geige am 11.07.2008 um 9:43 Uhr
Habe hier stark kalkhaltiges Frisch-/Leitungswasser, so daß an den Armaturen ruckzuck dicke Kalkablagerungen vorhanden sind. Nicht nur, daß ich jeden Wassertropfen sofort wegwischen muß (direkt Kalkränder), hätte ich gern auch für mich eine weichere Wasserqualität. Um das zu erreichen, bringt es evtl. was, einen Kalkumwandler an die Frischwasserzufuhr zu installieren und wenn ja, welcher? Dank Euch schon jetzt für Eure Antworten.
Vorsicht! Hier werden oft Geräte verkauft, die Kraft physikalischer Gesetze gar nicht funktionieren können! Also schlichte Abzocke!
Die sogenannte Aufspaltung von Kalkmolekülen durch Induktionsspulen (die nicht mal welche sind!) ist schlichter physikalischer Unsinn, da kannst Du genauso gut eine Hühnerpfote ans Wasserrohr klemmen!
Einer meiner Profs ist Teetrinker, und er hat sich zu diesem Zweck einen Apparat zur Umkehrosmose eingebaut. Er findet das Ding ganz prächtig. Ich weiß aber nicht, ob das auch für das komplette Wasser im Haus geeignet ist oder ob es das nur für einzelne Hähne gibt. Dafür zumindest ist es geeignet. Weil dieser Prof ein nicht gänzlich unbegabter Anorganiker ist, denke ich, das es nicht kompletter Blödsinn ist. Ansonsten hab ich von diesen Gerätschaften keine Ahnung.

Es gibt zwei Systeme: einmal die Elektrochemischen Geräte, die teuer und sehr wartungsintensiv sind, weil regelmäßig Filter ausgetauscht und Salz nachgefüllt werden muss. Diese Geräte sind dafür sehr effektiv, der Kalk wird komplett ausgefiltert. Die einfachen Geräte spalten mittels einer elektromagnetischen Induktionsspule lediglich die Kalkmoleküle auf (die Ionen werden neu geordnet), so dass sie sich nicht mehr festsetzen können, bleiben aber im Wasser.

Da solltest du vorsichtig sein, hier sind ne Menge Scharlatane, Nepper, Schlepper.... unterwegs. Wenn es los geht mit "belebtem Wasser, Botschaften des Wassers, informiertes Wasser", bist du bei den Esoterikern gelandet, die an der Sache hauptsächlich nichts ändern.
Eine wirksame Lösung wäre ein Ionenaustauscher. Der ist gefüllt mit Wofatit, das Kalcium-Ionen im Leitungswasser (die sind die Übeltäter) bindet und sie gegen Natrium-Ionen austauscht. Regeneriert wird die Anlage gelegentlich einfach mit Kochsalz, da passiert dann der umgekehrte Prozess. In der Anschaffung mag eine solche Anlage etwas teurer sein, aber sie läuft außer der regelmäßigen Regeneration mit Salz wartungsfrei und es entstehen normal keine weiteren Kosten. Das Wofatit ist praktisch unbegrenzt zu verwenden. Mehr dazu bei Wickipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ionenaustauscher
Solche Ionenaustauscher werden in der Industrie zur Wasserenthärtung verwendet, das ist absolut zuverlässig. Wofatit gehört zu den Kunstharz-Ionenaustauschern, es ist gesundheitlich unbedenklich, hygienisch und beeinflusst das Wasser in keiner Weise.
Du wirst im Internet sicher kleine Hausanlagen finden, die preiswert sind und die Installation ist kein Problem. Die wird im Keller an die Hauptwasserleitung geklemmt und ansonsten ist nur ein Abfluss notwendig, um bei der Regeneration das (extrem kalkhaltige) Wasser anbzuleiten. Strom wird nicht benötigt, also auch hier keine weiteren Kosten.
wim50 am 11. Juli 2008 10:58 Pyramiden aus irgend einem geheimnisvollen schwarzen Stoff mit einem noch geheimnisvolleren Innenleben neben der Wasserleitung helfen auch wenig, selbst wenn sie sehr teuer sind.
Hab das gefunden,es gibt nicht meine MEinung wieder.(keine Erfahrung) Der feine Kalk lässt sich besser von verchromten Armaturen entfernen. Ebenso lassen sich Spülen und Duschwände leichter reinigen
Kalkablagerungen in den Wasserleitungen werden zum Teil abgebaut. Durch die Wirkung des Kalkumwandlers ist in der Anfangszeit mehr Kalk im Wasser als bisher. Das zeigt die Leistungsfähigkeit des Gerätes. In den Perlatoren der Wasserhähne kann sich der abgebaute Kalk sammeln und muss in der Anfangszeit entfernt werden.
Bei elektrischen Geräten, wie Waschmaschinen, Kaffeemaschinen, Geschirrspülern, Bügeleisen die mit Wasser arbeiten, ist eine deutlich geringere Kalkbildung zu erkennen. Die Heizstäbe der Wasch- und Spülmaschine, sowie Kaffeeautomaten werden wieder frei. Dadurch spart man sich teure Reparaturen und die Energiekosten werden gesenkt. Dem Wasserkocher kann der feine Kalk mit einem feuchten Lappen abgewischt werden.
die Wäsche wird auch ohne Weichspüler deutlich weicher, ferner benötigen sie weniger Waschmittel, Shampoo, Reinigungsmittel.
Hmpf. Wirkliche Effekte sind nur durch chemische Filter zu erzielen, und das schmeckt man. Und teuer ist es auch.
wim50 am 11. Juli 2008 10:47 >> Wirkliche Effekte sind nur durch chemische Filter zu erzielen
Dasist ist falsch, der Ionenaustausch z.B. ist ein physikalischer Prozess und überaus wirkungsvoll.
...behauptet die Werbung. Langfristige Studien haben dazu aber m.W. bis heute keine eindeutigen Effekte feststellen können.
wim50 am 11. Juli 2008 19:48 Das wird seit Ewigkeiten indusrtriell genutzt. Meinst du, die verlassen sich bei millionenteuren Anlagen auf Werbesprüche? Eine einfache Bestimmung der Wasserhärte gibt da hinreichend Aufschluss.
Bei solchen Sachen bin ich immersehr skeptisch. Meist wird mehr versprochen als gehalten wird.

Danke Euch allen, werd mich nunmal belesen und mir Gedanken über eine mögliche, in Frage kommende Lösung machen. Bis dahin müssen Calgon, Brita-Wasserfilter, Zitronensäure und Essig-Spülungen herhalten.
wim50 am 11. Juli 2008 19:59 Zitronensäure ist super, bei dem Calgon habe ich hingegen meine Zweifel. Waschmittelpulver enthalten eigentlich aureichend Enthärter (im Prinzip Soda in irgend einer Form), so dass ein zusätzliches Mittel eigentlich überflüssig ist. Lediglich Flüssigaschnmittel sind da weniger effektiv, wei es eben keine flüssigen Mittel zur Wasserenthärtung gibt. Das ist eben immer ein fester Stoff, den man nur schwer in das Flüssigwaschmittel integrieren kann.
wim50 am 11. Juli 2008 20:10 Hier noch was über Soda im Haushalt: