Frage von Bestchen, 296

Kaiserschnitt selbst entscheiden?

Kann man sich heutzutage vor einer Geburt selbst entscheiden ob man einen Kaiserschnitt haben möchte? Ich würde das nämlich wollen... Einfach damit da unten nich alles zerfleischt wird & ich stundenlang Schmerzen ertragen muss die eigentlich über der menschlichen Toleranzgrenze liegen!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von isebise50, 170

Theoretisch gibt es keine ICD Diagnose "Wunschkaiserschnitt", die die Krankenkasse bezahlt. Die (Mehr-)Kosten müssten also von der Patientin selbst getragen werden. In der Praxis "findet" aber fast jede Klinik eine "medizinische" Notwendigkeit (und damit die Abrechnungsmöglichkeit mit der Kasse) um die Patientin als Kundin zu binden, in dem Wissen: "Wenn wir es nicht machen, macht es die nächste Klinik". An einem geplanten Kaiserschnitt verdient das Krankenhaus, bei einer Spontangeburt zahlt es drauf!

Auch wenn die modernen Techniken und der hohe Hygienestandard den Kaiserschnitt zu einem relativ problemlosen Routineeingriff hat werden lassen, gibt es Nachteile und Risiken gegenüber einer Spontangeburt: Das Kind wählt seinen Geburtstag nicht selbst, kein Geburtserlebnis, Wund- und Narbenschmerzen nach der Operation (bis zur vollständigen Heilung vergehen rund sechs Wochen), rund einen Tag lang nicht aufstehen können, auf Hilfe angewiesen sein bei der Versorgung des Babys, Urin-Katheter und eventuell eine Drainage für die Narbe, längerer Klinikaufenthalt. Es besteht ein höheres Risiko für eine und Thrombose oder Embolien. Das häufigste Problem nach der Operation ist eine milde Darmträgheit, gelegentlich gibt es Probleme bei der Entleerung der Blase, eventuelle Blasenentzündungen müssen behandelt werden, nach einer Operation kann es zu Wundinfektionen kommen. Eine weitere, seltene Gefahr ist ein möglicher hoher Blutverlust bis hin zur Gebärmutterentfernung, in seltenen Fällen werden während der Operation andere Organe wie die Blase oder der Darm verletzt, was eine weitere Operation nach sich ziehen würde. Als mögliche Spätfolgen nach einem Kaiserschnitt sind wie nach jeder Operation die Risiken von Wucherungen und Verwachsungen gegeben, die zu ständigen Unterbauchschmerzen führen können. Die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Kaiserschnittes, einer Plazenta praevia oder einer manuellen Plazentalösung ist höher. Gelegentlich wird das Kind beim Kaiserschnitt verletzt und hat häufiger Atem- und Anpassungsstörungen. Kaiserschnitt-Kinder von Müttern mit bekannten Allergien haben ein siebenfach erhöhtes Risiko, ebenfalls eine Allergie zu haben.

Aus ganzheitlicher Sicht wird vom Kaiserschnitt abgeraten, da man die Wehen als Vorbereitungsphase für den Eintritt ins Leben sieht.

Wenn du so große Angst vor Schmerzen hast, warum willst du dich dann freiwillig und unnötig einer großen Bauch-Op mit tagelagen Schmerzen und Eingeschränktheit unterziehen? Die Natur hat doch schon einen perfekten und begehbaren Weg gefunden.

Alles Gute für dich!

Kommentar von isebise50 ,

Danke für deine Auszeichnung Bestchen!

Antwort
von geckobruno, 166

Ich habe zwei meiner Kinder ganz natürlich bekommen....mein drittes durch einen Kaiserschnitt....nach den ersten beiden Geburten dauerte es zwei Stunden bis ich aufstehen konnte, bei dem zweiten bin ich nach ein paar Stunden nach Hause gegangen.

Nach dem Kaiserschnitt lag ich um! Und die Schmerzen, die kommen wenn du wegen des Stillens kein ordentliches Mittel bekommen kannst, die waren mit nichts zu vergleichen......

Außerdem ist es bei vielen Müttern so, das ihnen im Nachhinein eine natürliche Geburt fehlt, sozusagen ein natürlicher Abschluss einer natürlichen Sache.

Ein Kaiserschnitt sollte nur in den wirklich begründeten medizinischen Notfällen durchgeführt werden.

Aber ich denke die neuesten Zahlen beweisen, das auch in den Kliniken nur das Geld zählt, und darum wirst du wahrscheinlich deine Operation bekommen wenn du mit den Ärzten sprichst.

(Weiß man aber nicht auch schon vorher das ein Kind auch raus muss?)

Antwort
von MalloryKnox2011, 174

Hey,

ich habe damals mal nachgefragt und mir wurde vom Arzt gesagt, dass man sich das zwar aussuchen könnte aber absolut nicht empfohlen wird! Ich glaube auch nicht wirklich, dass die Ärzte das so freiwllig machen, also sie werden natürlich den natürlichen Geburtsweg einschlagen.

Ich denke das ist von Arzt zu Arzt unterschiedlich, meine Maus hat sich nicht mehr gedreht und musste per KS geholt werden, was ich nie im Leben nochmal machen würde :)

Antwort
von Joergi666, 172

ein Kaiserschnitt wird medizinisch (für das Kind) - von vielen Ärzten sehr kritisch gesehen (ist halt nur für die Kliniken lukrativer und deswegen regional sehr unterschiedlich weit verbreitet). Als Mutter sollte man zuerst auf das Wohl des Kindes achten- wer ohne medizinische Notwendigkeit einen Kaiserschnitt durchführen lässt sollte aus meiner Sicht ganz auf Kinder verzichten- für Kinder muss man nun mal in vielen Situationen Opfer bringen!!

Kommentar von Bestchen ,

wieso ist denn ein Kaiserschnitt schlecht für das Kind?

Kommentar von Joergi666 ,

dass kann man ja hier kaum alles aufzählen siehe z.B.: https://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserschnitt#Risiken.2C_Nebenwirkungen.2C_Sp.C3.A...

Kommentar von geckobruno ,

Kinder die durch einen Kaiserschnitt zur Welt kommen haben öfter Anpassungsschwierigkeiten.....es geht schon los damit, das es aus einem schummrigen Raum (dein Bauch) in gleißendes kaltes Licht geholt wird.....alles weitere steht ja auch in dem Link

Antwort
von Sumselbiene, 135

Zum einen wird da gar nichts zerfleischt. Zum anderen habe ich mich mit verschiedenen meiner Freundinnen unterhalten, wo alle gesagt haben, dass sie eine normale Geburt definitiv einem erneuten Kaiserschnitt vorziehen würden.

Meine Schwester hatte erst eine normale Geburt, dann einen Kaiserschnitt und meint, dass die normale Geburt bedeutend angenehmer war. Schmerzen hin oder her, die sind meist auch schnell wieder vergessen, wenn du das Kind erst mal in den Armen hast.

Wenn es bei dir soweit ist, dann lass dich auf jeden Fall beraten. Man kann aber, soweit ich weiß, einen Kaiserschnitt verlangen. Gibt es schon mal, gerade wenn die Mutter viel Angst vor der normalen Geburt hat.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, die Schmerzen erträglich zu gestalten. Da berät dich auch gern der Arzt/ die Hebamme.

Kommentar von Bestchen ,

Ich habe sehr viel Angst... Ich war vor 3 Jahren auch bei nem Psychologen der hat mir nun eine Angst vor Ärzten diagnostiziert die im phobischen Bereich liegt... Mit dem Schreiben bekomm ich bei den kleinsten Wehwehchen Vollnarkosen

Kommentar von Sumselbiene ,

Vollnarkose ist allerdings bei einer Geburt (allgemein bei einer Schwangerschaft) eine äußerst schwierige Angelegenheit und wird meist vermieden.

Hast du denn weitere Schritte unternommen, um die Angst einzudämmen oder loszuwerden?

Wie gesagt, ich kann nur berichten, was mir meine Freundinnen mitgeteilt haben. Eine "normale" Geburt ist weitaus angenehmer (auch in der Nachsorge) als ein Kaiserschnitt.

Kommentar von geckobruno ,

Es gibt Hebammen die sich auch mit diesen Themen bestens auskennen. Ich weiß ja nicht in welcher Woche du schwanger bist, aber man kann nie früh genug anfangen sich eine solche Hebamme zu suchen. Evtl. sprichst du mit dem Krankenhaus in welchem du entbinden möchtest, die können dir sicher jemanden empfehlen, oder auch die Krankenkassen, bei denen die Hebammen gelistet sind.

Antwort
von kikanina, 131

Ein Kaiserschnitt ist eine große Operation. Die Heilung der Wunde ist mit Sicherheit auch mit Schmerzen verbunden, dauert aber länger als eine natürliche Geburt.

Antwort
von RobTop96, 134

Bei einem Kaiserschnitt wird Dir der Bauch aufgeschnitten! Das ist ne richtige OP und verheilt langsamer, als eine natürliche Geburt.

Die Ärzte werden Dich beraten. Wenn das Kind nicht zu groß ist, wird eine natürliche Geburt versucht.

Antwort
von muschmuschiii, 126

wer hat dir denn solche "Räuberpistolen" über Ablauf und Nachwirkungen einer Geburt erzählt??

Antwort
von mela199123, 52

Also ich finde, was ihr hier schreibt, geht gar nicht. Erstens ist Kaiserschnitt überhaupt nicht schlimm (meine Mama hatte mit meiner Schwester einen Kaiserschnitt und ist am gleichen Tag aufgestanden und alles sebst super hingekriegt und die Narbe war auch sehr schnell geheilt). Wen interessiert schon die Krankenkasse, wenn es vor allem Dir und Deinem Kind gut gehen kann. Zum Naturalgeburt, es gibt Frauen, bei denen es glatt läuft aber es sind auch Komplikationen möglich, so wie bei meiner Tante, wo das Kind einige Zeit zu wenig Sauerstoff gekriegt hat und das Mädchen ist jetzt geistig bis an ihr Lebensende behindert. Also bitte kein Blödsinn reden....

Antwort
von Lisameierloesch, 92

In einer Antwort schreibst du: "Bei mir wurde die Angst vor Ärzten festgestellt, mit dem schreiben bekomme ich bei jedem Wehwehchen eine Vollnarkose"
Ja, das ist schön und einfach für dich, aber hast du mal an dein Kind gedacht?
Weißt du wie gefährlich eine Vollnarkose für dein Kind ist?
Glaubst du im Ernst, dass die Verheilung einer Bauch-OP weniger schmerzhaft ist, als eine normale Geburt?
Ich z.B lag danach 5 Tage mit Blut+Pinkel Tüte im Bett!
Eine Geburt ist IMMER mit starken Schmerzen verbunden, völlig egal ob Kaiserschnitt oder Spontangeburt.
Beim Kaiserschnitt hast du die Schmerzen nur hinterher.
Wenn man als Frau nicht bereit ist, das beste für sein Kind zu tun und hauptsächlich an sich selber denkt, dann sollte man keine Kinder in die Welt setzen! Wenn ein Kaiserschnitt nicht nötig ist, sollte man ihn auf keinen Fall durchführen!
Und deine "Ärzte-Phobie" hast du beim Kaiserschnitt erst recht, denn da ist die ganze Zeit ein Arzt anwesend, im Gegensatz zur normalen Geburt!

Kommentar von Bestchen ,

Mensch musst du denn so pampig sein?

Ich wusste nicht mal, dass eine Vollnarkose Auswirkungen auf das Baby hat!

Als ich das gelesen habe hat sich meine Meinung sofort geändert!!

Kommentar von Bestchen ,

(& ganz Nebenbei kriegt man in 'ner Vollnarkose nicht mal mit ob die ganze Zeit ein Arzt anwesend ist (& bei meiner phobischen Angst geht es um die Dinge, die Ärzte mit mir anstellen, nicht um Ihre Anwesenheit))

Antwort
von tuilaai, 125

Das entscheidet dein Arzt bei der Geburt.

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