ich habe schon fast alle internetseiten durchforscht, die eventuell info´s über die gedächtniskirche im dritten reich besitzen.
aber ich habe nichts gefunden... deshalb hoffe ich, dass jemand von Ihnen diese frage beantworten kann:
was hatte die kaiser-wilhelm-gedächtniskirche im dritten reich für eine bedeutung ? ich weiß das 1945 dort bombeneinschläge der alliierten die kirche schwer beschädigt hat, mehr aber nicht...
danke für hilfen...
Im Gemeindehaus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche (Berlin-Charlottenburg) traf sich ein Kreis um den Pfarrer Gerhard Jacobi, der eine reformatorische Neubesinnung der protestantischen Kirche anstrebte. Er spielte eine wichtige Rolle in der "Bekennenden Kirche", einer innerkirchlichen Oppositionsbewegung gegen den Nationalsozialismus und dessen totalen weltanschaulichen Anspruch, wie er von den sogenannten "Deutschen Christen", die Ludwig Müller zum Reichsbischof wählten, vertreten wurde.
Am 11. September 1933 wurde dort der Pfarrernotbund gegründet (vgl. http://www.gedaechtniskirche-berlin.de/KWG/pdf/KirchenkampfinCharlottenburg.pdf).

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
ist ein Hinweis auf den zweiten Weltkrieg. Durch die Wiedervereinigung der lange geteilten Stadt mögen sich manche Gewichte verschieben, doch die Ruine des alten Turmes zwischendem modernen Achteck des Kirchenraumes und demschlanken neunen Glockenturm wird immer die Blicke auf sich ziehen. Und gleich neben dem Bahnhof Zoo, zwischen Ku´damm und Tauentzienstraße, wird immer quirlendes Leben herrschen.
danke..
Wo hast Du denn das rauskopiert?
Die Kaiser-Wilhelm- Gedächtniskirche (der Berliner nennt sie "hohler Zahn") ist kein Hinweis auf den zweiten Weltkrieg, so ein Blödsinn, die Kirche wurde ja schon ein paar Donnerstage früher gebaut.
Die Ruine wurde zur Mahnung an die Geschicht nicht restauriert.
Wolfi0410 am 10. Dezember 2007 17:35 WolfgangJoost meinte sicher auch "Die Ruine der .... :icht immer gleich mit Blödsinn etc, rumeiern.
http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/gedaechtniskirche/
Das bekannteste Wahrzeichen des Kurfürstendamm ist die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie durch einen Bombenangriff im Jahre 1943 stark beschädigt. Nur die Turmruine blieb übrig, die auch als „hohler Zahn“ bezeichnet wird.
Die neoromanische Kaiser-Wilhelm-Kirche wurde nach den Entwürfen von Franz Schwechten zwischen 1891 bis 1895 erbaut. Der Bau der Kirche wurde von Kaiser Wilhelm II. veranlasst , um eine religiöse Gedenkstätte zu Ehren seines Großvaters Wilhelm I. zu schaffen. Franz Schwechten konstruierte einen vieltürmigen Bau im romantischen Stil, dessen Turm rund 113m der höchste der Stadt war. Auch die Innenausstattung war mit vielen Mosaiken und Wandbildern außergewöhnlich prächtig.
Im November 1943 wurde die Kaiser-Wilhelm-Kirche weitgehend zerstört. In den Nachkriegsjahren wurde die Kirchenruine zum Symbol des aus Ruinen auferstandenen Berlin. Im März 1957 gewann der Architekt Egon Eiermann einen ausgeschrieben Wettbewerb mit seinem Entwurf, der den vollständigen Abriss der Ruine vorschlug und einen kompletten Neubau vorsah. Die Frage nach dem Verbleib der Ruine führte zu einer ernsten öffentlichen Debatte und endete mit einem Kompromiss.
Der rund 68m hohe Turmcorpus blieb als Mahnmal gegen den Krieg erhalten und wurde nun durch ein vierteiliges Bauensemble ergänzt. Dazu zählen das achteckige Kirchenschiff, der sechseckige Glockenturm, die viereckigen Kapelle und das Foyer. Nach fast vierjähriger Bauzeit konnte die Kirche am 17. Dezember 1961 eingeweiht werden.
Ich glaube nicht, dass die Gedächtniskirche im Dritten Reich eine besondere Bedeutung hatte oder dass Berliner Gebäude gezielt bombardiert wurden. Eher ist anzunehmen, dass sie "versehentlich" getroffen wurde und unfreiwillig zu einem Mahnmal wurde, wie WolfgangJoost schon geschrieben hatte.

Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche hatte im 3. Reich genau so viel (oder wenig) Bedeutung, wie andere Kirchen auch. Die Kirche wurde leider im Krieg schwer beschädigt, und nach dem Krieg abgerissen. Der Rest des zerbombten Turmes blieb als Mahnmal gegen den Krieg stehen. In diesem Teil findest Du eine Ausstellung über die Geschichte der Kirche und die Zerstörung im Krieg. Um diesen Turm herum wurde eine neue Kirche gebaut.

Ich meine die Frage von uechomatico bezog sich auf evtl. Bedeutung für den Nationalsozialismus. die Nazis haben ja viele Monumentalbauten zweckentfremdet. Siehe z, B. den Braunschweiger Dom, erbaut von Heinrich dem Löwen im 12. Jahrhundert, (welcher auf Wunsch Hitlers, der in Braunschweig trickreich eingedeutscht wurde und so eine "Karriere" überhaupt erst starten konnte) zu einer nationalsozialistischen Weihestätte entwürdigt wurde. die Nazis ließen ja sogar die Gräber von Heinrich d.L. und seiner Frau Mathilde öffnen um vielleicht etwas ideologisch wertvolles zu finden und zu verwerten.
Das wird uechomatico sicher gut helfen, DH auch von mir.
Von mir auch DH