Frage von aiCaramba82, 206

Kaltwasserfische schwimmen ständig oben und schnappen nach Luft. Was kann ich tun?

Mein Freund und ich haben ein Süßwasseraquarium mit 200l, Süßwasserfischen und allem drum und dran (Sand, Pflanzen, Steine) übernommen und dieses in ein Kaltwasseraquarium mit Flussbarschen, Schleien, Graskarpfen und Rotaugen umgewandelt. Schon am nächsten Tag schwammen die Fische oben und atmen schnell. Wir haben daraufhin mehrere Maßnahmen durchgeführt. Das Wasser getestet mit Teststreifen aus einem Fachgeschäft, mehrere Male einen Wasserwechsel zu mindestens 40% durchgeführt, den Filter gereinigt, den Untergrund entfernt und durch Aquarienkies ersetzt, weil uns das im Fachgeschäft empfohlen wurde. Die Werte sind mittlerweile den Teststreifen zufolge gut bis sehr gut. Aber die Fische schwimmen nach wie vor oben. Bitte helft uns. Was können wir für unsere Fische tun?

Expertenantwort
von Grobbeldopp, Community-Experte für Aquarium, 88

Hallo

dieses in ein Kaltwasseraquarium mit Flussbarschen, Schleien, Graskarpfen und Rotaugen umgewandelt.

Das war kein guter Plan, du weißt dass das Becken für eine Dauerhaltung zu klein ist. Graskarpfen allerdings kannst du darin wegen ihrer Größe eigentlich auch nicht kurzfristig halten, die haben in normalen Aquarien nichts verloren- bei guter Fütterung und Bedingungen erreichen die mit einem Jahr eine Größe von locker 20 cm.

Zudem ist die Vergesellschaftung hoffnungslos übertrieben.

Ich bräuchte ein paar Infos mehr: Wo habt ihr die Fische her? Aus dem Zoofachhandel? Wie groß und wie viele sind es? Wie wird gefiltert?

Ein Photo wäre toll.

Schon am nächsten Tag schwammen die Fische oben und atmen schnell.

Das ist vorauszusehen bei plötzlichem Besatz. Es handelt sich um Vergiftung mit Nitrit/Ammoniak. Deshalb hätte sofort ein 90% Wasserwechsel erfolgen sollen.

den Filter gereinigt, den Untergrund entfernt und durch Aquarienkies ersetzt, weil uns das im Fachgeschäft empfohlen wurde.

Das war kontraproduktiv, weil die Bakterien, die die Gifte abbauen in Filter und Bodengrund setzen. Der Aquarienkies schadet nichts. Lass ab jetzt beides in Ruhe! Nur Wasser wechseln, jeden Tag bis keine Symptome mehr da sind.

Ein Luftausströmer und etwas Kochsalzzusatz (paar Teelöffel) würden auch nicht schaden, kommt bisschen auf die Besatzstärke drauf an, also nochmal bitte genauer beschreiben.

Die Werte sind mittlerweile den Teststreifen zufolge gut bis sehr gut. Aber die Fische schwimmen nach wie vor oben.

Vergiss die Teststreifen, Wasserwechsel machen, 90%, nächste Tage auch viel, es sollte besser werden. NICHT FÜTTERN heute und morgen. Falls ein katastrophaler Überbesatz vorliegt.... du siehst bitte gesamten Fischbestand verraten.

Bitte lass dir nicht einreden dass das irgendwas mit dem pH-Wert oder der Temperatur zu tun hast, kannst du sowieso nicht ändern.

Temperatur kann negativ nur über den Sauerstoffgehalt wirken. Ansonsten vertragen Barsche/Rotaugen bis 22/23 Grad problemlos, Schleien mehr, Graskarpfen viel mehr.

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Langfristig musst du überlegen wie du das handelst, ich hab keine Patentlösung.

Ich würde dir gerne helfen, die Situation einzuschätzen, aber dazu wäre es wie gesagt wichtig wo die Fische her sind und wie viele wie große es sind. Außerdem auch ob du Zugang zu einem Teich hast. Auf jeden Fall spätestens nächsten Sommer solltest du das ganze aufgelöst haben, blöderweise ist es im Moment draußen bereits recht kalt....usw usf.

Kennst du jemand mit einem geeigneten Teich (groß oder gefilterter Fischhaltungsteich nicht unter 10,12 Meter)

Kommentar von Grobbeldopp ,

PS wenn du keinen Luftausströmer hast- kauf einen und schmeiß ihn an. Schaden wird es nicht.

Antwort
von Pfauenlilie, 112

Geht nie wieder in diesen Laden, die haben keine Ahnung -.- Jeder Aquarianer weis, dass man Niemals den Filter reinigt und gleichzeitig nen Wassserwechsel macht. Und dann noch den Bodengrund wechselt...

Als erstes sollte man die Wasserwerte prüfen, danach überprüfen ob der Filter läuft und noch genug Druck hinter ist, anschließend die Temperatur überprüfen. Wenn da alles in Ordnung ist überlegen was sich verändert hat (neue Einrichtung, neue Fische etc) und eventuell gucken ob es Anzeichen für Krankheiten gibt. Das sollte jeder Aquarianer machen können, wenn man danach immer noch keinen Plan hat fragt man am besten jemanden der sich auskennt. Evtl. habt ihr auch zu viel gefüttert.

Wichtig wäre zu wissen wie oft und wie viel über welchen Zeitraum ihr das Wasser gewechselt habt. Wie ich in anderen Beiträgen sehen konnte weist du nicht viel über Wasserwechsel (warum auch immer).

Meistens wechselt man jeden Monat einmal 50% des Wassers. Dazu nimmt man entweder aufbereitetes (Wasseraufbereiter gibt's im Aquaristik Geschäft mit Anleitung), abgestandenes Wasser (je länger desto besser, Aufbereiter beschleunigt das aber) oder eingefahrenes Wasser. Das ist Wasser aus einem bereits bestehenden Becken, welches die richtigen Wasserwerte und Bakterien besitzt. Das kann man dann direkt ins Becken kippen.

Dass deine Fische noch oben schwimmen könnte viele Ursachen haben, einmal, dass das Becken zu sauber ist (die veränderten Werte, evtl Schadstoffe die durch das Fehlen des Aufbereiters immer noch im Wasser sind), dass deine Fische sich noch nicht angepasst haben (nur weil deine Werte jetzt besser sind, heißt dass nicht dass es ihnen Schlagartig wieder besser geht) oder ein anderer Grund der mir unbekannt ist.

Meine Frage wäre warum ihr einfach ein Aquarium übernehmt ohne euch vorher schlau zu machen, bzw. Anweisungen von dem Vermachenden bekommt.

Ein kleiner Tipp, beschafft euch "easy Life", ist zwar etwas teurer aber das Zeug schafft echt alles. Das könnt ihr ins Wasser tun gegen Algen, Krankheiten (wirkt nicht 100%, bei schweren Infektionen können auch härtere Mittel von Nöten sein), immer nach Wasserwechseln damit alle Bakterien vorhanden sind (ist aber nicht von nöten) oder direkt in den Filter (nach dem reinigen) damit sich schneller wichtige Bakterien bilden. Des weitern solltet ihr euch mal das Ökosystem See anschauen, das was ihr da habt ist nämlich quasi eine Art See (zumindest sind die Ökosysteme am besten mit einander zu vergleichen). Wichtig ist auch zu wissen warum eine See kippt.

Hoffe ich konnte etwas helfen, viel Glück euch :)

Kommentar von Grobbeldopp ,

Als erstes sollte man die Wasserwerte prüfen

Nein, die WASSERWERTE schon gar nicht, wenn dann Nitrit und Ammoniak/Ammonium. Ist aber auch egal, es ist schon passiert.

Wasserwechsel muss jetzt gemacht werden, alles andere ist Makulatur. (Ich hasse diese Messerei nicht ohne Grund)

Meistens wechselt man jeden Monat einmal 50% des Wassers. Dazu nimmt man entweder aufbereitetes (Wasseraufbereiter gibt's im Aquaristik Geschäft mit Anleitung), abgestandenes Wasser (je länger desto besser, Aufbereiter beschleunigt das aber) oder eingefahrenes Wasser.

NEIN. Jetzt braucht es täglichen oder fast tägichen Wasserwechsel mit frischem Leitungswasser bis die Symptome weg sind.

Man kann doch nicht Aquarienwasser zum Wasserwechsel verwenden.

Kommentar von Pfauenlilie ,

Ich habe von dem Normalzustand beim Wasserwechsel gesprochen (wenn alles rund läuft). Wenn die jetzt schon das ganze Becken gereinigt haben mit tausend Wasserwechseln scheint die Ursache wohl woanders zu liegen.

Bei den meisten Messstreifen ist Nitrit ganz oben, außerdem muss es nicht unbedingt am Nitrit liegen.

Tägliche Wasserwechsel sind zu viel, da können sich die Werte ja gar nicht regulieren und wenn man weis was man tut reichen 1-2 Wasserwechsel, dann sollte der Nitrit wert wieder normal sein. Vor allen dingen haben sie den Filter gereinigt und den Grund gewechselt, es ist schon alles sauber, was sollen Wasserwechsel da noch bringen. Außerdem hat er geschrieben, dass die Wasserwerte wieder gut sind.

Das mit dem Aquarienwasser zum Wasserwechseln hab ich tatsächlich nicht richtig formuliert. Ich meinte wenn man nen Wasserwechsel macht kann man 50% Frischwasser und 50% Aquarienwasser zum auffüllen verwenden, weil dann schon wichtige Bakterien vorhanden sind (die meisten Fische sind ja auch Frischwasser nicht gewöhnt).

Kommentar von Grobbeldopp ,

Wenn die jetzt schon das ganze Becken gereinigt haben mit tausend Wasserwechseln scheint die Ursache wohl woanders zu liegen.

Also zunächst einmal ist die Reinigung des Beckens und des Filters wegen der Zerstörung der Bakterien kontraproduktiv. Zudem traue ich den Tests nicht und die beschriebenen Wasserwechsel sind zu spät und zu wenig. Du weißt auch nicht in welchen Abständen sie erfolgt sind.

Wenn die Schadstoffbelastung ok sein sollte- dann kommt nur ein massiver Überbesatz in Frage mit zu hoher Sauerstofffzehrung. Das wissen wir nicht weil der gesamte Besatz nicht auf dem Tisch liegt.

Bei den meisten Messstreifen ist Nitrit ganz oben, außerdem muss es nicht unbedingt am Nitrit liegen.

Doch. Ich kenne die Teststreifen. Woran es nicht liegt: Nitrat, GH, KH, pH, Kupfer, Chlor... kannst du alles vergessen, glaub mir. Alternative ist NH3/NH4.

Tägliche Wasserwechsel sind zu viel, da können sich die Werte ja gar nicht regulieren und wenn man weis was man tut reichen 1-2 Wasserwechsel, dann sollte der Nitrit wert wieder normal sein.

Tägliche Wasserwechsel sind DAS Mittel der Stunde. Es ist ein Notfall. Leitungswasser ist für Fische nicht tödlich, alles andere was sich da zusammenbraut kann es sein. Welche Magie sorgt dafür, dass nach deinen 1-2 Wasserwechseln sich kein Nitrit oder Ammoniak bildet?

Vor allen dingen haben sie den Filter gereinigt und den Grund gewechselt, es ist schon alles sauber, was sollen Wasserwechsel da noch bringen.

Du hast es nicht verstanden. Also: 90% aller nitrifizierenden Bakterien, die giftiges Ammoniak in ungiftiges Nitrat umwandeln sitzen im Filter und im Bodengrund. Wenn man beides gleichzeitig reinigt, dann geht man ein Risiko für Nitrit und Ammoniakanreicherung ein. Diese völlig kontraproduktiven Maßnahmen unterstützen also nicht den Wasserwechsel, im Gegenteil- sie machen Notwasserwechsel umso dringender.

Außerdem hat er geschrieben, dass die Wasserwerte wieder gut sind.

Siehe oben: Falls die Messungen stimmen bleiben nur Krankheiten (Arschkarte, keine Chance) oder genuiner Sauerstoffmangel durch massiven Überbesatz als Möglichkeiten.

50% Frischwasser und 50% Aquarienwasser zum auffüllen verwenden, weil dann schon wichtige Bakterien vorhanden sind (die meisten Fische sind ja auch Frischwasser nicht gewöhnt).

Bullshit. Bitte mal nachdenken: Wenn man nur Aquarienwasser rumtauscht kann man es gleich lassen, denn der Grund für Waserwechsel ist dass man ein Wasser zufügt, das nicht die Eigenschaften von Aquarienwasser hat. Reine Logik.

Bakterien im Freiwasser sind wenige, braucht man nicht, und Frischwasser aus der Leitung kann hie und da für eine Fischart vielleicht (kenne ich nur vom Hörensagen) etwas unangenehm sein (warum auch immer), aber hier geht es um einen Notfall, da ist das völlig irrelevant.

Kommentar von Lycaa ,

Darf ich Dir empfehlen, dass Du Dich nochmal intensiv mit der Wasserchemie im Aquarium, sowie der Atmung der Fische auseinandersetzt?

Leitungswasser ist nicht schädlich oder giftig für die Fische.

Die für die Nitrifikation benötigten Bakterien befinden sich nicht im Wasser, sondern als Aufwuchs in Filter, auf Oberflächen etc. Deswegen gibt es kein "eingefahrenes Wasser".

Durch die Atmung der Fische entsteht Ammonium und Ammoniak. Ammoniak ist toxisch. Das wäre kein Problem, wenn die Nitrifikation nicht durch die Reinigungsaktion gestört worden wäre.

Da die notwendigen Bakterien aber eben zerstört worden sind, vergiften die Fische mit jedem Atemzug, jeder Ausscheidung ihr eigenes Wasser. Und so lange die Nitrifikation nicht richtig läuft, bekommst Du diese Giftstoffe nur aus dem Becken, indem Du das Wasser tauschst.

Für das in der Folge entstehende Nitrit gilt das Gleiche.

Kommentar von Pfauenlilie ,

Nein darfst du mir nicht empfehlen und ich habe nicht gesagt dass Leitungswasser giftig ist.

Antwort
von Lycaa, 140

Filter neu und Bodengrund neu? Und dann direkt das Becken voll mit Fischen besetzt? Wer empfiehlt denn so was?

Und der Nitritwert ist tatsächlich unauffällig? Dann würde ich mal schleunigst den Ammoniakwert testen.

Als erste Hilfe weiter Wasser wechseln, ruhig auch mal großzügiger.

Kommentar von Lycaa ,

ach Herrje, das kommt davon, wenn man die Frage nur überfliegt. Ist bestimmt nur Trollerei.

Kommentar von aiCaramba82 ,

Wir haben alle Werte getestet, alle Werte (Nitrat, Nitrat, Karbonathärte, ph, GH, Chlor). Und wir sind uns sehr wohl bewusst, dass wir nicht alles richtig gemacht haben, aber jetzt wollen wir nur unsere Fische irgendwie retten. Von wegen Trollerei! :-( Wir werden aber auf jeden Fall weiter Wasser wechseln.

Kommentar von Lycaa ,

Ist ja jetzt auch mal egal.

Der Ammoniakwert wäre echt interessant. Alternativ mal der möglichst genaue ph-Wert. Und auch der Zeitraum in dem ihr jetzt schon dran seid. Bevor sich der Nitritwert erhöht, ist in einem basischen Wassermilieu mit einem erhöhten Ammoniakwert zu rechnen. Und Ammoniak bleibt bei eurer Beschreibung mein Hauptverdächtiger.

Kennt Ihr andere Aquarianer, die euch einen Eimer Wasser, in dem der Filterschwamm ausgedrückt wurde, spenden könnten?

Kommentar von Grobbeldopp ,

Alternativ mal der möglichst genaue ph-Wert.

Wozu das denn?

ist in einem basischen Wassermilieu mit einem erhöhten Ammoniakwert zu rechnen.

1. Wie soll der Fragesteller den pH-Wert ändern? Das ist nicht so leicht.

2. Die genannten Fische sind empfindlich gegen sauren pH. Wenn jtzt die Wasserhärte und der pH gesenkt würden wäre das eine KATASTROPHE. Das wäre genau so schlimm wie das Ammoniak, das du damit vermeiden willst.

Kommentar von Lycaa ,

Du hast das missverstanden. Ich will gar nicht am ph-Wert drehen. Der ph-Wert sollte lediglich als Indikator herhalten, ob sich wohl eher das unproblematische Ammonium bildet, dann würde ich mit meiner Vermutung falsch liegen, oder eben das befürchtete Ammoniak, welches meinen Verdacht unterstützen würde. So quasi als Ersatz für den vermutlich nicht vorhandenen Test.

Kommentar von Grobbeldopp ,

Leitungswasser ist immer alkalisch. Ammoniak ist der wahrscheinlichste Übeltäter.

Kommentar von Lycaa ,

Bei uns ist das Wasser recht schnell,nachdem es die Leitung verlassen hat, eher im neutralen Bereich, nie höher als 7,2. Deswegen muss ich bei anderen immer dumm fragen.

Kommentar von Grobbeldopp ,

Oh, das ist echt wenig. Normalerweise findet man nix unter 7,3/ 7,4 (in Deutschland).

Warum sollte das Wasser an pH verlieren wenn es aus der Leitung rauskommt? Gibt es bestimmt viele Möglichkeiten... aber keine Ahnung.

Bei mir ist der pH 7,9. Im Trinkwasser, und für immer in allen Becken ohne Wasseraufbereitung, es sei denn man stellt den Wasserwechsel ein, dann sinkt der Wert ganz langsam. Ich habe schon aufgehört zu messen weil es einfach keine Abweichungen gibt.

Kommentar von Lycaa ,

Der ph sinkt, weil das Wasser in der Leitung vom Wasserwerk zwecks Korrionsschutz entsäuert wird. Das kehrt sich außerhalb der Leitung aber wieder recht schnell um. Hab aber ehrlich gesagt vergessen, wie dies genau funktioniert.

Kommentar von Grobbeldopp ,

Na ja, eine Möglichkeit wäre der Entzug von CO2- das dann wieder ansteigt auf die üblichen 4 mg/l sobald es mit der Luft in Kontakt kommt.

Ich habe aber keine Ahnung wie luftabgeschlossen Wasserleitungen sind, hm.

Antwort
von Firestarhd1, 110

Habt ihr neues Wasser verwendet?

Kommentar von aiCaramba82 ,

Wenn du mit neuem Wasser, Wasser aus der Leitung meinst, dann ja. Oder was denkst du?

Kommentar von Firestarhd1 ,

Ja dann ist es klar !

Ihr hättet eingefahrenes Wasser nehmen müssen

Sie haben eine Nitrit Vergiftung

Kommentar von aiCaramba82 ,

Kannst du mir bitte sagen, was eingefahrenes Wasser ist? Und Nitrit haben wir getestet. Der Wert ist laut dem Teststreifen sehr gut.

Kommentar von Lycaa ,

Eingefahrenes Wasser ist Quatsch.

Die zur Nitrifikation notwendigen Bakterien befinden sich nicht im Wasser sondern als Aufwuchs im Filter auf Pflanzen, Dekoration und Boden.

Viel problematischer ist daher, dass der Filter gereinigt wurde, der Boden ausgetauscht und das Becken gleichzeitig besetzt wurde.

Kommentar von Firestarhd1 ,

Also eingefahrenes Wasser ist logischer weise Wasser in denen fische leben können und schon länger im Aquarium war (darum fährt man sein Aq auch ein.

Teststreifen sind sehr ungenau

Kommentar von Firestarhd1 ,

Eben alles zusammen

Selbst wenn dein Filter eingefahren ist

Du aber neues Wasser verwendest dauert es seine Zeit

Kommentar von Grobbeldopp ,

Bitte nicht! Das stiftet Verwirrung. Neues Wasser ist das wichtigste, was die Fische jetzt brauchen!

Antwort
von MuellerMona, 163

Auf welche Temperatur habt ihr das Wasser runter gekühlt? Kaltwasserfische brauchen kühles, sauerstoffreiches Wasser. Ist das Wasser zu warm, schnappen sie an der Wasseroberfläche nach Luft.

Und verwendet nach Möglichkeit Tröpfchen-Wassertests. Die Teststäbchen werden nicht umsonst von langjährigen Aquarianer als "Ratestäbchen" bezeichnet.

Kommentar von aiCaramba82 ,

Die Temperatur liegt seit Tagen bei 18 Grad. Sollten wir zusätzlich einen Kühlstab verwenden? Wir werden auf jeden Fall die Tröpfchen-Tests ausprobieren. 

Kommentar von MuellerMona ,

Kühlstab? Meines Wissens gibt es keine Kühlstäbe fürs Aquarium. Ihr benötigt eine Durchlaufkühler, welchen man wie einen Aussenfilter in Betrieb nimmt. Die Geräte sind sehr teuer und fressen auch eine Menge Strom.

Ich frage mich gerade, wie ihr die Wassertemperatur auf 18 Grad runter drücken könnt. Steht das Aquarium in einem kalten Keller? - Denn in einer Wohnung werden Aquarien, welche ohne Heizung betrieben werden meist über 20 Grad war, insbesondere auch dann, wenn man das Becken ein wenig beleuchtet.

Und ich hoffe, euch ist bewusst, dass 200 Liter eine Pfütze für eure Fische ist... welche in einem ausgewachsenen Zustand wohl mehrere Tausend Liter Wasser benötigen. Die Schleien werden 60 cm Prachtsexemplare, Graskarpfen werden über 1 Meter lang...
mit 200 Liter könnt ihr die Fische dann gerade mal "feucht" halten.

Kommentar von aiCaramba82 ,

Okay dann ist das auch nicht die Lösung. Das Aquarium steht bei uns in der Wohnung. Wir haben nichts weiter verwendet, als kaltes Wasser aus der Leitung. Und zu deiner Beruhigung: wir sind uns sehr wohl bewusst, dass wir die Fische nicht ewig in dieser "Pfütze" halten können. Jetzt sind sie noch klein, aber wenn sie größer werden, werden wie sie natürlich in ein artgerechteres Wasser entlassen. 

Kommentar von Grobbeldopp ,

Hallo MuellerMona

Nichts für ungut, es kann auch sein dass die Fische auch genuin Sauerstoffmangel haben unabhängig von etwaiger Vergiftung.

Allerdings stimmt es einfach nicht, dass hohe Temperaturen für die genannten Fische an sich schädlich sind oder sie einen hohen Sauerstoffbedarf hätten. Barsche und Rotaugen ok, die VERTRAGEN 23 Grad. Aber bei Graskarpfen z.B., die LIEBEN Temperaturen von 23 Grad und mehr.

Kommentar von MuellerMona ,

natürlich ist es schwierig eine Ferndiagnose zu stellen. Und meist tappt man bei gewissen Problemen auch ein wenig im Dunkeln, auch wenn man sich das Aquarium sogar ansehen könnte.

Aber wenn alle Kaltwasser-Fische an der Wasseroberfläche "kleben", tendiere ich als "Ferndiagnose" halt schon ein wenig zur nicht ganz so kühlen Aquarien-Temperatur. Vorallem wenn erwähnt wird, wie "sehr gut" die Wasserwerte sein sollen.

Und wir wissen ja alle, dass der Kreislauf eines Fisches, der in zu warmem Wasser gehalten wird, ordentlich hochgefahren wird. Was auf der einen Seite zur schnellen Verschmutzung des viel zu kleinen Aquariums beiträgt... und auf die Dauer nicht wirklich gesund für den Fisch ist.

Und nur weil ein Fisch eine gewisse Obergrenze einer Wassertemperatur verträgt, sollte man dies nicht als Standart-Temperatur im Aquarium "durchgehen" lassen...

Ohne wirklich grosses Aquarium, ohne wirklich leistungsstarke Filterung und ohne Wasserkühlung würde ich diese Kaltwasser-Fischgruppe nicht einmal versuchen in einer Wohnung zu "überwintern". Sowas grenzt aus meiner persönlichen Sicht an Tierquälerei.

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