Frage von nachtpaul8, 125

Kabelfarben Altbau?

Guten Abend,

moderne Aderfarben sind ja Gelb/Grün - Schutzleiter Blau - Null Braun - L1

Nun stehe ich vor einer Steckdose, aus denen Adern mit diesen Farben kommen: Braun Schwarz Blau

Kann mir jemand sagen, was davon jetzt was ist? Bitte kein Halbwissen, Strom ist gefährlich!

Vielen Dank vorab und mit Grüßen, Paul

Antwort
von vierfarbeimer, 77

Wenn kein "Grüngelber" dabei ist, also kein Schutzleiter vorhanden ist, ist das eine sog. - O (Strich O) Leitung. Z.B. NYM-O. So eine Leitung hat in einer Steckdose nichts zu suchen. Vermutlich hat der Elektriker, der das installiert hat, verbotenerweise den Blauen zum "Grüngelben" umfunktioniert. Um das festzustellen, müsste man die Leitung verfolgen.

Antwort
von fuji415, 43

Das wird ein 5 Aderleitung sein die hat zwei mal Schwarz Blau Braun Grüngelb  mal ganz genau nachsehen schwarz und grüngelb laufen da durch . Sollte es auf jedern Fall oder die wurden abgeschnitten was auch vorkommt . 

Kommentar von nachtpaul8 ,

Stimmt! Welcher Elektriker das verbrochen hat wüsste ich gerne. Einmal grüngelb und einmal schwarz sind mit Lüsterklemmem totgestellt.

Antwort
von Katsa1, 78

Hallo, wenn schon kein Schutzleiter vorhanden ist würde ich einen Elektriker kommen lassen. Normal müsste die schwarze Ader der Außenleiter sein. Das ist mit einem Messgerät einfach feststellbar. Da allerdings bei der Installation offensichtlich nicht sonderlich auf Aderfarben geachtet wurde, bleibt nur die Möglichkeit es herauszumessen. Da die Installation so aber nicht zulässig ist und sowieso neu gemacht werden muss sollte sich das lieber ein Elektriker anschauen. Eine solche Leitung würde ich am ehesten noch an einem (Serien)Schalter vermuten...nicht aber an einer Steckdose. Die Steckdose hat übrigens 3 Kontakte. Der in der Mitte angeschlossene ist der PE. Einer der beiden außeren Adern ist Außenleiter, der andere Neutralleiter.

Kommentar von nachtpaul8 ,

Wie könnte das denn an einem Schalter sein? Den habe ich nämlich auch, mit dem gleichen Problem! :/

Kommentar von EddiR ,

Ich denke, da hat jemand L1 an den 1. Kontakt des Schalters angeschlossen und die beiden anderen als Wechselkontakte zum nächsten Schalter. So gesehen, also rein von den Kabelfarben ist das dann eigentlich richtig.

Theoretisch siht der zugehörige 2. Schalter genau so aus...

Kommentar von Katsa1 ,

Wenn schon die Steckdose dermaßen falsch angeschlossen ist kann es folgendermaßen sein. Es handelt sich ja vermutlich um einen Serien- oder Wechselschalter. Dabei ist dann entweder die Schwarze ODER die Blaue ODER die Braune Ader der Außenleiter und jeweils die beiden anderen Adern die korrespondierenden (bei Wechselschalter) bzw die beiden Lampendrähte (bei Serienschalter). Normalerweise erkennt man am Schalter selbst, was was ist. Der Außenleiter (früher Phase) sollte mit dem Buchstaben "P" oder "L" gekennzeichnet sein. Manchmal ist er auch farbig gekennzeichnet, z.B. rot. Mit dem Messgerät kann man es auch herausmessen. Aber auch hier würde ich empfehlen einen Elektriker zu Rate zu ziehen.

Kommentar von Katsa1 ,

@EddiR, ja am Schalter wäre es ok, aber welche Aderfarbe der Außenleiter ist kann man so pauschal nicht sagen und an der Steckdose ist es definitiv falsch

Antwort
von ProfDrStrom, 72

Mit den modernen Farben hast du Recht.

Hier hat sich jemand die Mühe gemacht die Historie ma zusammen zu tragen...

http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/Elektroinstallation/alte_aderfarben_in...

Ich hatte vor 14 Tagen einen ähnlichen Fall wie du, da war der braune als Schutzleiter verwendet worden.

Um sicher zu sein, musst du messen (2polig)

Antwort
von Remmelken, 77

Da hat jemand einfach wild Drähte an die Wand genagelt. Die Farben entsprechen keinem üblicherweise genutztem Farbschema.Da hilft nur nachmessen oder besser gleich Erneuerung der Leitungen.

Antwort
von newcomer, 67

welche Farben sind da vorhanden ? Früher war der Schutzleiter rot

Kommentar von nachtpaul8 ,

Welche Farben sind wo vorhanden? Bei mir? Wie gesagt, Blau, Schwarz und Braun! Dass der Schutzöeiter früher Rot war, weiß ich, aber eine rote Ader gibt es nicht :/

Kommentar von newcomer ,

http://www.brand-feuer.de/index.php/Schutzleiter#Historische_Entwicklung

Ein ganz anderer Themenkreis ist die Farbgebung der Leitungen, die
bis 1965 national sehr individuell war und nach diversen Quellen eine
rote Farbkennzeichnung für den Schutzleiter in den Ländern Deutschland,
Österreich, Schweiz (und anderen Ländern) vorsah.<ref>Kölner
Rundschau vom 26. März 1977, Wiedergabe einer Auskunft des
DKE-Telefonservice.</ref> Dabei ist zu beachten, dass die rote
Farbkennzeichnung nicht ausschließlich dem Schutzleiter alleine
vorbehalten war. Ein rot gekennzeichneter Leiter konnte auch ein
geschalteter Außenleiter oder L2 im Dreileiter-Wechselstromnetz, nicht aber der PEN sein.

Was den Schutzleiter betrifft, gab es nur im Jahr 1965 eine
wesentliche Umstellung in der Norm. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es
keinen grün/gelb-isolierten Draht. Die erstmaligen Festlegungen dafür
finden sich in der VDE 0100/12.65, §10N, b 9.1 für den Schutzleiter und
in der VDE 0100/12.65, §10N, b 8.1 für den Nullleiter (heute
PEN-Leiter).<ref>Wilhelm Rudolph: VDE Schriftenreihe 39. Einführung in DIN VDE 0100. 2009, S. 536.</ref>

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