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Kampfsport als Selbstverteidigung für Frauen?

gefragt von ttempelhueterttempelhueter am 21.01.2009 um 17:06 Uhr

Hallo, welchen Kampfsport kann man speziel für Frauen empfehlen, die gerne etwas für ihre Fitness und ihre Sicherheit tun möchten? Judo habe ich als Kind mal gemacht, das war jedoch nicht so mein Fall. DANKE


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anonym
beantwortet von Lischka am 22. Januar 2009 13:13
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Hallo, für Frauen bieten sich 2 Systeme besonders an, den beide Kampfsysteme haben die folgenden Gemeinsamkeiten:

1.) Die Techniken bauen zum großen Teil auf natürlichen körperlichen Reaktionen auf, d.h. keine komplizierten Bewegungsabläufe, für die man Gymnastikmeisterin sein muss.

2.) Es herrscht das Verteidigungsprinzip der Gleichzeitigkeit, d.h. anstatt auf eine Angriff mit erst Abwehr, danach Gegenangriff zu antworten, erfolgt Abwehr/Angriff gleichzeitig, man ist also dem Angreifer immer um eine halbe Bewegung "voraus" und nutzt so dessen Kraftaufwand für die eigene Verteidigung (Prinzip bekannt aus Judo)

Die Systeme sind zum einen das schon erwähnte Wing Tsun Kung Fu, welches von einer Nonne erfunden wurde, also schon aus der Historie für Frauen besonders geeignet ist.

Meine persönliche Empfehlung ist aber Krav Maga (wurde im Film "Enough" von Jennifer Lopez erfolgreich erlernt um sich gegen ihren prügelnden Ehemann zu verteidigen), weil dort nicht nur sehr effektive Techniken gelehrt werden, sonder ein besonderes Augenmerk auf den Realismus der Übungen gelegt wird (Angriff von hinten in der Tiefgarage, Angriff von mehreren Attentätern, Verteidigung aus scheinbar unterlegenen Positionen ist dort Übungsstandard)

Im Übrigen empfiehlt sich ohne konkreten Anlass das Erlernen "irgendeines" Kampfsports, denn einer der Effekte ist die "härtere" Ausstrahlung, also eine sichtbare Selbstsicherheit, die sich in einer sub-bewussten, veränderten Körpersprache manifestiert. So wirst Du von eventuellen Tätern nicht so leicht als Opfer identifiziert.


anonym
beantwortet von Mietnormade am 21. Januar 2009 17:08
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Muay Thai


Schwabenmaus
beantwortet von Schwabenmaus am 21. Januar 2009 17:08
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Dieses Bruce Lee-Zeug, ohne Schreien aber.


AJWhv
beantwortet von AJWhv am 21. Januar 2009 17:08
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Ju Jitsu


anonym
beantwortet von hallo40 am 21. Januar 2009 17:08
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wing tsun ist speziell für frauen gemacht... schau mal rein www.wingtsun.de mein sohn ist 12 und hat schon den 6 grad (4jahre hat er gebraucht)



catsle
beantwortet von catsle am 21. Januar 2009 17:09
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Escrima zum Beispiel.

Kommentar von hallo40 am 21. Januar 2009 17:09

escrima ist mit stöcken hat mit wing tsun zu tun

Kommentar von 9ef14f09dcda51c14d958ccb20b6cfc2smallcatsle am 21. Januar 2009 17:30

öhm ja.. und?


Numby
beantwortet von Numby am 21. Januar 2009 17:11
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Bei Kampfsport hätte ich als Frau (wenn ich mich mal in diese Rolle hineinversetze) Angst, dass es dann, wenn es wirklich zu einem Fall kommt, in dem Selbstverteidigung notwendig wird, nicht so reagieren könnte, wie ich wollte.

Kraftsport allgemein wäre vielleicht eine Lösung, denn so könnte zumindest ein wenig die Kraft des Täters bei der Selbstverteidigung wett gemacht werden. Muss ja nicht so aussehen, wie ein Bodybuilder, aber ein wenig mehr körperliche Kraft kann nie schaden.

Kickboxen würde ich als Kampfsport empfehlen. Könnte mir gut vorstellen, dass das auch bei der Selbstverteidigung sehr hilfreich sein kann.


Chruschow
beantwortet von Chruschow am 21. Januar 2009 17:12
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Es gibt specielle Sicherheits-Kurse für Frauen. Die eine Mischung aus Mutivations und Kampf-traenig beinhaltet. Was den sportlichen Teil angeht ist es eine gute Mischung, verschiedener Asiatischer Kampfarten und Sraßenkampf. Nachteil: Die Kurse kosten natürlich Geld und werden nirgens gesponsort.


ttempelhueter
beantwortet von ttempelhueter am 21. Januar 2009 17:35
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Vielen Dank für die schnellen Antworten!


HaRoLu
beantwortet von HaRoLu am 23. Januar 2009 14:08
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Hallo ttempelhueter, es gibt schlicht und ergreifend nicht "DIE geeignete Kampfkunst". Jeder Mensch ist anders, hinsichtlich seiner Mentalität, seines Körperbaus usw. Eine gute Selbstverteidigung muss einige Aspekte berücksichtigen:

  1. die Vorbeugung. Wie verhalte ich mich, damit ich die richtige Botschaft aussende ("Ich bin kein leichtes Opfer")? Das betrifft Gestik, Mimik, Bewegungsmuster usw. Was kann ich sonst noch tun, um zu vermeiden, dass ich in eine Selbstverteidigungssituation gerate?

  2. den psychologischen Aspekt. Womit muss ich bei einem Angreifer rechnen? Wie reagiere ich in einer Selbstverteidigungssituation? Habe ich hier den richtigen Fokus, tue ich das Richtige?Was für Deeskalationsmöglichkeiten gibt es?

  3. den rechtlichen Hintergrund. Was darf ich tun? Welche Grenzen muss ich beachten? Was kann passieren, wenn ich die Grenzen überschreite? Wie kann ich das vermeiden?

  4. den technischen Aspekt. Was sind bewährte und praktische Techniken? Beispiel: Ein bildschöner 2 Meter hoch gesprungener gedrehter Rückwärtsfußtritt (im Karate: Ushiro-Mawashi-Tobi-Geri)ist für Selbstverteidigung völlig ungeeignet.

Als Kampfkünste/Selbstverteidigungssysteme kommen - um nur einige zu nennen - in Frage: Jiu-Jitsu, Karate, Wing-Tsun, Krav Maga, Alfred Gehlens GTS, usw.

Selbstbehauptungsseminare - vornehmlich von (ehemaligen) Polizeipsychologen sind als Einstieg auch zu empfehlen, sind aber ggf. teuer.

Häufig können Polizeisportvereine beraten das Richtige zu finden.


Doorman
beantwortet von Doorman am 27. Januar 2009 09:51
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Frauen und Kampfsport

Zuerst stellt sich einmal die Frage, warum ist das überhaupt ein Thema? Würden wir auch einen Artikel über Männer und Kampfsport schreiben? Wahrscheinlich nicht, aber Frauen im Kampfsport sind noch immer etwas ungewöhnliches, zumindest in den Köpfen all derer, die sich noch nie damit beschäftigt haben. Frauen werden noch immer mit dem "schwachen" Geschlecht, mit den Attributen zart und sanftmütig assoziiert. Da fällt es vielen schwer, sich kämpfende Frauen und Mädchen vorzustellen und dass diese Bretter zerbrechen und bei der Selbstverteidigung auch Männer aufs Kreuz legen. Manche Männer denken auch, diese Frauen sind ja richtig brutal und hart und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Viele denken vielleicht, dass es hauptsächlich darum geht zu lernen, wie man jemanden schlägt, ihn besiegt. Aber bei einer effektiven SV geht es eigentlich darum zu überleben bzw. größeren Schaden von sich oder den Seinen abzuwenden.

Das sind Anforderungen die durch einen K-Sport nur sehr schwer zu beherrschen sind.


sifu77
beantwortet von sifu77 am 17. Februar 2009 22:15
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Für alle Frauen aus dem Raum Hannover oder Braunschweig kann ich folgenden Tip geben.

www.dvt-hannover.de


anonym
beantwortet von kingdom0018 am 8. März 2009 12:49
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Ich nehme zusätzlich immer ein Pfefferspray mit - das ist zwar umstritten, aber ich fühle mich einfach sicherer. Dabei denke ich übrigens auch an aggressive Hunde, wo Kampfsport nicht unbedingt hilfreich ist: http://www.pfefferspray-kaufen.com/


oli1285
beantwortet von oli1285 am 16. Mai 2009 20:30
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Soweit mir bekannt ist,gibt es pro Jahr ca. 200.000 Vergewaltigungen, die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein.

Deshalb kann man einer Frau Selbstverteidigung nur ans Herz legen.

Keine spezielle Kampfsportart, weil es dann immer um die Sportart geht. es gibt in jeder Kampfsportart tolle SV-Techniken, aber das Drumherum ist für die reine SV unerheblich. Ich habe bei MyVideo gesehen: http://www.myvideo.de/watch/6300732/SelbstverteidigungfuerFrauen

Auch schon ein paar Ausschnitte aus dem Komplettvideo, das wohl am 01.06. auf den Markt kommen soll. Da ich selbst Kampfsport betrieben habe/betreibe, denke ich, dass es für Ungeübte gut ist, weil jede Phase genau erklärt wird - für Laien ideal.


Lachlan
beantwortet von Lachlan am 2. September 2009 12:14
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als ich mit Judo anfing, gab es diese vielen Variationen noch nicht. Es gab Judo, Karate, JiuJitsu und Aikido. Dann kam noch Taekwondo dazu. Es ist eigentlich vollkommen egal, welche "Kampf"sportart man wählt. Sie muss einem passen und Spass machen. Also schau Dich mal um, was bei Dir in der Stadt angeboten wird und mache notfalls mal eine Probestunde. Das wichtigste Ergebnis dabei ist nicht unbedingt, dass Du zuschlagen oder treten kannst, sondern Dein Selbstbewustsein, das sich ändert und das auch dies nach außen ausstrahlt. Du wirst nie mehr eine Opferhaltung einnehmen und daher wohl auch kaum noch in die Gefahr kommen, angegriffen zu werden. Täter suchen sich ihre Opfer so aus, dass sie keinen oder wenig Wiederstand bekommen. Wenn Du Dich also entsprechend bewegst, wirst Du kaum noch als potentielles Opfer angesehen. Ich habe das damals an mir selbst bemerkt, dass ich anders gehe und mich anders bewege. Anwenden mußte ich meine Kenntnisse nur einmal und das war ein Arbeitskollege, der sogar wußte, dass ich Judo mache. Er wollte es halt mal ausprobieren. :-))) Er hat es nie wieder versucht und ich hatte den Respekt der Kollegen. Verschiedene Städte/Stadtverwaltungen bieten sogenannte Selbstbehauptungskurse für ihre Mitarbeiterinnen an und da kann meistens dann auch jede interessierte Frau mitmachen.

Ich habe den 1. Dan im Judo, den 1. Kyo in Karate, eine Kampfrichterlizenz (Judo) und die Übungsleiterlizenz (Judo) gemacht. Leider hindert mich meine Gesundheit inzwischen daran, noch aktiv zu trainieren. Aber die Kenntnisse bleiben und das Selbstbewußtsein auch. :-))



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