nur so ist gewährleistet, dass du auch regelmäßig über Jahre hinweg zum Training gehst. Das ist nämlich erforderlich, wenn es was bringen soll. Das ist viel wichtiger, als was für eine Art es ist.

Ein guter Judoka wird einen schlechten MMAler in zwei Sekunden platt gemacht haben - ganz wie umgekehrt auch ein guter MMAler einen schlechrten Judoka ruckzuck lang macht. Nicht der Stil entscheidet, sondern der Mensch bzw das Können desjenigen.

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Also Ausdauer solltest Du in allen haben, die Aufwärmübungen können vielfältig sein (sind vom Trainer abhängig).

Es kommt auch drauf an, was Du für einen Anspruch an den Kampfsport hast. KravMaga  ist nicht so traditionsreich wie z. B. Judo, wobei Judo sehr beliebt bzgl. Selbstvertedigung ist und hier die Energie des Angreifers nutzt. man ist auch näher am Gegner dran, wie z. B. beim Karate, das doch eher auf Distanz arbeitet (natürlich bei beiden nicht nur, aber eben tendenziell).

Optimalerweise suchst Du Dir eine Kampfsportschule mit vielfältigem Angebot und lässt sich auch mal von denen beraten und besuchst ein Training, um es Dir an zu sehen.

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Alle kampfsport Arten sind so aufgebaut,dass du kein Vorwissen brauchst. Ich persönlich empfehle für SV jujutsu oder Krav Magar,da sie recht modern sind und viele traditionelle Einheit Zb das hyong laufen im Teakwondo einfach weglassen.
Wenn du weitere Fragen hast kannst mich gerne anschreiben.

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Kommentar von DerLachtiger
05.05.2016, 23:59

Ich habe einfach Angst das ich wie der grösste Idiot dastehe ohne jegliche Erfahrung usw. :D

Aber eigentlich, nüchtern betrachtet ist das ja net mal schlimm, jeder hat ja mal angefangen :D

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Kommentar von zakcunningham
05.05.2016, 23:59

und muskelaufbau kommt vonalleine. Meine Schützlinge ~16 Jahre durften mal zur Strafe 260 liegrstütz auf ein Training verteilt machen. Aber das ist nicht der normale Fall. Also lass dich davon nicht abschrecken

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Kommentar von zakcunningham
06.05.2016, 00:00

Ja. Genau und du wirst auch in die anfängergruppe gesteckt und nicht sofort zu den weiteren

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Versuchs mal mit Kickboxen oder Taek Won Do,Ausdauer und Leistung's Bereitschaft solltest du aber schon mit bringen. Die fehlende Kraft und Technik erlernst du da genau so wie Du auch dein Selbstbewusstsein stärken kannst ,kläre dich vorher mit deinem Hausarzt ab und dann suche Dir ne vertrauenswürdige Schule/Dojo in deiner Nähe! Viel Spaß! LG. Jesse

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Krav maga ist imho die beste wahl, wenn es um selbstverteidigung geht. Mache ich selbst seit 4 jahren. Mögliche nachteile sind, dass krav maga nicht so traditionsreich ist wie andere kampfsportarten und das krav maga genau genommen gar kein kampfsport sondern en kampfsystem ist. Es gibt keine kämpfe im sportlichen rahmen wie beispielsweise beim judo oder boxen.

Judo wird auch oft als sv-training angeboten. Ich halte es dafür jefoch nicht gür besonders gut geeignet.

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Wing chun eignet sich gut oder auch kung fu. Du kannst fast jede sportart mit fitness bzw muskelaufbau verknüpfen. Mach die sportart, die du am meisten machen willst, weil das auf lange sicht das beste ist

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