Frage von Destriker0815, 30

Jugenstrafrecht Grauzonen?

Sehr geehrte Community, mich beschäftigen zur zeit 3 fragen in Sachen Jugendrecht und finde nirgends sonst wirkliche antworten auf die fragen und hoffe das ihr mir da etwas weiter helfen könnt und zwar:

  1. Der § 1631 Abs. 2 des BGB regelt ja, dass Kinder ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung haben, und unter Strafe stehen körperliche Züchtigung wie Schläge aber auch psychische Bestrafungen. Nur stellt sich mir da die Frage ist ein ausgangsverbot keine psychische Bestrafung ? und fällt somit auch unter den § 239 oder gilt die Ausgangssperre im Deutschenrecht als Ausnahmereglung ?

  2. Der § 832 BGB besagt ja dass Eltern für ihre Kinder haften solange sie ihre Aufsichtspflicht verletzen aber wie ist die Rechtslage wenn jetzt z. B. ich als Jugendlicher zu meinen Eltern sage das ich zu einem Kollegen gehe aber in Wirklichkeit einen Laden ausraube, müssen meine Eltern dann bezahlen ? ich meine die aufsichtpflicht wurde in diesem Fall ja nicht verletzt, oder ?

  3. Was ist wenn jetzt ein Elternteil einfach an das Handy ihres Kind geht und dort irgendwas nachschaut. Gibt es einen Rechtskräftigen Paragrafen im Datenschutzgesetz der dies unter strafe stellt (wohlgemerkt wenn kein Grund zur annahme gibt, das er etwas verbotenes tut)

Danke im Voraus für alle Antworten.

Mfg Striker

Antwort
von TheBigWini, 17

1. Ein Ausgangsverbot ist keine psychische Bestrafung. Auch wenn du es so empfinden magst. Die Eltern haben das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Heißt: Ohne Zustimmung deiner Eltern gehst du nirgendwo hin.

2. Hängt von deinem Alter ab. Theoretisch müssten deine Eltern sicher gehen, dass du auch da bist, wo du vorgibst zu sein. Wie es dann strafrechtlich aussieht weiß ich nicht.

3. Sofern die Eltern für das Handy zahlen, haben sie auch ein Recht zu kontrollieren, was das Kind damit treibt. Ob das Datenschutzgesetz hier greift weiß ich nicht, glaube es aber nicht, da jdamit ja vorranig der Schutz eigener Daten vor Dritten geregelt ist. Aber die Eltern sind ja direkte Angehörige....

Kommentar von Destriker0815 ,

Danke für die schnelle Antwort aber

3. Ob die Eltern das Handy ind diesem Fall bezahlt haben spielt doch keine Rolle, in diesem fall handelt es sich doch um eine Schwenkung gemäß § 516 Abs. 1 BGB und haben somit weder ein Besitzrecht noch das Recht etwas zu verändern, zumal emails und SMS sowieso unter das Briefgeheimniss fallen.

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