Frage von Donut1902, 46

Jupiter durch Teleskop beobachtet, oder doch nicht?

Hallo, Ich habe gerade mit meinem Teleskop (Celestron C102-HD) dem Jupiter beobachtet. Habe zuerst mit dem 20mm Okular & dann mit dem 9mm. Mit dem 6,5mm Okular (Habe die drei) habe ich den Jupiter noch nicht gefunden im Teleskop, bin Anfänger. Nun sah das nicht aus wie der Jupiter halt aussieht mit seinem "gewohnten" Muster wie es im Internet zu sehen ist, es war einfach gelb wie Eigelb. Das Teleskop ist ja nicht wirklich schlecht & warum sah das dann nicht aus wie der Jupiter? Habe es versucht so gut woe möglich zu fokussieren. Ich bin mir ziemlich sicher dass das, was ich anvisiert habe der Jupiter war. Halt das hellste, was einem als erstes am Himmel auffalt (Und zuerst auch das einzige bis ca. 21:45 Uhr.) Das ist doch der Jupiter, oder? Warum dann dieses andere Aussehen? Bitte um Erklärung :P

Antwort
von Willy1729, 17

Hallo,

Du kannst das Bild, das ein kleines Teleskop bietet, nicht mit Aufnahmen professioneller Astronomen vergleichen, die mit ganz anderen Instrumenten gemacht wurden.

Um auf Jupiter Wolkenbänder erkennen zu können, brauchst Du schon ein etwas größeres und leistungsstarkes Instrument, dazu ruhige Luft und ein stabiles Stativ, damit das Bild auch bei einer stärkeren Vergrößerung nicht wackelt. Mit einem kleinen Instrument, das eine geringe Lichtstärke hat, kannst Du nicht so stark vergrößern, um Einzelheiten erkennen zu können. Tust Du es trotzdem, bekommst Du bestenfalls ein verwaschenes Bild, wie Du es erlebt hast.

Jupiter erkennst Du an seiner etwas abgeflachten Gestalt und an den vier großen Monden, die links und rechts von ihm als kleine Pünktchen in einer Reihe zu sehen sind. Es sind nicht immer alle sichtbar, weil sich einige von ihnen vor oder hinter Jupiter befinden können und so für uns dann unsichtbar sind.

Das Celestron 102 hat eine Brennweite von 1000 mm, was in Verbindung mit einem 20 mm Okular eine 50fache Vergrößerung bringt. Damit sollten noch vernünftige Ergebnisse zu erzielen sein. Das 9er und das 6,5er aber kannst Du für Tagesbeobachtungen oder für den Mond benutzen. 

Bleibe lieber bei dem 20er, wenn Du Jupiter oder Saturn beobachten möchtest und schule Dein Auge, um Feinheiten zu erkennen. Bei dieser Kombination ist das Bild noch relativ ruhig und lichtstark. Im Moment ist auch Mars sehr hell und gut beobachtbar.

Welche Sterne und Planeten zu welcher Uhrzeit und an welchem Datum an einem bestimmten Ort sichtbar sind, kannst Du über kostenlose Astro-Programme ermitteln. Dennoch kann auch ein gedrucktes Buch nicht schaden. Auf jeden Fall solltest Du Dir ein astronomisches Jahrbuch wie Das Himmelsjahr vom Kosmos-Verlag besorgen. Hier findest Du alle brauchbaren Informationen und gute Einführungen und Erklärungen zum Geschehen am Himmel. Lerne, Dich am Himmel zurechtzufinden. Welche Sternbilder kennst Du, wie heißen markante Sterne, welche Planeten sind zu sehen, welchen Anblick bietet der Sternenhimmel in unterschiedlichen Jahreszeiten, wie unterscheidet sich der Morgen- vom Abendhimmel?

Je besser Du Dich am Firmament auskennst, desto mehr kannst Du auch mit Deinem Teleskop anfangen.

Herzliche Grüße,

Willy

Antwort
von kami1a, 5

Hallo

Halt das hellste, was einem als erstes am Himmel auffalt

Das hellste ist die Venus. 

Jupiter hat  63 Monde. Ganymed ist der größte Mond des Sonnensystems.

Die 4 größten Jupitermonde kannst Du - wenn nicht gerade einer durch Jupiter verdeckt ist - schon mit einem normalen Fernglas ausfindig machen. Sie sind sogar so hell f dass man sie mit dem bloßen Auge sehen könnte wenn sie nicht durch Jupiter überstrahlt würden. 

Ich wünsche Dir alles Gute.

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