Jungen Kater vorübergehend abgeben?

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7 Antworten

Vorweg die Zusammenfassung: Lasst es bleiben, ihr richtet nur Unheil damit an.

Erstens darf man eine Katze nie vor der 12. Lebenswoche von ihrer Mutter trennen. Besser erst in der 16. Woche. Das ist inzwischen Allgemeinwissen.

Nebenbei: Deine Freundin scheint von Katzen wenig Ahnung zu haben. Die Mutterkatze muss unbedingt kastriert werden. Wann das am besten geschieht, weiss der Tierarzt.

Zweitens: eine junger Kater braucht viel Beschäftigung und Freiraum. Er schläft zwar bis zu 20 Stunden am Tag, aber dazwischen muss er herumtoben, überall hinklettern, alles ausprobieren. Er braucht unbedingt einen Kumpel, um beim spielerischen Raufen und Jagen seine Reflexe zu trainieren. Die Einzelhaltung von jungen Katzen, dazu noch die meiste Zeit ohne Menschenkontakt, ist alles andere als artgerecht, an der Grenze zur Tierquälerei.

Drittens ist eine Katze von Natur aus reviergebunden. Sie gewöhnt sich an eine Umgebung und fühlt sich darin zu Hause. Sie arrangiert sich mit Konkurrenten und weiß, wann sie welche Feinde meiden muss. Für Beutegreifer ist das lebenswichtig. Jeder Umzug ist eine Verschleppung in ein neues, fremdes Revier, verbunden mit höchsten Stress. Und das gleich mehrfach hintereinander, kaum hat der Kater sich orientiert, wird er wieder weggerissen. Viele Katzen kriegen dadurch einen schweren Schlag weg, mit allen möglichen Verhaltensstörungen.

Da Katzen nun mal keine Rudeltiere sind, ist ihre Bindung an menschliche Individuen naturgemäß weniger ausgeprägt. Bei Jungtieren ist sie noch stärker, weil sie im Menschen ihre Ersatz-Mama sehen; aber das legt sich im Erwachsenenalter. Das heißt nicht, daß es keine herzliche Verbundenheit zwischen Katze und Mensch gibt. Aber wenn die Katze die Wahl hat zwischen Revier behalten und Menschen behalten, würde sie immer Ersteres wählen.

Wenn ihr jetzt den armen kleinen Kerl zum Frühwaisen macht, wird er schon mal mit hoher Wahrscheinlichkeit verhaltensgestört. Besonders wenn er in Isolation gehalten wird. Dann wird er auch noch alle paar Monate an wechselnde Orte zu wechselnden Menschen verschleppt. Sicher, er überlebt das wahrscheinlich, zumindest wenn ihr ihn durchkriegt als mutterloses Baby, das noch nicht mal abgestillt ist. Aber sehr viel Freude am Leben hat er sicher nicht.

Lasst es bitte bleiben, schafft euch jetzt keine Katze an. Wartet, bis ihr euch wirklich irgendwo niederlasst. Wenn du gerne Katzen um dich hast, kannst du im Tierheim aushelfen oder bei Nachbarn die Katzen hüten, wenn sie wegfahren. Dabei lernst du auch diese faszinierenden Wesen näher kennen und verstehst ihre Bedürfnisse.

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Das ist ja Stress pur für den Kater! Ich würde,dem Tier zuliebe einfach solange warten,bis Ihr wirklich zu Hause angekommen seit und sich alles normalisiert hat.

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Lasst die Finger von nur einer Katze. Wenn ihr soviel unterwegs seid ist ein Tier nichts für euch. Es müssten schon mindestens 2 Katzen sein, die sich zusammen verstehen. Und warum müssen es immer Baby-Katzen sein. Ich verstehe die Menschen nicht. Die werden so schnell erwachsen. Das kriegt ihr gar nicht mit. Nehmt euch wenn ihr in eurem festen Zuhause seid, 2  miteinander verträgliche kastrierte Katzen. Da ist es auch nicht wichtig, ob sie Freigang haben oder nicht.

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Wartet lieber das Jahr ab, das wäre ja der reinste Stress, Katzen sind voll sensibel, die sind leicht zu traumatisieren. Lasst dem jetzigen Kater lieber ein schönes Zuhause, ihr werdet auch in einem Jahr noch ein liebes Tierchen, dass zu euch passt, finden.LG

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Eine einzeln gehaltene Katze braucht ihre Menschen den ganzen Tag um sich, nicht nur abends. Es sind keine Einzelgänger und wenn man sie trotzdem alleine hält, muss man den Katzenkumpel ersetzen, so gut es geht. Das bedeutet unter anderem mindestens 22 Stunden Anwesenheit am Tag.

Mindestalter zur Abgabe sind 12 Wochen, nicht 8.

Wie Katzen mit so vielen Umzügen umgehen ist verschieden. Die meisten wären sehr verstört.

Besser wäre es, zu warten, bis ihr zuhause eingezogen seid, und dann ein katzenpaar zu holen. Und sorgt bitte dafür, dass die Freundin das kleine erst in 4 Wochen vermittelt.

Katzen sind nur eingeschränkt erziehbar. Die sehen Regeln mehr als Richtlinien. 

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Der Kater ist mir 8 Wochen sowieso noch zu jung, um abgegeben zu werden. Und deine ganze Idee ist, pardon, ein bisschen idiotisch.

Katzen gibts jedes Jahr zuhauf in den Tierheimen, da muß man nicht einen solchen Wirbel veranstalten.

Ihr könntet auch nicht ein 8-Wochen-Kätzchen den ganzen Tag allein lassen. bitte informiere dich erst mal über Katzen und artgerechte Katzenhaltung, statt jetzt deinen romantichen Gefühlen nachzugeben. Alle Katzenkinder sind Traumkatzen..

Und inwiefern ist eigentlich ein 8-Wochekätzchen ein Streuner? Klingt alles völlig unwissend und unausgegoren, was du da erzählst.


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Kommentar von PietzDieZweite
22.07.2016, 15:59

Ja die Idee ist etwas unsinnig, deswegen frage ich ja  ;-)

Er ist ein Streuner, da er mit seiner Mutter in den Gärten der Nachbarschaft lebt, sie kein Zuhause haben, nicht gechipt, nicht tätoviert und nicht entfloht sind. Momentan ist er ein kleines Flohmutterschiff. Beide sind sehr zutraulich, deswegen konnten seine Geschwister auch schon vermittelt werden.

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Wartet das Jahr ab und man hält Katzen nicht alleine in der Wohnung....es wäre ok wenn er Freigang hätte. 

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