Frage von unknowngirl2, 201

Kaiser/König Unterschied?

Hey :) kennt jemand von euch vielleicht den Unterschied zwischen Kaiser und König? würde mich mal interessieren wo der Unterschied liegt

Antwort
von ThomasAral, 201

Könige kann es mehrere in einem Großreich geben. Kaiser nur einen. 

Antwort
von herja, 136
Antwort
von bizzenbazzen, 195

http://www.kinderzeitmaschine.de/mittelalter/lucys-wissensbox/kategorie/reich-un...

bütte 

Antwort
von Salima92, 142

Hier. Das wird dir vielleicht helfen.

http://www.ich-will-lesen-lernen.de/wo-liegt-der-unterschied-zwischen-konig-und-...

Antwort
von fragendesg, 120

Kaiser konnte man nur durch die krönung und salbung durch den papst werden.

Kommentar von JoDaTr ,

Das stimmt - jedenfalls ab dem 14. Jh. - ganz und gar nicht.

Antwort
von josef050153, 37

Der Unterschied liegt in der Geschichte begründet.

In einer Königsmonarchie des Mittelalters gab es immer eine bindende Nachfolgeregelung, während ein Kaiser ursprünglich durch Wahl bestimmt wurde. Einfacher Ausgedrückt: Als König musste man geboren werden, aber jeder Idiot konnte Kaiser werden.

Später wurde dann mit 'Kaiser' der Herrscher eines Großreichs (Rom, China ...) bezeichnet.

Besonders Im HRR stand der Kaiser über den Königen z.B. von Sachsen oder Bayern. Deshalb gab es ja auch einen Kaiser von Deutschland oder Österreich.

Kommentar von JoDaTr ,

1. Nachfolgeregelungen gab es im Mittelalter sowohl für Könige als auch für den Kaiser: Während sich etwa in England und Frankreich ein erbliches Königtum herausbildete, entwickelte sich in Deutschland (genauer: im Heiligen Römischen Reich = SRI) ein Wahlkönigtum: Der deutsche König (offiziell: der Römische König) wurde von Fürsten des Reiches gewählt; im 13. Jh. kristallisierten sich als Wahlberechtigte die 1356 in der Goldenen Bulle festgeschriebenen sieben Kurfürsten (küren = wählen) heraus (ab 1648 acht, ab 1692 neun Kurfürsten). Auch in Schweden und Polen wurde im Mittelalter bzw. in der frühen Neuzeit der König gewählt. Also: Daß man zum König geboren werden mußte, ist schlichtweg falsch. Allerdings wurde im SRI in alter fränkischer Tradition vorzugsweise ein Mitglied des jeweils herrschenden Hauses zum Nachfolger gewählt (Ottonen, Salier, Staufer, Luxemburger, Wittelsbacher und als bedeutendste Familie die Habsburger).

2. Kaiser gab es im Mittelalter und in der frühen Neuzeit nur jeweils einen. Zunächst wurde er vom Papst gekrönt; dabei bildete sich heraus, daß der Kandidat der ostfränkische/deutsche/Römische König war. So kam es dazu, daß die Kaiserwürde traditionell an das Staatsoberhaupt des SRI verliehen wurde. Im Spätmittelalter führte die Entwicklung dazu, daß der gewählte Römische König nicht mehr der Bestätigung und Krönung durch den Papst bedurfte, sondern daß er - nach dem Tod des Vorgänger-Kaisers - "automatisch" auch der neue Römische Kaiser wurde. Dementsprechend erfolgte die Kaiserkrönung ab dem 16.Jh. auch nicht mehr in Rom, sondern schließlich in Frankfurt am Main, und zwar durch den ranghöchsten der Kurfürsten, nämlich den Erzbischof von Mainz. Der Vorrang des heilig-römischen Kaisers vor den Staatsoberhäuptern anderer Staaten wurde von diesen bis zu Napoleons Zeiten nicht ernsthaft in Frage gestellt. Vielmehr strebten sie z.T. selbst die heilig-römische Königs-/Kaiserwürde an (am bekanntesten: König Franz I. von Frankreich). Also: Daß jeder Idiot Kaiser werden konnte, ist ebenfalls schlichtweg falsch (abgesehen davon, daß die große Mehrheit der hl.-röm. Kaiser sehr respektable Persönlichkeiten waren).

3. Wieso "später"???? Das römische Reich und der Großteil des Chinesischen "Kaiser"-Reiches lagen bekanntlich vor dem Mittelalter.

4. Im SRI gab es weder einen König von Sachsen noch von Bayern; es gab in diesen Ländern lediglich Herzöge, die früher oder später auch die Kurfürstenwürde innehatten. Das einzige Königreich innerhalb des SRI war das Königreich Böhmen. Einen "Deutschen Kaiser" gab es erst ab 1871, einen "Kaiser von Österreich" erst ab 1804.


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