jugenddepression?

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5 Antworten

Hey, das klingt für mich so, als wärst du im Moment einfach sehr "gefangen" in deiner Welt, weißt nicht wo es hin gehen soll und fühlst dich überfordert. Es gibt eben zwei Möglichkeiten: Entweder du versuchst wirklich diese Angst ein bisschen abzuschütteln und zu sehen, dass alles "halb so wild" ist, die Zeit im Kindergarten scheint dir ja eigentlich zu gefallen und das Ding ist auch, du MUSST gar nichts übermenschliches leisten. Jeder fängt mal an sich in diese "Erwachsenenwelt" hinein zu finden und ist erst einmal überfordert, der eine mehr, der andere weniger. Aber niemand kann von dir erwarten dass du sofort mega professionell bist und alles weißt. Wenn die Leute dort nett sind und dir die Arbeit eigentlich Spaß macht, dann versuche es nicht als so großen Druck zu sehen, sondern mach dir klar, dass du dort bist um etwas zu lernen und an den Aufgaben zu wachsen. Wenn du nicht weiter weißt, dann suche dir einen netten Mitarbeiter und frage einfach, wie gesagt, du kannst nicht alles wissen und manchmal ist es genau das was einem Angst macht. Denk dir nicht dass deine Fragen zu dumm sind oder sowas. Wenn du dir unsicher bist, dann rede einfach darüber, alle anderen haben das auch erlebt, dass sie mal keine Erfahrung hatten und Menschen brauchten, die sie angeleitet haben, das ist völlig normal.

Die andere Möglichkeit ist, wenn du dich absolut noch nicht mit der Berufswelt und ihrer Verantwortung zurecht finden kannst, dass du statt dessen noch mal etwas Schulisches machst, das dir noch etwas mehr Zeit gibt oder eben wirklich einen guten, zu dir passenden, Therapeuten suchst, der dir da im Gespräch und vielleicht auch vermittelnd zur Seite stehen kann.

Glaub mir, ich kann das gut verstehen, diese totale Überforderung. Was bei dir richtig gut ist, ist dass du scheinbar einen Platz gefunden hast, der dir eigentlich gut gefällt und du nicht zu einem Arbeitsplatz musst den du hasst. Gib dir aber wirklich ein bisschen Zeit um dich in diesen neuen Lebensabschnitt in Ruhe einzufinden. Wie gesagt, du musst nicht sofort erwachsen sein, du bist immer noch der gleiche Mensch, du lernst jetzt nur neue Dinge und das ist toll! Versuche vielleicht das Positive an deinem Job im Kindergarten gedanklich zu verstärken und mach dir klar, dass es völlig normal ist bei Null anzufangen. Suche dir einen lieben Menschen, der dir alles in Ruhe zeigt was du nicht weißt. Vielleicht kannst du dich ja auch mit jemandem in deinem Alter befreunden, der den gleichen Job macht und mit dem du dich einfach mal austauschen kannst. Gleichgesinnte haben meist wesentlich mehr Interesse an solchen spezifischen Themen als Freunde und Verwandte die einfach andere Interessen haben und vielleicht nicht jede Story aus dem Kindergarten mit Begeisterung anhören wollen.

Ich wünsche dir viel Glück und kann mir gut vorstellen, dass du es schaffst dich wieder darüber zu freuen dass du jetzt die Chance hast etwas zu tun und zu lernen, das dir wirklich Spaß macht.

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Hi tinimini1999,

Ängste können das Leben zur Qual machen. Ganz ohne Angst geht es nicht, Angst ist gewissermaßen eine natürliche Sache. Ohne Angst würden wir möglicherweise bestimmte Gefahren unterschätzen und das könnte verdammt ungesund sein. Es kommt aber darauf an, wie das Ausmaß der Angst daherkommt. In deinem Falle scheint es deutlich über ein gesundes Maß hinauszugehen. Und sie ist zumindest vernunftmässig nicht begründet- wie Kegostar dir schon schrieb, fängt jeder  mal   an sich in diese "Erwachsenenwelt" hinein zu finden und in der Situation kann kein Mensch erwarten, dass man als Anfänger sofort mega professionell bist und alles weiß. Du machst ein FJS, das soll auch dafür dienen, dass du was sinnvolles machen und dich etwas in der Arbeitswelt  orientieren kannst. Wenn du dir etwas Mühe gibst und dch nicht gerade total blöd anstellst (wie so solltest du das?), dann geht das ok. Die Angst schadet dir dabei nur, ist vermutlich so wie bei Prüfungsangst- obwohl die Leute es drauf haben, versagen sie mitunter in der Prüfung nur wegen der blöden Angst.

Vielleicht sprichst du mal mit den Leuten vom Kindergarten?

Eigentlich hören sich doch die Vorraussetzungen  ganz gut dafür n, dass du da einen guten Job machst: Du scheinst guten Willens zu sein, die Arbeit macht dir laut deinen Worten Spaß und die Leute da sind total nett. Das ist doch was?

Wenn du denen ehrlich von deinem Kummer bzw. deiner Angst erzählst, dann haben die doch (hoffentlich) Verständnis für deine Lage? Jeder Mensch kann in so eine Sitation bzw. Lebenslage kommen, in der er sich massiv verunsichert fühlt. Dann sind Anteilnahme und Mitgefühl angebracht, denn Ängste und Verunsicherungen kann man überwinden. Wenn man ehrlich über die Probleme reden kann, dann kann das enorm entlasten und schon etwas gegen die Angst machen. Die Kollegen sind dann keine Konkurrenten oder Leute, die (in der eigenen Vorstellung) vielleicht schlecht über einen urteilen, sondern  können dann Kollegen im besten Sinne sein: Mitmenschen, mit denen man gemeinsam zusamenarbeitet, so dass jeder sein Bestes geben kann.

Mit Sicherheit wirst du mit den Kindern umgehen können, wenn es jetzt noch nicht so klappen sollte, das kannst du lernen und dazu ist ja auch diese Arbeit da. Es könnte sein, dass du das im Moment alles viel zu eng und pessimistisch siehst. Da ist es bestimmt nicht gut, wenn du dich quasi in dein Schneckenhaus zurückziehst. So verständlich da ist, aber es stabiisiert deine Angst nur, die Angst hat dich dann im Griff und du kannst kaum was dagegen tun. Das Reden mit den Leuten von der Kita kann dich nach vorne bringen, lss erkennen dass es dir da gefällt und das du eine gute Arbeit machen willst und erkläre was dir da im Moment schwerfällt. So ein ehrlicher Vorstoß kann vertrauensbildend wirken, ist jedenfalls besser, als wenn eine Krankmeldung die nächste jagd und die Leute vom Kindergarten nicht wissen, was genau Sache ist.

Wichtig ist das du die Kinder magst, in aller regel mögen die einen auch und es ist eine ungemein schöne und wertvolle Erfahrung, wenn Kinder einen ihre Zuneigung und ihr Vertrauen schenken.

Ich wünsche dir viel Kraft und Mut, setz dich nicht unter Druck, versuche eine gute Arbeit zu machen - ich finde du hast es verdient, dass dir ein fairer Weg zum Erfolg geboten wird und ich wünsche dir, dass du den findest.

Liebe Grüße, Thomas

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Angst haben etwas falsch zu machen brauchst du echt nicht... Wenn man mal etwas falsch macht wird das einen schon gesagt und nicht gleich übel genommen :) Außerdem erwartet auch niemand das du schon vom Vornherein alles kannst.. frag halt immer wieder ob du den erziehern helfen kannst und ob du was verbessern kannst oder so ;) Du packst das 

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Aus Deinem Beitrag ergeb sich durchaus Hinweise für mögliche Depressionen und/oder Angststörungen.

Zuständig hierfür wäre ein Facharzt für (Jugend-)Psychiatrie oder ein Jugendpsychotherapeut. Die kannst du mit oder ohne Wissen Deiner Eltern aufsuchen. Vorher Termin machen und zum Termin die Krankenkassenkarte mitnehmen.

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Hey :)

Mir geht es so ähnlich. Ich habe jetzt seit sechs oder sieben Jahren mittelschwere Depressionen. Und seit heute nehme ich mein viertes Medikament dagegen. Bzw. fünftes weil ich zwei gleichzeitig nehme.

Ich würde dir raten einen Therapeuten aufzusuchen. Wenn es wirklich eine Deppresion ist geht die nicht so schnell weg.

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