Frage von Petergriffin00, 146

Justitia Inkasso Betrüger?

Guten Tag, ich habe heute Post von einem Inkassobüro erhalten namens Intrum Justitia. Es ist die erste Zahlungsaufforderung dieser Inkasso Firma, die Hauptforderung betrug 15,62 Euro nun wollen sie 100, 96 Euro. Ich bin sicher dieser Betrag ist zu hoch und wollte fragen wie hoch die Summe ist die ich maximal zahlen muss vielen Dank. Mfg M. ROHLAND

Antwort
von Interesierter, 74

Über 100 € sind natürlich schon eine Hausnummer.

Nun wissen wir leider nicht, in welchem Umfang tatsächlich Kosten angefallen sind. Sicherlich werden hier ein paar Euro Mahngebühren drauf sein, evtl. eine Rücklastschrift, evtl. ein paar Zinsen und wenn du dich im Verzug befindest, wovon ich ausgehe, dann natürlich auch ein paar Euro an Verzugsschaden, das wären dann die Inkassogebühren.

Ganz ehrlich, ich frage mich, warum du die 15,62 € nicht schon längst beglichen hast.

Zunächst mal solltest du die Hauptforderung einschl. Mahngebühren an den Gläubiger bezahlen. Danach kannst du dem Inkassobüro schreiben, dass die Hauptforderung an den Gläubiger bezahlt wurde und du deren Forderung zurückweist.

Wenn du Glück hast, lassen sie dich dann in Ruhe.

Antwort
von EXInkassoMA, 79

Um was für einen Gläubiger handelt es sich ? Sind in den 15,62 bereits interne Mahngebühren enthalten ? Lastschriftrückläufer ?

Lt dieser Liste wären maximal 18 € zu zahlen (15 € Inkassokosten plus 3 € Auslagenpauschale http://www.schuldnerberatung-schickner.de/news/inkassokosten-zulassig-oder-nicht...

Da das Inkassobüro aber deutlich mehr verlangt ist davon auszugehen das mangels Erfolgsaussichten kein Intresse besteht diese Gebühren expl einzuklagen

Kommentar von uni1234 ,

+ MwSt. ;)

Kommentar von mepeisen ,

Mehrwertsteuer entsteht als Schadensanspruch nur und ausschließlich dann, wenn der Gläubiger nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist.

Das ist beispielsweise bei Ärzten/Versicherungen der Fall.

Im Normalfall darf von Inkassos bzw. Gläubigern keine Mehrwertsteuer auf RVG-Gebühren gefordert werden.

Antwort
von franneck1989, 68

Hauptforderung berechtigt? Dann zahle diese zzlg. Mahngebühren und Zinsen (evtl. Rücklastschriftgebühren und Adressermittlung) direkt an den Gläubiger. Im Verwendungszweck entsprechend so kennzeichen.

Hauptforderung unberechtigt? Dann einmalig schriftlich widersprechen.

Antwort
von TimmyEF, 66

Also die Hauptforderung ist offen und der Betrag stimmt? Inkassogebühren drauf und dann sind schnell 100€ zusammen. Setz dich mit denen in Verbindung und begleiche die summe.

Kommentar von kevin1905 ,

Es gibt keinen Grund einfach so Inkassokosten zu begleichen.

Kommentar von franneck1989 ,

Setz dich mit denen in Verbindung

Warum? Was das Inkasso will, hat es doch bereits schriftlich mitgeteilt.

und begleiche die summe.

In 99% der Fälle fordern Inkassos zu viel Unfug, der nicht durchsetzbar ist. Wenn man das also erstmal prüft, kann man viel Geld sparen.

Antwort
von kevin1905, 52

Gegenfragen:

Warum ist die Hauptforderung offen?

Ist diese berechtigt?

Dann zahle diese an den Gläubiger.

Ansonsten hätte ich gerne mal die Kostenaufstellung des Inkassobüros als Kommentar zu meiner Antwort, dann sag ich was dazu!

Antwort
von walthari, 55

Die Frage ist eher ob die Forderung echt ist...falls ja ist es Sache der Inkassofirma wieviel Beabreitungsgebür die berechnen...das in der Inkassoszene eine Rechning von 20 Euro auf einmal 200 Euro beträgt ist relativ normal wenn man nichts macht.

Könnte man natürlich juristisch gegen vorgehen aber viele die in so einer Situation sind können oder wollen sich keinen Anwalt leisten und das wird ausgenutzt.

Kommentar von franneck1989 ,

falls ja ist es Sache der Inkassofirma wieviel Beabreitungsgebür die berechnen

Nein. Da gibt es klare gesetzliche Regelungen, namentlich RDG, RDGEG und BGB

Kommentar von EXInkassoMA ,

Da braucht man keinen Anwalt denn man will ja nichts von der Firma.Die Gebühren sind nicht mal ansatzweise durchsetzungsfähig Viele Gerichte streichen auch komplett  https://openjur.de/u/552608.html

Kommentar von mepeisen ,


das in der Inkassoszene eine Rechning von 20 Euro auf einmal 200 Euro beträgt ist relativ normal

Wie hier schon steht, gibt es eindeutige Gesetze. Gegen diese würde das Inkasso bei 180€ Gebühren bei diesem niedrigen Streitwert verstoßen. Damit riskiert das Inkasso seine Lizenz, würde es so etwas fordern.

Nicht alles, was Inkassos so tun, ist auch automatisch erlaubt. Ganz im Gegenteil.

Antwort
von Sonnenstern811, 43

Und warum konntest du die ursprüngliche Forderung nicht begleichen? War doch wirklich nicht die Welt. Dass es deutlich teurer wird, wenn derartige Institute eingeschaltet werden, sollte hinreichend bekannt sein.

Kann es nicht sein, dass auf die ursprüngliche Forderung auch schon Mahngebühr drauf kam? Dann wäre die Differenz nämlich gar nicht mehr so riesig. Schließlich "leben" diese Firmen von dieser Tätigkeit.

An deiner Stelle würde ich zahlen. Kannst dich ja vorher beim Verbraucherschutz erkundigen, aber auch das könnte kostenpflichtig sein.

Nicht vergessen: Es kann immer noch teurer werden.

Kommentar von franneck1989 ,

Schließlich "leben" diese Firmen von dieser Tätigkeit.

Das hat den Schuldner nicht zu kümmern

Kommentar von mepeisen ,

Autodiebe leben auch von dieser Tätigkeit. Erlaubt ist es trotzdem nicht.

Antwort
von Grautvornix, 41

Da gibt es eine Gebührenverordnung, die können nicht nehmen was sie wollen

Hab das gefunden:

.https://www.die-inkasso-kanzlei.de/statics/kosten

Übernehme aber keine Gewähr für die Richtigkeit.

Kommentar von franneck1989 ,

Diese Seite ist natürlich alles andere als unabhängig

Kommentar von Grautvornix ,

Scheinbar, aber sie versprechen ihren Kunden ja nicht das blaue vom Himmel.

Kommentar von franneck1989 ,

Was ich damit sagen wollte: Die dürfen zwar max. eine 1,3 Gebühr berechnen, diese ist aber in den allerseltensten Fällen durchsetzbar und gerechtfertigt

Kommentar von EXInkassoMA ,

Sind allerdings echte Rechtsanwälte und kein schnödes Inkassobüro ;)

Anwaltsgebühren sind im Verzugsfall im Gegensatz zu Inkassogebühren meistens durchsetzungsfähig


Intrum Justitia ist leider nur ein schnödes Inkassobüro


Kommentar von franneck1989 ,

Ich würde mich da aber an der folgenden Aussage stoßen: "Ihnen entstehen somit keine Kosten."

Wo keine Kosten, da auch kein (Verzugs-)Schaden

Kommentar von Grautvornix ,

100€ sind vielleicht ein bischen viel, aber so 50 € werden schon zusammen kommen, plus den 15 €.

Kommentar von EXInkassoMA ,

sind Anwälte !! Kein Inkassoladen

Kommentar von Grautvornix ,

Höhe der Inkassogebühren

Nach Ansicht der Gerichte kann der Gläubiger vom Schuldner die Erstattung der Gebühren für die Einschaltung eines Inkassobüros verlangen, die ihm tatsächlich entstanden sind.

Der Höhe nach sind diese Kosten aber auf die
Gebühren beschränkt, die ein Rechtsanwalt für dieselbe Tätigkeit verlangen könnte (OLG Dresden, Urteil vom 04.04.1995, Akz. 13 U1515/93; OLG Bamberg,Urteil vom 13.10.1993, Akz. 8 U 59/93; OLG Köln, Urteil vom 08.03.1972, Akz.2 U 111/71).

Ein Rechtsanwalt würde für die außergerichtlicheInkassotätigkeit eine Geschäftsgebühr ansetzen, die innerhalb einesvariablen Gebührensatzes von 0,5 - 2,5 liegt.

Eine Rechtsanwalt wendet dabei im Regelfall einen Gebührensatz von 1,0, weil die gesetzliche Reglung ihmeine Gebühr von mehr als 1,3 nur dann zugesteht, wenn die Tätigkeitumfangreich oder schwierig ist.

Dieser Maßstab gilt auch für Inkassobüros, soweit nachfolgend nicht nochmals ein Rechtsanwalt mit der außergerichtlichen
Wahrnehmung der Interessen des Gläubigers beauftragt wird.

http://www.inkassogebuehren-rechner.de/index.php#rechner

Andere Seite gleiches Ergebniss, ob die Forderungen durchsetzbar sind oder nicht, ist hier nicht gefragt.

83,54 sind die Gebühren

Kommentar von mepeisen ,

Das Entscheidende ist der Teil "für dieselbe Tätigkeit". Denn ein Anwalt macht für eine 1,3 Gebühr folgendes: Einzelfallprüfung und Rechtsberatung. Nur dann steht ihm diese Gebühr überhaupt zu.

Ein Inkasso im Fall des Masseninkassos macht so etwas aber nie. Ergo: Weder ein Anwalt noch ein Inkasso dürfen für die erbrachte Tätigkeit jemals eine 1,3 Gebühr verlangen.

Das, was das Inkasso macht, dafür gibt es eine eigene Gebührenregel: Schreiben einfacher Art. Eine 0,3 Gebühr.

Kommentar von EXInkassoMA ,

1,0 gem rvg für ein einfaches Mahnschreiben eines inkassodienstleisters dürfte schwer durchsetzungsfaehig sein. Da hilft auch der inkassorechner nicht viel

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