Frage von Lulu1920, 129

Kaiserschnitt, die bessere Wahl?

Hi Community 🙋🏻, ich entbinde erst im Hochsommer, trotzdem hab ich bisschen bedenken. Meine Cousine macht im Februar einen Kaiserschnitt. Der Grund ihre Mutter (meine Tante) hatte zwei Notkaiserschnitt. Meine Mutter hatte einen Not-KS. Es ist mein erstes Kind, aber ich denke darüber nach nicht doch auch ein KS zu machen. Ich würde mich auch gleich sterilisieren lassen. Wenn jetzt rüber kommt mit "feigling" hat nicht ganz unrecht. Ich hab wahnsinnig Angst davor 😅. Wie empfandet ihr euren KS?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nicerose90, 28

Hallo, mir wurde vor einem Ks viel Angst gemacht und habe mich durch viele Foren gelesen. Ich hatte am 11.12.15 trotzdem meinen Wks. , da ich auch riesen angst vor einer natürlichen Geburt hatte und habe es nicht bereut. Meine Tochter wurde wurde wärend der Op nur ganz kurz rausgebracht um sie zu untersuchen und der Papa durfte die Nabelschnur durchschneiden. Danach brachte man sie wieder rein und sie wurde mir auf die Brust gelegt, während dessen nähten die Ärzte weiter.
Da mein Partner Urlaub in der Zeit hatte, waren wir in einem Familienzimmer untergebracht. So konnte er das Wickeln übernehmen. Am zweiten tag konnte/musste ich das aufstehen und gehen üben, klappte super. Ich bekam aber auch Schmerzmittel und durfte trotzdem stillen.(stille immernoch voll)Am dritten Tag zogen sie den Katheter und am vierten Tag konnte ich nachhause. Habe bis jetzt keinerlei Beschwerden und gehe ab nächster Woche wieder arbeiten.

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für schwanger, 42

Auch wenn die modernen Techniken und der hohe Hygienestandard den Kaiserschnitt zu einem relativ problemlosen Routineeingriff hat werden lassen, gibt es Nachteile und Risiken gegenüber einer Spontangeburt: Das Kind wählt seinen Geburtstag nicht selbst, kein Geburtserlebnis, Wund- und Narbenschmerzen nach der Operation (bis zur vollständigen Heilung vergehen rund sechs Wochen), rund einen Tag lang nicht aufstehen können, auf Hilfe angewiesen sein bei der Versorgung des Babys, Urin-Katheter und eventuell eine Drainage für die Narbe, längerer Klinikaufenthalt. Es besteht ein höheres Risiko für eine und Thrombose oder Embolien. Das häufigste Problem nach der Operation ist eine milde Darmträgheit, gelegentlich gibt es Probleme bei der Entleerung der Blase, eventuelle Blasenentzündungen müssen behandelt werden, nach einer Operation kann es zu Wundinfektionen kommen. Eine weitere, seltene Gefahr ist ein möglicher hoher Blutverlust bis hin zur Gebärmutterentfernung, in seltenen Fällen werden während der Operation andere Organe wie die Blase oder der Darm verletzt, was eine weitere Operation nach sich ziehen würde. Als mögliche Spätfolgen nach einem Kaiserschnitt sind wie nach jeder Operation die Risiken von Wucherungen und Verwachsungen gegeben, die zu ständigen
Unterbauchschmerzen führen können. Die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Kaiserschnittes, einer Plazenta praevia oder einer manuellen Plazentalösung ist höher. Gelegentlich wird das Kind beim Kaiserschnitt verletzt und hat häufiger Atem- und Anpassungsstörungen. Kaiserschnitt-Kinder von Müttern mit bekannten Allergien haben ein siebenfach erhöhtes Risiko, ebenfalls eine Allergie zu haben.

Aus ganzheitlicher Sicht wird vom Kaiserschnitt abgeraten, da man die Wehen als Vorbereitungsphase für den Eintritt ins Leben sieht.

Die Natur hat bereits einen perfekten und begehbaren Weg gefunden.

Eine Hebamme kann dich beraten, dir helfen und dich unterstützen.

Wenn du keine findest, schreiben den Abgeordneten deines Wahlkreises, wie wichtig du Hebammenhilfe finden, ebenso deiner Krankenkasse, dem GKV-Spitzenverband und Gesundheitsminister Hermann Gröhe. Unter

http://www.hebammenfuerdeutschland.de/protest

findest du Download-Briefvorlagen.

Alles Gute für dich!

Antwort
von ChriztinaMontez, 22

Also ich hatte zwar keinen Kaiserschnitt  und habe natürlich entbunden aber auch ich habe mich vorher mit dem Thema beschäftigt.  Im Endeffekt gab es für mich keine medizinische Indikation für einen KS. War auch sehr glücklich danach. Hatte am selben tag wo ich entbunden habe eine  Frau ins zimmer bekommen die eine wunschkaiserschnitt hatte. 

1. Ich konnte gleich danach aufstehen und auf Toilette gehen -  Sie musste liegen bleiben, regelmäßig kam ein Pfleger vorbei die ihren pipibeutel geleert hat und eine hebamme musste ihr den ersten Tag immer im Bett ihre blutige Binde wechseln ( sorry)

2. Ich konnte aufstehen und meinem kind die Windel wechseln und bei Missgeschicken sie Sachen wechseln- Sie musste jedesmal eine hebamme rufen da sie ja nicht aufstehen durfte ( nach einigen malen hat sie mich dann gebeten das ich das übernehme) 

und mal ehrlich...wer will denn das das eigene Kind von einer fremden versorgt wird

3. Nach 2 Tagen war ich aus dem KH raus - Sie muss mind. 4 Tage drin bleiben

sicherlich kann es sein das in anderen KH etwas anders gehandhabt wird. Kann lediglich von meinen Erfahrungen  berichten

achso! Und gleich nach der Geburt hatte ich keine schmerzen mehr- bei ihr sah das ganz anders aus

 Viel Glück 

Antwort
von Goodnight, 10

Niemals ohne medizinischen Grund einen Kaiserschnitt machen lassen!

Der Eingriff wird sehr verharmlost. Die Operationsrisiken zu einer Spontangeburt stehen in keinem Verhältnis. Die Beziehung zum Kind wird gefährdet und die gesundheitlichen Risiken für die Mutter und das Kind sind nicht abzuschätzen.

Meine Schwägerin hatte nach dem missglückten Kaiserschnitt zwei Notoperationen und monatelangen Beschwerden und Wundheilungsstörungen. Gerade eben lag die Schwiegertochter unserer Freunde nach dem Kaiserschnitt und nachfolgender Notoperation 3 Tage im Koma. Die Ärzte haben die Plazenta angeschnitten.

 Einem Kind von Bekannten wurde in die Wange geschnitten, dass genäht werden musste.

Dazu sollte man noch wissen, dass Gynäkologen eine Wettbewerbsliste führen, wer den schnellsten Kaiserschnitt macht. Also geht es da oft weniger um Mutter und Kind als um einen kindischen Wettbewerb unter gelangweilten Ärzten. Dazu sei erwähnt, dass der Arzt wie die Klinik finanziell davon profitiert, wenn du einen Wunschkaiserschnitt machen lässt.

Nicht immer ist ein Arzt nüchtern, der ein Skalpell in die Hand nimmt, auch das ist fatal. Ein Kaiserschnitt ist eine Bauchoperation durch alle schichten des Bauches, bei dem die Blase, wichtige Blutgefässe und Nerven angeschnitten werden können. Vom Infektionsrisiko und den Schmerzen danach noch nicht mal gesprochen.

Antwort
von turnmami, 48

Nach dem ersten Kind wird dich aber kein Arzt sterilisieren. Normalerweise geschieht das frühestens nach 3 Kindern. Zumindest bei uns in der Gegend. Ich persönlich glaube aber, dass ein KS schmerzvoller ist, als eine normale Geburt.

Kommentar von Lulu1920 ,

Ach so, aber wenn ich keine Kinder mehr will? Hast du schon Kinder?

Kommentar von turnmami ,

Ich habe 3. Aber ich weis von einer Freundin, dass man entweder 35 Jahre alt sein muss oder mind. 3 Kinder haben muss, um bei uns in der Gegend sterilisiert zu werden. Und ich habe meine Kinder alle auf "normalen" Wege zur Welt gebracht. Du darfst dir nur nicht immer Horrorvorstellungen von einer Geburt machen. Das ist alles nicht so schlimm, wie man vorher glaubt!

Antwort
von Evita88, 35

Vor einer natürlichen Geburt brauchst du dich nicht zu fürchten und nur weil Verwandte einen Notkaiserschnitt brauchten, heißt das nicht, dass das für dich auch zutreffen wird.

Ein Kaiserschnitt sollte wirklich nur durchgeführt werden, wenn eine natürliche Geburt nicht möglich ist (z.B. wegen einer Plazenta über dem Muttermund oder Querlage) oder sich während der Geburt die Notwendigkeit eines Kaiserschnitts ergibt (z.B. weil es Mutter oder Kind nicht mehr gut geht).

Bereite dich einfach gut auf die Geburt vor, du hast noch viel Zeit. Beschäftige dich z.B. mit Hypnobirthing und rede viel mit deiner Hebamme. 

Du schaffst das bestimmt! Alles Gute!

Kommentar von Lulu1920 ,

Hebamme finde ich keine :(

Kommentar von Evita88 ,

Dann beschäftige dich wie gesagt mit dem Thema "Hypnobirthing" (http://www.amazon.de/gp/product/3938396202), damit lernst du, deine Angst vor der Geburt abzulegen.

Weitere gute Bücher zur Geburtsvorbereitung:

http://www.amazon.de/Alleingeburt-Schwangerschaft-Eigenregie-Sarah-Schmid/dp/390... (nicht vom Buchtitel abschrecken lassen, sieh es einfach als Geburtsvorbereitungskurs - wenn man das Buch gelesen hat, hat man keine Angst mehr vor der bevorstehenden Geburt)

http://www.amazon.de/Die-selbstbestimmte-Geburt-Handbuch-Erfahrungsberichten/dp/...

Antwort
von danny117, 13

Also, ich  (64) kann sehr gut mitreden, da ich 2 Kaiserschnitte hatte und sie nicht bereut habe. Das ist zwar schon 30 bzw. 33 Jahre her. Der erste musste gemacht werden, weil ich keine Wehen bekommen hatte. Vorher hatte ich mir keine Gedanken darüber gemacht ob KS oder normal. Ich hätte meine Kinder sonst wohl "normal" bekommen. Ich war schon 2 Wochen über dem Termin, sollte mich dann viel bewegen und spazierengehen. Lag sogar am Wehentropf, aber mein Kind wollte nicht kommen. Da musste dann ein KS gemacht werden. Darüber war ich insgeheim sehr froh, weil ich auch Schiss hatte. Sicher, die ganzen Frauen dieser Welt bekommen Kinder meist normal, werden hier jetzt fast alle sagen. Aber man ist halt nicht die ganze Welt. Damals, vor 33 Jahren lag ich noch 10 Tage im Krankenhaus. Natürlich ist man nicht so gleich fit, wie die anderen Frauen, die normal entbinden. Das weiß man aber vorher. Ich durfte auch nicht sofort stillen, da ja die Vollarkose (damals) noch nicht aus dem Körper raus war. Beim 2. Kind wollte ich den KS, weil ich es eben als einfacher empfand. Ich hatte auch in der Zwischenzeit die Schreie aus dem Kreissaal gehört und meine Entscheidung für richtig empfunden. Bei einer normalen Geburt, die auch ohne Komplikationen verkäuft, sind die Schmerzen halt nach der Geburt (die mit Komplikationen auch viele Stunden dauern kann) bald vorbei. Beim KS hat man noch länger "was davon". Durch die Hebamme, Krankenschwestern und Familie hat man aber auch Hilfe. Meine 1. Tochter hatte sich auch für einen KS entschieden, weil sie es wollte. Es hätte aber wohl sowieso einen KS gegeben, da sie eine Symphysenlockerung hat, was eine Lockerung ihrer (irgenwelchen) inneren Bänder heißt.( Sie musste deshalb auch in den letzten Monaten einen Bauchgurt tragen). Bei einer normalen Geburt würden die evtl reissen und sie müsste dann eh operiert werden. Sie hatte den KS mit der Spinalanästhesie, also Rückenspritze. Hatte dadurch keine Schmerzen und konnte die Geburt dann auch mitbekommen. Das hat den Vorteil dass sie auch gleich stillen konnte. Sie hatten ein Familienzimmer, wo ihr Mann von Anfang bis Ende bei ihr war, und den Lütten auch selbst wickeln konnte. Beim 2. Sohnemann hatte sie auch einen KS ( Grund s.o.) . Sie war dann aber in einer anderen Klinik, wo sie noch besser betreut wurde, und alles bestens klappte. Leider ist bei ihrem 2. Sohn eine kleine Schramme am Köpfchen gewesen. Aber das verheilt ja auch gleich. Das wollte ich aber nicht verheimlichen hier. Vor allem sind geplante Kaiserschnitte für die Klinik besser, als Not-KS, da alle, das Personal, die Operateure usw. darauf vorbeitet sind und nicht in Panik geraten. Meine Tochter war bei 1. Sohn 5 Tage und beim 2. Sohn 4 Tage im Krankenhaus. Eine Sterilisation würde ich auch noch nicht nach dem 1. Kind durchführen lassen. Wartet lieber ein paar Jahre. Dann kann man das immer noch machen lassen. Lass das 1. Kind erst mal da sein, vielleicht entscheidest du dann ganz anders. Außerdem könnte es doch auch dein Mann, Freund oder Partner machen lassen. Es soll beim Mann evtl. einfacher sein, es wieder rückgängig zu machen. Bei der Frau ist es wieder eine OP, beim Mann nur ein "Eingriff" mit örtlicher Betäubung. Mein Ex-Mann hat es nach der 2. Tochter machen lassen, und es war schon damals keine "große Sache". Falls dein Mann Angst davor hat "nicht mehr zu können", muss er sich keine Gedanken machen. Es klappt auch danach noch ohne Probleme ;-) . Ich finde, so ein Thema muss auch der Mann an sich ranlassen. Alles Gute und berichte mal wieder über deine Entscheidung.

Antwort
von SerenaEvans, 33

Frauen bekommen seit Tausenden von Jahren ihre Kinder auf natürlichem Wege. Ein Kaiserschnitt birgt viele unnützen Risiken und sollte eine Ausnahme sein, wenn eine natürliche Geburt nicht möglich ist.


Antwort
von EinGast99, 5

Da bleibt bloß zu hoffen, dass Du an ein Krankenhaus wie die bei uns in der Stadt gerätst. Hier wird kein Wunsch-KS durchgeführt!

Antwort
von Georg63, 30

Natürliche Geburt ist gesünder für alle Beteiligten.

Sterilisieren ist auch ne dumme Idee.

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