Frage von Ginolino, 120

Junghund frisst sehr schlecht. Was könnte ein Anzeichen dafür sein?

Mein Yorkshire Terrier (7 Monate; Ca. 3kg) frisst seit dem letzten Tierarztbsuch sehr schlecht. Wir waren vor etwa 10 Wochen beim Tierarzt, da er Probleme beim abkoten hatte und deßhalb der Darm gespült werden musste. Er hatte anscheinend eine Art von Verstopfung wegen zu wenig aufgenommener Flüssigkeit.Daraufhin hat uns die Tierärztin eine spezielle Dose Futter mit Darmschonender Nahrung gereicht. (Bemerkung: Vor diesem Besuch hat er täglich fast 2 Dosen mit je 200g Welpenfuttern gefressen und kaum Probleme gehabt). Alleineschon als er den ersten Bissen davon nahm wehrte er es ab und spuckte es aus. Am Abend habe ich die Tierklinik angerufen und gefragt ob ich ihm wieder sein übliches Futter reichen könne, da er das Empfohlenenicht mochte. Diese bejahten dies und ich stellte es ihm zur Verfügung. Als ich 2 Stunden später nach ihm sah war der Teller immernoch voll und Tage später nahm er sein altes Futter immernochnicht an. Ich fuhr wieder mit meinem Yorki zur Tierklinik, da er 2 Tage lang jegliches Futter verwehrt hatte. Diese wussten darauf keinen Rat und auch bei jeglichen anderen Ärzten fand der kleine keine Hilfe. Es wurden bestimmt ein Dutzend Blutbilder, Röntgenbilder, Ultraschalls und Allergietests gemacht aber keiner brachte das erhoffte Ergebnis. Ich bin wirklich verzweifelt und koche sogar seit etwa 8 Wochen täglich frisch für ihn und versuche eine altersgerechte, gesunde und ausgewogene Ernährung für ihn zu ermöglichen, aber er wehrt das Futter trotzdem ab. Täglich nimmt er sehr viel Wasser zu sich und Vllt nur 50/100g Nahrung. Das ist wirklich sehr wenig, wenn man bedenkt das er 4 Stunden täglich freien Auslauf auf unserem 2 Hektar großen abgezeunten Gelände hat und ich auch noch 2 bis 3 mal täglich mit ihm Gassi gehe. Er braucht eine sehr große Energiezufuhr um seinen Bedarf zu decken. Hoffentlich habt ihr eine Ahnung wie ich ihm etwas Futter geben kann, sodass er es auch annimmt.(Leckerlis frisst er genug aus meiner Hand, aber ich bezweifle das das so gut für ihn ist) Vllt hattet ihr schon mal so ein ähnliches Problem und wisst eine Sorte an Trockenfutter oder Nassfuttet die ich ihm reichen könnte. Bitte helft mir!Kein Tierarzt hat es bisher Geschäft ihn zum fressen zu bringen.Ich will das es meinem Baby seht gut geht und nicht das er hungern muss, also bitte her mit euren Vorschlägen und Meinungen! LG Ginolino :)

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von friesennarr, Community-Experte für Hund, 70

Dein Hund ist 7 Monate - also schon mal aus dem Wachstumsspurt raus, das heisst er braucht gar nicht mehr so viel Futter wie von 2 bis 6 Monaten.

Dein Hund wiegt 3 kg er braucht (bei 3 bis 4 % vom KG) also ca. 90 bis 120 g Futter am Tag du schreibst er frisst 50 bis 100 g - das sollte also ausreichend sein.

Trockenfutter kann man einem Hund der schon mit dem Darm Probleme hatte nicht geben - das braucht viel zu viel Wasser um einigermaßen verdaulich zu bleiben.

Ich würde erst mal eine Kur mit Bierhefe, Lebertran, Honig und Geflügel machen. Das Geflügel nur ganz leicht ankochen oder andünsten - auf keinen Fall sollte es durch sein. Dann das ganze zusammenmischen ca. 20 bis 30 g und ihm anbieten. Sollte er das Fressen gut, wenn nicht dann den Lebertran erst mal weg lassen. Statt Lebertran kannst du auch ein Eigelb nehmen.

Bierhefe nehmen die meisten Hunde eigendlich ganz gerne an - wenn man dann noch einen Hund kennt, der o.g. frisst, dann kann man die beiden auch mal zusammen fressen lassen - meist bringt die Gier (der andere könnte es ja wegfressen) vieles hinunter.

Bedenke aber bitte das die Menge die dein Hund eigendlich braucht relativ wenig ist.

Zum Vergleich mein Hund ist 12 Monate alt und wiegt 22 kg und bekommt 450 g Futter.


Expertenantwort
von jww28, Community-Experte für Hund, 54

Hi würde drauf tippen das er draussen ab und zu noch was findet. Und habe selber eine Hündin mit 3,74 kg, barfen sie, da sie auch sehr wählerisch ist, da ist die Tagesportion auch nur  knapp 90 g. Je nachdem was du fütterst können 50-100 g schon reichen für den kleinen, wenn man die Leckerchen und das frisch Gekochte noch dazu zählt. Er ist vielleicht einfach nur satt. Ein Feuchtfutter wo man nur sehr wenig Mengen braucht wäre zB von Grau das Excellence. Und ich würde mal den Tierarzt fragen ob da Diabetes in Betracht kommen kann, wenn er davor sehr viel gefressen hat und nun appetitlos ist und viel Wasser trinkt. 400g kommen mir für ein Yorki sehr viel vor. Und die Dehydrierung würde auch dafür sprechen, wenn er da nicht an Durchfall, Erbrechen oder ähnlichen gelitten hat. 

Antwort
von Flauschy, 63

Ich würde auch auf Diabetes tippen oder ein Nierenproblem, da der Hund viel trinkt.

Hat der Tierarzt das mal untersucht?

Meine nierenkranke Katze (20 Jahre alt) trinkt auch sehr viel, frisst aber gut. Laut Tierarzt ist es aber häufig ein Problem, dass nierenkranke Katzen nicht fressen wollen. Ich weiß aber nicht ob das auch für Hunde gilt.

Antwort
von Anaschia, 62

Versuch doch einmal das Futter auf dem Grundstück häppchenweise zu verstecken. Das können auch durchaus mal rohes Fleisch oder Stücke vom Blättermagen sein. Der Hund muß dann seinen Jagdinstinkt einschalten, und unter deiner Anleitung die "Beute" suchen. Dieses Spiel sollte allerdings nur auf das eigene Grundstück begrenzt sein.

Habt Ihr vielleicht einen zweiten Hund mit dem er sich verträgt, von Freunden oder Nachbarn. Wenn man die beiden zusammen füttert, kommt bei den meisten der Futterneid hoch, und es wird aus Prinzip schon mehr gefressen.

Als letzte Möglichkeit könntest Du ihr " GENTIANA LUTEA " Tropfen aus
der Apo besorgen. 2 Tropfen auf die Maulschleimhaut gegeben, regen durch
die enthaltenen Bitterstoffe den Appetit an.

Antwort
von pilot350, 59

So ganz ohne Nahrung geht es nicht. Hast Du mal beobachten können ob der Hund vielleicht auf dem Grundstück etwas aufnimmt und frisst? Yorkies sind sehr verwöhnt was das fressen angeht. Die möchten immer wieder neue Geschmacksrichtungen, am liebsten 3 mal am Tag.


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