Frage von DunkelElfe3344, 60

Junger Hengst hat angst vor Sprüngen?

Hi,

vielleicht erinnert sich noch jmd. an meine Frage zum Museklaufbau von Pferde vor einigen Monaten , da ging es auch schon um den Jungen Hengst der meine PB ist.

Naja also inzwischen hat der Kerl wieder mehr Muskeln, wir trainieren aber täglich fleißig weiter. Jetzt ist es so, der 6-Jährige Mann ist zwar eig. ein Spring Pferd ( er ging schon auf Tuniere bis A oder L ich weiß nicht mehr genau), aber er ist seit fast 5 Monaten nicht mehr gesprungen. Wir haben viel Bodenarbeit mit ihm gemacht, ich bin oft mit ihm die Berge hoch und runter spaziert (im schritt natürlich) und die Besi ist ein paar mal auf ihm geritten, dazu hatte er noch einige Decksprünge.

So sah es bis etwa 2 Wochen aus. Die Besi fand das er jetzt mal wieder für ein paar sprünge bereit wäre ( Nur mal Kreuzsprung ), und auf der Reitlehrer meinte man kann es mal wieder wagen. Tja, leider war das eine Katastrophe.

Wir haben wirklich keine Ahnung war los war, aber als sie auf das Kreuz zugeritten ist hat er abgebremst und in letzter sekunde ist er doch noch rüber, ein riesen satz praktisch aus dem Stand. Die reiterin haut es natürlich voll auf seinen Hals und von da aus auf den Boden. Naja wir dachten das passiert halt mal, aufsteigen. Nochmal. Tja nix da, das gleiche wiederholte er noch 5 mal, immerhin blieb die reiterin ob. Wir ließen es gut sein und haben nach 2 tagen einen neuen versuch gestartet, diesmal bin ich geritten. Warmreiten ließ super, bin in alle GGA geritten, dann wollte ich springen. Er hat zwar nicht wieder abgebremst aber er hat einen riesen satz gemacht, als ob er angst vor den Stangen hätte! Ich habe es nochmal versucht, wieder gibt er so 3m vor dem Hindernis Gas und rennt unkontrolliert drauf zu und macht einen riesen Satz. Diesmal segel ich schön über seinen Kopf und bei der Landung mache ich auch noch einen Film reifen Handstand. Schade das es keiner gefilmt hat.

Ja wir haben es dann gelassen, am nächsten Tag ist der Reitlehrer drauf und hat mal stangenarbeit gemacht. Es ist zum ausratsten selbt über Trabstangen springt er als wäre das ein Monster. Dabei war das nie ein problem, bis vor 5 Monaten.

Jetzt wollte ich mal um rat fragen, was sollen wir denn jetzt tuen? Die Besi würde gerne mit ihm Turniere reiten und neben stellt ein Pferd das beim anblick von stangen ausrastet auch eine Gefahr da.

Wir sind ihn jetzt nicht mehr gesprungen, ich habe weiter Bodenarbeit gemacht und die Besi ist mal mit ihm ins Gelände, alles kein Problem. Nur die stangen eben.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Santi1526, 26

hallo :),

meinen Bub habe ich auch das springen selber beigebracht und er war genau so :D da kann ich nur sagen du brauchst viel geduld... leg für den anfang einfach ne stange auf dem boden und reite im schritt immer wieder rüber bis er aufhört zu zögen rüber zugehen (kann ein bisschen dauern auch ein paar tage). wenn er das problemlos macht kann man es im trab versuchen und vielleicht im gallop wichtig ist das er so oft über eine einzelne stange geht bis er keine angst mehr davor hat dannach kann man an mehreren stangen arbeiten und vielleicht auch mal versuchen zu springen aber am anfang ist es wichtig das ihm die angst genommen wird heißt bei jedem training ein paar mal über die stange du wirst merken das ihm bald das gar nichts mehr ausmacht! aber pls. mach nicht den fehler und spring schon höher abwohl er angst davor hat den sonst bist du wieder ganz am anfang.

Viel Glück :)!

LG Andrea


Expertenantwort
von Sallyvita, Community-Experte für Pferde & reiten, 28

Spazieren gehen, Schritt reiten, ausreiten und Bodenarbeit - sorry, aber das ist doch kein ausreichendes Training für ein Springpferd. Es erstaunt mich, dass er davon Muskeln aufgebaut hat. 

Wichtigste Grundlage für das Springtraining ist die Dressurarbeit. Nur wenn da alles funktioniert und das Pferd kontrolliert an den Hilfen steht, kann man überhaupt über Springen nachdenken.

 "Die Besitzerin ist ein paar Mal auf ihm geritten" - das reicht doch nicht, dass ein Pferd ausreichend gymnastiziert und muskulär auf Springtraining vorbereitet ist.

Und noch mal sorry, aber Deine Schilderung der Springbemühungen, die Du  gestartet hast, lesen sich nicht so, als hättest Du selber tiefergehende  Erfahrungen im Springen. Ein Pferd, das gut geritten ist und an den Hilfen steht, rennt nicht unkontrolliert auf einen Sprung zu. Das tut es nur, wenn die Basis schon nicht stimmt.

Wenn die Besitzerin Turniere reiten möchte, empfehle ich ihr dringend qualifizierten Unterricht zu nehmen, denn sonst sehe ich schwarz was Schleifen und Platzierungen angeht und das Pferd am besten - bevor noch mehr "kaputt geht" eine gewisse Zeit von jemandem aufbauen und korrigieren zu lassen, der nicht nur erfahren im Umgang mit Hengsten ist, sondern auch reiterlich dem Pferd etwas im Positiven entgegen zu setzen hat.

Denn dass das Pferd sich so dermaßen überspringt, zeigt wie wenig Erfahrung es hat und wie wenig es selber seinen Körper kontrollieren kann. Dieses Pferd braucht dringend einen Reiter mit Können und Plan. Wenn Ihr so weiter macht, wie jetzt, kann ich mit ziemlicher Sicherheit vorhersagen, dass er es nicht mehr lange tun wird.

Und auch Du selber solltest Unterricht nehmen. So viel, wie Du bekommen kannst. Sammle Erfahrungen unter fachkundiger Anleitung, hinterfrage und lasse Dir alles erklären, was Dir nicht einleuchtet, denn nur dann hast Du die Chance, einem Pferd wirklich gerecht werden zu können. Liebe allein reicht leider nicht - und schon gar nicht im Umgang mit einem Hengst.

Kommentar von VanyVeggie ,

Super erklärt. :) 

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Natürlich baut ein Pferd da Mukseln auf durch Bodenarbeit, ausritte etc. Wir wohnen auf der Schwäbischen Alp weiß du wie steil es hir ist? Und ich glaube nicht das ich nur schrittreiten geschriben habe, natürlich reiten wir ihn in allen gangarten! Freispringen ist auch kein problem, nur mit nem reiter drauf...

Die Besi reitet schon lange Spring(turniere) und nimmt auch unterricht, allerdings bis jetzt auf einem Schulpferd. Ich werde aber mal andeuten das sie das mit ihrem Pferd machen sollte. 

Ich selber springe max. auf E Niveau da ich keinen Springunterricht nehmen kann. Entweder ist er uns zu teuer ( Und auch wenn du jetzt sagts, ich sollte lieber mehr geld ausgeben: Wir können uns das auf dauer nicht leisten, 120€ im Monat für Springunterricht. Ich nehme ja schon 2x Wochentlich normalen Unterricht, ich hätte nicht mal zeit dafür), oder Reitschulen mit niedrigeren Preisen sind länger als 45min weg. Die Besi gibt mir aber etwas Springunterricht, zumindest ist das der Plan wenn alles klappt.

Und natürlich wird er Dressur geritten, soweit sind wir auch schon ;) Er geht Dressur auf L-Kandare , ich reite aber keine Dressur  ( also kein Turnier Niveau).

Antwort
von LGWatson, 24

Versuch es mal mit kleinen Hindernissen. Und versucht mal ihn frei auf dem Platz zu lassen - nicht am Zügel oder so festhalten. Seine Vertrauensperson kann dann mit auf den Platz und zeigt ihm, dass nichts passiert wenn er über das hidberniss springt - indem die Person selbst über das Hindernis steigt (natürlich nur über die kleinen. Wenn es nicht klappt muss ihn jmd an die Zügel nehmen und hinter der Vertrauensperson her Führen. Danach kann die Person mit dem Pferd zsm über das Hindernis - bzw ansatzweise (Wird sonst eng)...
Wenn er übers Hindernis gesprungen ist loben!!!!
Viel Glück!

Kommentar von Sallyvita ,

Vermutest Du, dass es so gehen könnte, oder hast Du tatsächlich schon mal erlebt, dass ein Springpferd so trainiert wurde? Ist Dir bewusst, wie gefährlich das ist, was Du da vorschlägst? Bitte mach das auf keinen Fall!

Kommentar von DunkelElfe3344 ,

Ich habe mal daumen Hoch, aber ehrlich gesagt finde ich das sehr riskant. Ich kann mir nicht vorstellen das springpferde so trainiert werden.

Kommentar von Urlewas ,

Das hier ist kein Computerspiel. Zwar darf hier jeder seine Meinung äussern, ABER :

 Wenn Menschen Schwierigkeiten im Umgang mit einer halben Tonne Lebendgewicht haben, sollte sich der interessierte, aber ahnungslose User doch besser zurückhalten, bevor er Ratsuchende in Gefahr bringt.

Ok? 😉

Kommentar von LGWatson ,

Diese Trainingsweise habe ich schon einmal miterlebt und von einer Trainerin. Und ja es kann gefährlich werden und ich weiß selbst nicht, ob das wirklich hilft.Aber wenn nichts anderes klappt, wäre dies dennoch eine Möglichkeit.
Also so ganz ahnungslos bin ich nicht ;)

Antwort
von claire2003, 6

wenn du mit ihm fleißig arbeiten willst musst du tranieren wenn du gut sein willst und wenn er vorm hinderniss stoppt würde ich absteigen u´nd mit ihm von klein auf zusammen rüber laufen . dann die stange immer höher machen . also das würde ich machen bis die angst vergeht und vielleicht ein leckerlie das zu nehmen . viel glück :D

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community