Frage von j251900, 13

Jungen Kater mit älterer Katze zusammenführen?

Hallo ich habe eine frage an alle Katzenkenner unter euch. Wir haben seit etwa 6 Jahren eine katze (freigänger). ab und zu auch eine pflegekatze (auch weiblich). anfangs konnten sich die beiden überhaupt nicht leiden , mittlerweile akzeptieren sie sich (fauchen sich ab und zu noch an). nun haben wir uns heute einen jungen maine coon kater geholt (8 wochen, frisst Aber eigenständig also abgabe war i.O.). eben haben sich beide gesehen und der kleine hat den schwanz eingekniffen und die große hat gefaucht. nun ist meine frage ob das normal ist (wie anfangs mit unserer pflegekatze) und ob sich das wieder legt? habe schreckliche angst, dass sie dem kleinen was antut evtl weil sie ihn nicht akzeptiert. ich lass den kleinen nicht aus den augen, bin immer bei ihm um ihn einzugewöhnen. ist das nun normal dass meine katze faucht , so wie sie auch andere anfaucht oder kann es wirklich sein dass sie dwn kleinen nicht akzeptiert?:( freue mich auf rückmeldung. LG

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Antwort
von Luzie9,

Zum einen: Mit 8 Wochen ist das Katerchen sowieso noch zu klein, um von Mama wegzukommen. Er weiß ja noch nichts von der Katzenwelt, kennt auch die Grundbegriffe der kätzischen Benimmwelt nicht. Ein Baby eben. Wie muss er sich jetzt fürchten.
Wenn ihr ihn von einem Züchter habt, dann ist das ein sehr schlechter
Züchter, eher ein geldgeiler Vermehrer, der Tiere als Ware behandelt
und sie loswerden will, bevor sie viel kosten. Kein echter Züchter würde seine Katzenkinder so früh weggeben, bevor sie sozialisiert sind. - Da solche Typen ihre Katzen auch sonst eher nachlässig behandeln, müsst ihr unbedingt dafür sorgen, den Kleinen von Parasiten frei zu halten (Würmer und Flöhe dürfte er wohl mitgebracht haben). Und natürlich die nötigen Impfungen machen.

Zum anderen: Es ist leider keine gute Idee, einer erwachsenen Kätzin in ihrem Kernrevier einen männlichen Rivalen vor die Nase zu setzen. Der arme Teufel wird nicht viel zu lachen haben. Katzendamen sind sehr militant bei der Verteidigung ihrer Pfründe. Fremde Jungtiere sehen sie nicht als süße Babies, sondern als potentielle Gefahr. Für sie ist das auch Hochstress.

Die anfänglichen Kebbeleien sind zwar normal, so schlimm bleibt es eher nicht. Aber es kann sein, dass der Kater ein Leben hinter Schränken und Sofas führen muss, weil die Katze ihn nun mal nicht duldet. Und dass die Katze auf Dauer einen Knacks wegkriegt, euch nicht mehr vertraut, "bösartig" wird. Weil sie mit dem ungeliebten Konkrrenten zusammengesperrt wird und ihn nicht vertreiben kann.

Es sei denn, die Katze ist entweder von ihm persönlich angetan (das gibt
es, wenn auch nicht oft), oder im Grunde ihres Herzens sehr sozial (gibts auch, aber noch seltener), oder ihr habt sehr, sehr viel Platz, so dass die zwei sich
komplett aus dem Weg gehen können. Am besten wäre Freigang.

Wichtig: Behandelt die Erstkatze immer als Chefin. Sie wird zuerst gestreichelt, kriegt zuerst Futter und kann sich mit Vorrang ihren Platz aussuchen. Schimpft niemals mit ihr, wenn sie den Kater zurechtweist oder angreift. Sie leidet sowieso schon Höllenstress.

Auch wichtig: Ein Klo für jedes Katzentier, nicht direkt nebeneinander. Getrennte Futterstellen (zumindest am Anfang). Getrennte Rückzugsmöglichkeiten ohne Sichtkontakt zueinander, am besten in getrennten Räumen.

Was würdest du sagen, wenn man von jetzt auf gleich einen fremden Jungen bei dir einquartieren würde, der all deine Sachen benutzt, dein Essen wegfuttert und den du nicht mal ausschimpfen darfst, ohne dafür bestraft zu werden?

Beste Lösung: gebt den Kater für wenigstens 4 bis 6 Wochen zurück zu seiner Mutter. Droht dem ...Züchter damit, ihn beim Züchterverband oder beim Tierschutz anzuzeigen, dann wird der schon kulant. Letzteres solltet ihr unabhängig davon vielleicht sowieso tun.

Wenn diese Lösung ausscheidet, und wenn sich nach etwa 3-4 Wochen abzeichnet, dass keine Besserung eintritt, solltet ihr für den Kleinen eine andere Heimat suchen.

Antwort
von Rangoline, 3

Das ist normal! Der kleine dringt quasi in das Revier deiner Mieze ein. Die gewöhnen sich schon aneinander ... Nur ein kleiner Tipp von mir auch wenn das echt schwer ist aber so gibt es auch keine Eifersucht unter den beiden.... 

Auch wenn der kleine zuckersüß ist und im Moment auch vermutlich eine Menge Aufmerksamkeit bekommt, deine alte Mieze musst du vorziehen. Sie ist die Nummer 1 der kleine weis noch nicht wie es abläuft und wird nicht das Gefühl haben "benachteiligt" zu werden. Aber deine Erwachsene Katze schon! Schmus ganz viel mit ihr, spiel mit ihr und beim füttern erst ihr den Napf hinstellen dann erst dem kleinem. Wenn du was mit dem kleinem machst nicht offensichtlich vor deiner Mieze. Wenn du deiner Katze das Gefühl gibst sie ist immer noch die Nummer 1 und sie hat Vorrang wirst du sehen was das für Wunder bewirkt ! Habe dies schon zwei mal durch, ja ist schwer weil ein Baby einfach nur knuffig ist :-) aber trotzdem Katze wo als erster da war bleibt erster und das muss sie auch spüren ;-) 

Kommentar von j251900 ,

das hatte ich vergessen zu schreiben. hatte mir schon soetwas mit eifersucht gedacht. natürlich bleibt meine katze die nummer eins, sie war ja als erstes da. aber da bin ich beruhigt, wenn das alles so klappt .werde es morgen gleich versuchen und sie verwöhnen und ihr aufmerksamkeit geben möchte sie ja nicht vernachlässigen. aber vielen dank für den tipp:)

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