Frage von DogFriend98, 102

Kann ich 17 mit Hilfe des Jugendamtes ausziehen?

Ich habe zu Hause massive Probleme und weiß nicht wohin... Meine Mutter hat ihren Grund mit Sohn zu uns ziehen lassen. Der Vater trinkt nur und der Sohn ist drogenabhängig... Meine Mutter hasst mich regelrecht und erzählt denen lügen über mich damit die mich noch weniger mögen. Heute hat es nun seinen Höhepunkt erreicht und ich weiß nicht was ich tun soll... Ich würde am liebsten raus aus dieser Wohnung aber ich weiß nicht wie. Bin halt erst 17 geworden und mache mein Abitur wodurch ich mir selbst keine Wohnung leisten kann. Gehe auch zum Psychologen weil ich das nicht mehr aushalte. Und selbst sie meint dass sie es selbst nicht aushalten könnte und man mit solchen Leuten nicht reden könne. Habe halt auch Angst vor Drogenabhängigen und alkoholikern.
Danke

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Antwort
von Dahika, 43

Dann geh zum Jugendamt und bitte in einer Wohngruppe für Jugendliche untergebracht zu werden. Oder im betreuten Wohnen.

Da das allerdings nicht billig ist und die Eltern das Geld selten aufbringen können, dann könntest du ja auch ins Internat gehen, wird seitens des Jugendamtes, des Staates also, schon sehr genau geguckt, ob das nötig ist und wirklich der einzig hilfreiche Weg ist.

Antwort
von BauerhazeXone, 68

Hallo, deine Situation geht mir nahe und möchte versuchen zu helfen. Das Jugendamt ist die beste Option um sich erstmal ein Überblick über deine Möglichkeiten zu verschaffen. Unter gewissen Umständen ist es möglich in eine eigene Wohnung zu ziehen die zu dem vom Arbeitsamt getragen wird. Da du noch nicht volljährig bist brauchst du die Zustimmung von deiner Mutter in Form von einem schriftlichen Einverständnis mit ihrer Unterschrift. In Extremfällen gibt es bestimmt auch auch Möglichkeiten ohne diese. Dieser Schritt wird dich allerdings viele nerven kosten und weiteren Stress mit deiner mutti. Du solltest um ernstgenommen zu werden auf dem Jugendamt richtig auf die Tränendrüse drücken und dir vorher eine Art Liste zurecht legen (im kopf)  warum es für dich nicht mehr zumutbar bar ist und du zb. Deine Zukunft bedroht siehst. Vesteh das nich falsch auch wenn es so ist muss es richtig dramatisch wirken damit dein Fall eine Art Priorität bekommt. Wenn du weitere Hilfe brauchst stehe ich gerne zur verfügung! Mich würde auch interessieren wie sich diese Situation weiterentwickelt. Erstmal viel erfolg!

Antwort
von hertajess, 33

BEVOR Du zum Jugendamt gehst rufe diese Nummer an

116 111

Sie ist kostenlos und funktioniert europaweit ohne Vorwahl. Die dort ehrenamtlich tätigen Menschen sind sehr kompetent. Sie können mit Dir besprechen wie genau Dir geholfen werden kann. Du kannst dann vorbereitet zum Jugendamt gehen. Das erleichtert und beschleunigt den Hilfeprozess enorm. Denn die deutschen Jugendämter leiden unter massivem Personal- und Geldmangel. Was zu einigen negativ beeinflussenden Auswirkungen führt. 

Wenn selbst Deine Dich begleitende Fachkraft erklärt dass ein weiteres Verbleiben da wo Du jetzt bist weit über die Zumutbarkeit hinaus geht wird es wohl auf eine eigene Wohnung hinaus laufen. Es sei denn Du hast erwachsene Personen oder eine erwachsene Person wie Großeltern, sonstige Verwandte, im Bekanntenkreis eine erwachsene Person zu der Du ziehen kannst. 

Betreutes Wohnen ist zwar im Gesetzestext genannt, aber eben: Dafür haben viele Kommunen einfach kein Geld und also gibt es so gut wie keine Plätze. 

Bleibe mit den Menschen die Du unter der Nummer erreichst in Kontakt bis Deinen Lebenssituation auf gesunden Beinen steht. 

Und denke immer daran: 

Du erhältst keine Almosen von der Gesellschaft. Die Gesellschaft investiert darin dass Du ein wertvolles Mitglied von ihr werden kannst anstatt nur Kosten zu verursachen. 

Weiter beachte: Das Jugendamt ist nur beratend - bis auf wenige Ausnahmen - tätig. Entscheidungen werden beim Familiengericht getroffen. Dieses richtet sich in der Regel nach den Empfehlungen des JA, hat aber Dein persönliches Wohlergehen an erste Stelle zu setzen und ist verpflichtet Dich anzuhören. 

Gehe NIEMALS wenn irgend möglich zu einem Amt oder Gericht ohne Beistand / Zeugen. Die begleitende Person braucht und soll nur zuhören. Spricht die begleitende Person so wird ihr Vortrag als in Deinem Namen bewertet. Es sei denn Du widersprichst noch während des Termins. Sie kann also für Dich vortragen wenn Du Dich verhindert fühlst. Nach einem Termin sollte immer ein Gesprächsprotokoll aufgesetzt werden, mit Datum und Unterschrift versehen wird es dann aufgehoben für alle Fälle. 

Antwort
von vikiller01, 41

Huh deine Geschichte klingt hart. Jugendamt könnte eine Lösung sein obwohl ich dagegen bin. Versuch es du bist 17 und fast volljährig. Kannst eine wg bekommen und kannst alleine leben.

Antwort
von himako333, 25

frage doch erstmal bei Deinem leiblichen Vater nach, ob Du dort wohnen kannst

denn falls, eine Unterbringung in einer Einrichtung des JA anstehen sollte , müssen Deine 2 Eltern die 3000€ +x mittragen und deswegen so und so zustimmen 

Antwort
von Shany, 33

Nur fragenden Kids kann das Jugendamt helfen

Antwort
von GravityZero, 39

Du gibst dir doch die Antwort schon selbst. Geh zum Jugendamt und schildere deine Lage.

Antwort
von nopvpgamer, 41

geh zum Jugendamt oder nochmal zum Psychiologe

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