Kann man sich einen Kaiserschnitt aussuchen mit 16/17 jahren?

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7 Antworten

Ja 80% der Kliniken in Deutschland führen wunschkaiserschnitt durch!
Und wenn du denen ein Tag sagst an dem das Kind geholt werden soll, dann holen sie das Kind auch an dem Tag. Sofern es nach der 38 ssw ist und das Kind rechnerisch gewichtsmässig und grössenmässig passt.

Natürlich ist das ein operativer Eingriff, also müssen die Eltern ihr Einverständnis dafür geben.

Und ob das nun richtig ist oder falsch liegt voll und ganz bei der Mama!

Ich persönlich würde nach zwei KS mit Sicherheit KEINE normale Geburt wollen. Aber das darf sich ja Gott sei dank jeder selber aussuchen!

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Kommentar von viatrixx123
20.04.2016, 21:03

Super,danke!:)

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Theoretisch gibt es keine ICD Diagnose "Wunschkaiserschnitt", die die Krankenkasse bezahlt. Die (Mehr-)Kosten müssten also von der Patientin selbst getragen werden. In der Praxis "findet" aber fast jede Klinik eine "medizinische" Notwendigkeit (und damit die Abrechnungsmöglichkeit mit der Kasse) um die Patientin als Kundin zu binden, in dem Wissen: "Wenn wir es nicht machen, macht es die nächste Klinik".

Auch wenn die modernen Techniken und der hohe Hygienestandard den Kaiserschnitt zu einem relativ problemlosen Routineeingriff hat werden lassen, gibt es Nachteile und Risiken gegenüber einer Spontangeburt:

Das Kind wählt seinen Geburtstag nicht selbst, kein Geburtserlebnis, Wund- und Narbenschmerzen nach der Operation (bis zur vollständigen Heilung vergehen rund sechs Wochen), rund einen Tag lang nicht aufstehen können, auf Hilfe angewiesen sein bei der Versorgung des Babys, Urin-Katheter und eventuell eine Drainage für die Narbe, längerer Klinikaufenthalt.

Es besteht ein höheres Risiko für eine Thrombose oder Embolien. Das häufigste Problem nach der Operation ist eine milde Darmträgheit, gelegentlich gibt es Probleme bei der Entleerung der Blase, eventuelle Blasenentzündungen müssen behandelt werden, nach einer Operation kann es zu Wundinfektionen kommen.

Eine weitere, seltene Gefahr ist ein möglicher hoher Blutverlust bis hin zur Gebärmutterentfernung, in seltenen Fällen werden während der Operation andere Organe wie die Blase oder der Darm verletzt, was eine weitere Operation nach sich ziehen würde.

Als mögliche Spätfolgen nach einem Kaiserschnitt sind wie nach jeder Operation die Risiken von Wucherungen und Verwachsungen gegeben, die zu ständigen Unterbauchschmerzen führen können.

Die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Kaiserschnittes, einer Plazenta praevia oder einer manuellen Plazentalösung in der nächsten Schwangerschaft ist höher.

Gelegentlich wird das Kind beim Kaiserschnitt verletzt und hat häufiger Atem- und Anpassungsstörungen. Kaiserschnitt-Kinder von Müttern mit bekannten Allergien haben ein siebenfach erhöhtes Risiko, ebenfalls eine Allergie zu haben. Außerdem stärkt die natürliche Geburt das Immunsystem des Kindes, da der Darm des Babys, der bis zur Geburt keimfrei ist, dabei (im Gegensatz zum Kaiserschnitt) mit immunologisch wichtigen Bifidus- und Lactobazillen aus dem Geburtskanal der Mutter besiedelt wird. Neue Studien belegen, dass Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kamen, ein mehr als doppelt so hohes Risiko für Typ 1 Diabetes haben als Kinder, die spontan entbunden wurden.

Schau auch mal unter

http://www.frauenarzt.de/1/2008PDF/08-06/2008-07-06-schneider.pdf

Aus ganzheitlicher Sicht wird vom Kaiserschnitt abgeraten, da man die Wehen als Vorbereitungsphase für den Eintritt ins Leben sieht.

Der Kaiserschnitt ist eine sehr gute Alternative für Notfälle unter der Geburt, wenn Gefahr für Mutter oder Kind besteht. Die WHO schätzt, dass dies in etwa 10 bis 15 Prozent der Schwangerschaften zutrifft und hält deshalb eine Kaiserschnittrate in dieser Höhe für vertretbar.

Anscheinend muss man Frauen nur lang genug einreden, dass sie nicht gebären können, denn in Deutschland schwankt die Kaiserschnittrate der einzelnen Kreise zwischen 17 und 51 Prozent (im Schnitt kommt also fast jedes dritte Kind per Kaiserschnitt auf die Welt).

Alles Gute für dich!


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Warum sollte eine gesunde junge Frau einen Kaiserschnitt
bekommen? Kinder kiegen und haben ist nicht leicht und sich für den
leichten Weg zu entscheiden ist fast immer falsch! Der gemeinsame Weg
mit einem Kind ist lange und in vielen Situationen sehr schwer für alle
Beteiligten und dieser Weg fängt scho bei der Geburt an.

Wenn es also medizinisch nicht notwendig ist, sondern nur der bequemere Weg, dann ist es auch der falsche Weg!

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Kommentar von isebise50
21.04.2016, 10:32

Dazu möchte ich noch infrage stellen, ob ein Kaiserschnitt wirklich "der leichtere/bequemere" Weg" ist.

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Nein, wenn es keinen Grund gibt das Kind per Kaiserschnitt zu holen wird auch keiner gemacht! Das ist eine op, die nicht zum Spaß gemacht wird! Außerdem hast du da ja noch viel Zeit bis das baby kommt!

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Kommentar von GroupieNo1
20.04.2016, 20:56

Quatsch!
Natürlich machen die Krankenhäuser einen wunschkaiserschnitt!
Vielleicht nicht jedes aber 80% in Deutschland machen solche Eingriffe!

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Ein Kaiserschnitt ist eher eine Not-OP.

Ich habe 3 Kinder normal zur Welt gebracht. Natürlich geht das nicht ohne Schmerzen ab - aber die sind schnell vergessen, wenn das Kind dann da ist.

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Kommentar von Hooks
20.04.2016, 13:32

Interessant, nicht wahr? Fast direkt nach der Geburt findet da eine Hormonausschüttung statt zum Vergessen der Schmerzen - las mir mal eine Bettnachbarin vor.

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Ich würde einen Kaiserschnitt nur mit Not machen lassen.

Man hat schneller einen babyblues und Depressionen, weil die Hormone nicht von selbst agieren, sondern in eine Situation hineingeworfen werden.

Für das Baby ist es besser, sich diesen Weg der Geburt zu erbahnen, statt daß man es ihm zu leicht macht.

Und schließlich ist es auch ein unvergeßliches Erlebnis, man lernt als Mutter eine Menge dabei, und man hat auch eine ganz besondere Beziehung zum Kind. Ich möchte mein Kind nach Möglichkeit nicht so benebelt im Empfang nehmen.

Außerdem bleibt da noch die Wunde, die Wochen braucht, um abzuheilen - und in der Zeit schmerzt sie natürlich sehr. Zusätzlich kann es damit noch Probleme geben beim nächsten Kind.


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