Frage von crazykayla, 77

Kamera bis 800€(Bridge- oder Digitalkamera)?

Bisher habe ich nur mit meinem Handy (LgG4) fotografiert, mittlerweile habe ich aber Gefallen am Fotografieren gefunden. Deshalb möchte ich mir nun eine Kamera zulegen. Ich habe ca. 800€ zur Verfügung. Habt ihr Vorschläge oder Ideen?

PS: ich weiß das schon viele Fragen zu diesen Thema gestellt wurden, aber die sind alle schon etwas veraltet

Danke^^

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Airbus380, 31

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter sind die Canon Powershot Modele. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT
und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder
Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein
Schaubild gibt es bei Wikipedia---> Sensorformat 

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000
Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei
jedem System ins Geld (und ins Gewicht
). Außerdem wachsen die zu
schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei
stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta)
koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A_Bajonett) bis
riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen
Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett,
Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten fuer die allermeisten
ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen,
welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten
klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann
nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue
Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit
auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem
Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Antwort
von juergen63225, 16

es steht ja schon vieles und nützliches in den Antworten.

alles sind Digitalkameras, was anderes gibt es nur auf dem Antiquitätenmarkt.

Bridge heisst hochwertige Kamera mit grossem Spektrum an Einsatzmöglichkeiten, (Brücke zwischen Einfach und Systemkameras) aber keinen Wechselobjektiven .. nur kleinem Sensor, der egal wieviele Pixel schneller an die Grenzen von Rauschen bei wenig Licht und wirklicher Auflösung (Schärfe) kommt. 

Systemkameras haben grössere Sensoren und Wechselobjektive, bieten also die Voraussetzung ein richtiges Hobby draus werden zu lassen. ZB mit Makroobjektiven, Fisheye, Supertele, lichtstarken Festbrennweiten (Hintergrund unscharf stellen ) etc

unterschieden werden diese nochmal nach der Art des Suchers, bei der klassischen Spiegelreflex ist es ein optischer Sucher, das Bild wird über einen Spiegel berachtet, der bei der Aufnahme wegklappt. Die Kameras sind grösser und schwerer das Sucherbild zeigt keine Vorschau von Farben oder Belichtung, infos nur am Rand und nicht einblendbar, Vorteil der technisch aber wohl bald auch vergangeneit ist, wäre ein oft schnellerer Autofocus.

Ich würde als Neueinsteiger nur spiegellose Systemkameras in Erwägung ziehen, am verbreitestej das mft System mit 2 grossen Herstellern Olympus und Panaonic. Es gibt auch schöne Kompaktkameras, man kann schön als Einstieg ein eher Preiswertes Modell nehmen, sich ein gutes Objektiv gönnen, dass man beim Austieg auf ein grösseres Modell dann weiter nutzen kann.

Oder, wenn man sich mit dem Thema nicht sooo tief beschäftigen will, aber was für die Safari und die Nahaufahme und in allen Bereichen besser als Handy .. die Superzoom Bridge mit 10 oder mehrfach zoom für 500 eur

Expertenantwort
von nextreme, Community-Experte für Kamera, 32

Ich kann nur für Sony sprechen, also Rx10 oder RX100. Von Werchselobjektivkameras halte ich zu dem Preis relativ wenig. Da koste ein gutes Objektiv soviel wie die Kamera selbst . Es sei denn man braucht einfach nur mehr Weitwinkel und ein Klappdisplay für Selfis - dann ganz klar a5000/a5100.

Antwort
von OtmarBasan, 22

Ich habe seit etwa einem Jahr die Panasonic Lumix DMC-LX100. Klein und kompakt, aber Leistungen wie eine große. Hat damals 700€ gekostet und dürfte jetzt im Preis gefallen sein. Sieh' sie Dir einfach mal an!

Antwort
von christl10, 20

Schau Dir mal die Fuji X-T10 an. Das ist was kleines und feines. 

Fujifilm X-T10 Systemkamera inkl. Fujinon XC 16-50 mm Objektiv (16,3 Megapixel CMOS II Sensor) schwarz für 799€. bei Amazon.de

siehe: https://www.amazon.de/Fujifilm-Systemkamera-Fujinon-Objektiv-Megapixel/dp/B00XW6...

Antwort
von lensflare, 37

Bei einem Budget von 800 Euro würde ich auch darüber nachdenken ob es nicht lieber eine Spiegelreflexkamera oder Systemkamera sein sollte (vorausgesetzt du möchtest die wirklich mit Fotografie beschäftigen und auch mal über die Automatikprogramme einer Kamera hinausgehen).

Kommentar von randomuser20 ,

Eine Digitalkamera ist auch eine Spiegelreflex oder Systemkamera :)

Kommentar von lensflare ,

Und was genau hat das mit meinem Kommentar zu tun?

Kommentar von crazykayla ,

Was wäre deine Idee in Richtung Spiegelreflexkamera? Danke

Antwort
von AstroSloth, 42

Die Sony A6300 (oder der Vorgänger) sind super; klein, mit Wechselobjektiven, exzellente Bildqualität... kann man empfehlen. Müsste in deinem Budget auch noch drin sein.

Kommentar von randomuser20 ,

Die a6300 Body only kostet 1250€ :)

Antwort
von Kai42, 37

Bridgekameras sind Digitalkameras. ;)

Was genau möchtest du denn fotografieren? Hast du Lieblingsbereiche, in denen zu aktiv bist oder hast du dich noch nicht festgelegt? Gibt eseinen Thembereich, der dich überhaupt nicht interessiert?

Sind die 800 Euro für alles? Also Kamerabody und Objektiv und Zubehör?

Das alles solltest du dir überlegen und kann man da was Feines zusammenstellen.

Kommentar von crazykayla ,

Ich würde gerne Landschaften, aber hauptsächlich alltägliche Dinge fotografieren. Ansonsten hätte ich mal Lust was mit Zeitraffern auszuprobieren. Was ich nicht vorhabe zu machen, sind Makros.

Die 800€ sind theoretisch für alles, wenn es aber was hammergeiles gäbe würde ich noch etwas drauflegen können, aber das muss sich dann schon lohnen.

Hast du einen Vorschlag?

Danke^^

Kommentar von Kai42 ,

Okay und vielen Dank. Landschaften sind rein technisch gesehen, wenig Anspruchsvoll. Was sind alltägliche Dinge? Streetfotografie? Auch das ist technisch simpel. Da ist die Kamera recht egal. Objektive sind für dich relevanter. Weniger wegen der Landschaft, eher wegen der Streetfotografie. Als Kamera kannst du die 700D, aber selbst die 600D reicht. Und als Objektiv reicht für den Anfang ein 17-50mm mit großer Lichtstärke wie 2.8. Und das ist beides für 800 Euro locker drin.

Antwort
von Bs1416, 38

Ich habe seit längerer Zeit die Sony A5100. Damals musste ich mich zwischen dieser und der A6000 entscheiden. Habe mich dann für die 5100 entschieden, da sie mit Objektiven 600€ gekostet hat und die 6000 alleine schon 600€ damals. Außerdem soll die Bildqualität gleich sein und ich kann auf die zusätzlichen Funktionen verzichten.

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