Frage von laynapor, 21

Jungs: versteckte Intentionen oder einfache Freundschaft?

Hallo, meine Frage richtet sich vor allem an die Jungs hier. Ich (weiblich) bin momentan in Südafrika und habe vor kurzem einen jungen Mann kennengelernt, der in meiner Straße wohnt und mit dem ich mich sehr gut verstehe. Da bisher alle Typen Dates und ähnliches mit mir wollten (bin die einzige Weiße in einem schwarzen Township), war ich an keinen Treffen interessiert. Der Typ jetzt ist aber anders, erst vor kurzem hierher gezogen und auf der Suche nach Freunden, weshalb ich mich schon zweimal mit ihm getroffen habe. Von meiner deutschen Bezugsperson hier in SA wurde mir jetzt gesagt, dass sie das nicht gut fände, weil "Jungs/Männer nie etwas ohne Hintergedanken mit einem Mädchen/einer Frau machen" würden. Sie denkt nicht, dass er einfach nur an einer platonischen Freundschaft interessiert ist, ich hingegen denke das schon. Long story short: Hat sie recht? Trefft ihr euch nur mit Mädels, weil ihr euch auf kurz oder lang mehr als eine normale Freundschaft erhofft?

Antwort
von Karlien, 12

Vorab: Sie (deine deutsche Bezugsperson in RSA) hat Recht.

Hast Du ihn schon mal gefragt, wo er nachweislich vorher gewohnt hat?
Und warum er von dort weggezogen ist?

Und wo wohnst Du jetzt? Khayelitsha, Soweto, Mamelodi?

Und welchem Stamm gehört er an? Xhosa, Zulu, Venda, Shangaan, Sotho … da gibt es nämlich teilweise erhebliche Unterschiede in der Mentalität.

Kommentar von laynapor ,

Er hat vorher in Joburg gewohnt, hat jetzt aber eine Arbeitsstelle hier in der Nähe bekommen und ist deshalb hier nach Mamelodi gezogen. Zumindest hat er mir das so erzählt, aber er meinte auch, dass sein Bruder momentan als Austauschschüler in Finnland ist uns von dem hab ich dort tatsächlich schon Fotos gesehen. Man merkt halt auch, dass er aus Joburg den Umgang mit Weißen gewohnt ist und nicht nur aufgrund meiner Hautfarbe was mit mir zu tun haben möchte. Welchem Stamm er angehört, weiß ich nicht, da haben wir bisher noch nicht drüber geredet.

Kommentar von Karlien ,

So wie Du ihn schilderst, scheint er echt sympathisch zu sein.

Eine frühere Bleibe in Joburg sagt noch nicht viel aus über einen Menschen. Dort gibt es mittlerweile Stadtteile, die völlig heruntergekommen sind. Vor Jahren war ich (weiß) gerne nachts in Hillbrow unterwegs, heutzutage wäre das selbst tagsüber lebensgefährlich.

Schade, daß Du seine Stammeszugehörigkeit nicht kennst, und damit auch nicht die Sprachen, mit denen er unter seinesgleichen kommuniziert. Begrüße ihn das nächste Mal mit Dumela! (Betonung auf dem e, fast wie ä gesprochen), das ist Sesotho-Sprache und heißt soviel wie Hallo oder Guten Tag. Oder Sawubona! (Betonung auf dem o, das ist Zulu-Sprache), gleiche Bedeutung.

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