Frage von TempusHora, 51

Junghünding ignoriert ihren Meister in meiner Gegenwart. Warum tut sie das und wie verhalte ich mich am besten?

hallo zusammen Ich benötige euren Rat. Mein Chef hat eine 6-monatige Schweizer-Senn-Hündin. Er hat sie bei sich seit ihrer 10. Lebenswoche. Er ist viel unterwegs und hat sie viel bei sich. Auch beschäftigt er sie viel und die zwei haben es generell sehr gut zusammen. Auch gehorcht sie ihm für ihr Alter schon sehr gut. Mit einer Ausnahme: wenn Cheffe mit seiner Hündin zu mir ins Büro kommt, dann ihnoriert sie ihn schlechthin. Sie stürmt herein, begrüsst mich feucht und stürmisch (darf sie bei ihm auch) und hört ab dem Moment keinen Deut mehr auf ihn. Es ist nicht so, dass sie mit mir alles machen kann was sie will. Sie muss warten bis ich sie zu mir rufe um Streicheleinheiten zu kriegen. Und das macht sie ganz artig. Sie liegt dann irgendwo hinter mir und verfolgt mich die ganze Zeit mit den Augen. Sobald es ums Schmusen geht, wirds dann recht innig. Pfote um mich legen, Mund ablecken, Kopf an Brust drücken usw. Nichts was er nicht auch mit ihr macht. Soweit so gut. Nur wenn er dann gehen will und nach ihr ruft, reagiert sie nicht auf ihn. Vielmehr fixiert sie sofort mich mit aufgestellten Ohren und sieht mivh fragend an. So als ob sie auch eine Freigabe meinerseits wartet. Und da fängt die Unsicherheit an: ich bin nicht ihr Meister und habe keine Freigabe zu erteilen. Ich ignoriere sie dann konsequent und er muss sie förmlich aus dem Büro ziehen. Mir hat mal eine Züchterin gesagt, dass Junghunde sich ihren Menschen selbst aussuchen. Meine Sorge nun: besteht die Möglichkeit in unserm Fall? Verhalte ich mich ihr gegenüber zu herzlich? Ich wäre um eure Erfahrungwerte und Ratschläge sehr dankbar. Es spitzt sich langsam zu. Sie gehorcht ihm konsequent nicht mehr nachdem er sie aus dem Büro gezogen hat und die ungehorsamen Momente werden immer länger/grösser. So als ob sie protestiert. Ich möchte denen beiden nicht dazwischen funken. Vielen Dank für eure Antworten.

Antwort
von YarlungTsangpo, 18

Hunde sind auch nur Menschen. 

Das Einfachste für die Hündin wäre, Du würdest ebenfalls mitgehen, würdest zur Sozialgruppe gehören Nur: Dann wärst Du nicht mehr so interessant.

Sag einfach zu dem Mädel: "Na lauf schon..." 

Gib ihr die Freigabe. Sie ist noch jung und dieses Verhalten wird sich von ganz alleine ändern. Momentan sucht sie: Abenteuer und Spannung bei vielen Kontakten.

Dieses angeborene Neugierverhalten, durch welches Hunde lernen und Umwelterfahrungen machen, legt sich etwas mit dem Ausreifen und erwachsen werden.

Du musst sie also nicht ignorieren und verstoßen, lediglich dann weg schicken und dich betont Deiner Arbeit wieder zuwenden.

Viel Freude mit dem Sennenmädel : )

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